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	<title>homofaber.com &#187; Medien</title>
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	<description>Notizen zur Kultur Technik</description>
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		<title>Das Dilemma</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 02:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt diese Situationen, da möchte man seine frischen Entdeckungen über die neuen Nachrichten sofort weiterverbreiten. Gestern war so eine Situation: In Schwalmtal ereignete sich eine Schießerei, bei der am Ende drei Menschen starben.   Im Internet fanden sich per Twitter Beiträge eines Teilnehmers @JO31DH, der den örtlichen Polizeifunk abhörte und aufschrieb, was er hörte. Christian [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt diese Situationen, da möchte man seine frischen Entdeckungen über die neuen Nachrichten sofort weiterverbreiten. Gestern war so eine Situation: In Schwalmtal ereignete sich eine Schießerei, bei der am Ende drei Menschen starben.  <span id="more-534"></span></p>
<p>Im Internet fanden sich per Twitter Beiträge eines Teilnehmers <a href="http://twitter.com/JO31DH">@JO31DH</a>, der den örtlichen Polizeifunk abhörte und aufschrieb, was er hörte. <a href="http://blog.rhein-zeitung.de/?p=1868" target="_blank">Christian Lindner</a> von der Rhein-Zeitung und <a href="http://www.tim-schlueter.de/moderator_englisch_deutsch_moderation_veranstaltung/blog2.php" target="_blank">Tim Schlüter</a> haben dazu aufgeschrieben, was aufzuschreiben und zu unterschreiben ist.</p>
<p>Mich treibt die Frage: Macht man sich als Medium mitschuldig an etwas? An was? Machen wir uns mitschuldig an Voyeurismus, indem man gewiss zurückhaltend, aber eben nicht schweigend <a href="http://twitter.com/haz">twitternd</a> und <a href="http://haz.de">online</a> solche Vor-Ort-Quellen begleitet? &#8211; sie anstuppst und unter dem Schleier einer Art „n.t.“-Markierung wie „angeblich“, „nicht bestätigt“, „offenbar“ die live am Schirm agierenden Quellen und ihre Twitterkennung weiterverbreitet?</p>
<p>In diesen Augenblicken des Aufkommens einer Nachricht haben wir Journalisten üblicherweise nur rohe Informationen über ein Ereignis an der Hand. Wir wissen, dass nach der ersten Eilmeldung &#8220;Amoklauf&#8221; die Agenturkollegen wirbeln, und wenn wir als Zeitungsredaktion gut sind, nehmen wir schon mal Kontakt zu einem Korrespondenten oder zur Tageszeitungsredaktion vor Ort auf, um nur die „richtigen“ Informationen später ins eigene Blatt zu hieven.</p>
<p>Für den Umgang mit parallel veröffentlichten Informationen von &#8220;Bürgerreportern&#8221; im Netz und der flankierenden laufenden Veröffentlichung in unseren Online-Medien haben wir dagegen keine etablierte Verfahrensweise. Wie sollte das auch etabliert sein: Bei Twitter passiert immer irgendwas mit nochmals neuen Auswirkungen auf die Medien, und jeder Augenzeuge und jede Nachrichtenlage sind anders.</p>
<p><strong>Seit 60 Jahren</strong></p>
<p>Wenn man einmal den Hype ums Twittergewese und sogar das Internet als Medium beiseite lässt, ist dies das grundlegende Problem jedes vor Ort recherchierenden Polizeireporters, und das seit bestimmt 60 Jahren: Ist der Nachbar, der nun gerade ins Mikro ein paar Sätze seiner Beobachtungen erzählt oder in den Block diktiert, vertrauenswürdig, glaubhaft, authentisch? Und gefährdet eine Veröffentlichung seiner Aussagen einen laufenden Polizeieinsatz und damit Menschenleben? Vom Block des aufnehmenden Journalisten zum Blog des Augenzeugen sind es nicht mehr wesentlich mehr als zwei Buchstaben.</p>
<p>Die Zeitung mit ein paar Stunden Abstand hat es da leichter als das Onlinemedium oder der redaktionelle Twitterfeed. Bis zum 21-Uhr-Andruck-Schluss der Printredaktion haben sich die meisten solcher Ereignisse so stark distanziert, dass ein großes Ganzes, ein Gesamtbild ethisch gefahrlos veröffentlicht werden kann. So wird aus dem „Amoklauf“ eine „Schießerei“, aus dem „Alarm“ ein „Polizeieinsatz“, aus der „E i l“-Meldung ein „Dreispalter“.</p>
<p>In den Echtzeitmedien wie Online, Twitter und mit Abstrichen Radio und Fernsehen gibt es diese Distanzierung nicht. Und wenn dann einer wie jener Mark aus Nettetal drauflosschreibt, was er illegal im Polizeifunk abhört, sind wir live dabei und im selben Dilemma jenes Polizeireporters, der schon vor 60 Jahren bei einem Unglück „Stimmen“ einsammelte. Bringen oder nicht? Wenn, dann aber gleich. Die Leser jedenfalls sind schon dabei, auch ohne unser Zutun.</p>
<p><strong>Das Foto</strong></p>
<p>Es zählt der Einzelfall. Wir bei der HAZ haben das zwar verfolgt, was dort über Schwalmtal geschrieben wurde. Und wir sind per Twitter auch schnell auf das Forum gestoßen, in dem ein 18-jähriger Nachbar ein scharfes, hoch aufgelöstes Foto veröffentlichte, das den Polizeieinsatz in dieser Wohnsiedlung in Schwalmtal zeigte, mit zwei SEK-Polizisten an einer Hauswand und einem offenbar getöteten Menschen zu ihren Füßen. Man gewinnt keinen Journalistenpreis, indem man dieses Foto zurückhält.</p>
<p>Man verliert aber auch keinen Preis. Die Aufmerksamkeit, die dieses Foto fast ganz ohne unser Zutun im Netz gewinnt, geht an uns vorbei. Weil der Newsroom-Chef und später der Chefredakteur entschieden: Wir zeigen keine Toten. Diese Klarheit der Reaktion meiner Kollegen musste ich selbst vorhin noch einmal nachschlagen: Da steht&#8217;s ja auch, im Codex der Journalisten.</p>
<p>Das Dilemma, da zwei, drei Nachrichten und ein Bild, DAS Bild zu haben, die direkt vor uns auf dem Schirm auftauchen, aber ethisch nicht einwandfrei weiterzuverbreiten wären (etwa: „der Hubschrauber wird auf dem Pletschweg landen“, oder „Polizei gibt Notvarianten 1 und 2 frei“, jetzt geht das) &#8211; dieses Dilemma wird uns nicht mehr loslassen. Wir haben es nicht getwittert und nicht online und nicht im Print veröffentlicht. Mit nur fünf Klicks wäre das Foto des Augenzeugen von gegenüber in der Bildbox der Zeitungsseite gewesen, messerscharf, honorarfrei (wie sich später herausstellte, da dpa das Bild weiterverbreitete), spektakulär, authentisch. Ebenso mit einem Klick und vorangestelltem RT der &#8220;Retweet&#8221;, die Weiterverbreitung authentisch wirkender Statusmeldungen des Polizeieinsatzes.</p>
<p>All das haben wir nicht gebracht. All das findet man aber im Internet. Und an all dem wirken wir Journalisten in jenem Augenblick mit, da wir „Schwalmtal“ in einem Tweet erwähnen und erste Funde zu weiteren Informationen notgedrungen öffentlich bei einzelnen hinterfragen, die als Augenzeugen sogar vom Schreibtisch aus nur eine Mail entfernt sind.</p>
<p>Mit Ruhm bekleckert man sich nicht in solchen Augenblicken. Aber Nichtstun und auf die Agenturen zu warten wäre unjournalistisch. Es bleibt ein Dilemma.</p>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/0a2eacd32a16486593497751ba1c898c" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Der Stunt</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 20:32:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Beginn einer neuen Epoche ist normalerweise nur Jahre später in der Rückschau von Historikern auszumachen. Doch verdeutlicht den Übergang von der kontrollierten Information, die über Jahrhunderte die Veröffentlichungen von Unternehmen und Unternehmungen ausmachte, hin zu einer informierten Öffentlichkeit, die auch unbequeme Schilderungen aus den eigenen Reihen akzeptiert, nichts besser als eine Richtlinie der britischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_528" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-528 " style="margin: 10px;" title="Das Logo des britischen Verteidigungsministeriums bei Twitter" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/08/modbadge-150x150.jpg" alt="Das Logo des britischen Verteidigungsministeriums bei Twitter" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Das Logo des britischen Verteidigungsministeriums bei Twitter</p></div>
<p>Der Beginn einer neuen Epoche ist normalerweise nur Jahre später in der Rückschau von Historikern auszumachen. Doch verdeutlicht den Übergang von der kontrollierten Information, die über Jahrhunderte die Veröffentlichungen von Unternehmen und Unternehmungen ausmachte, hin zu einer informierten Öffentlichkeit, die auch unbequeme Schilderungen aus den eigenen Reihen akzeptiert, nichts besser als eine Richtlinie der britischen Militärs.</p>
<p><span id="more-527"></span>Das britische Verteidigungsministerium hat seine Soldaten dazu <a href="http://mashable.com/2009/08/08/british-troops-social-media/" target="_blank">ermuntert</a>, in Blogs und sozialen Medien über ihren Alltag zu berichten. Anders als bei den Marines der USA <a href="http://www.mod.uk/DefenceInternet/AboutDefence/CorporatePublications/MediaandPublicCommunicationPublications/OnlineEngagementGuidelines.htm" target="_blank">wird es ausdrücklich erlaubt</a>, bei Facebook, Twitter und Co. darüber zu schreiben, was sie tun – mit dem Hintergedanken, näher bei der Familie und Freunden und bei der Heimat zu sein, wenn sie im Einsatz sind. Nur wenn es um die hohe Militärpolitik geht oder vertrauliche Informationen, sollten sich die Soldaten das Okay ihrer Vorgesetzten holen, heißt es sinngemäß in der Richtlinie. Ansonsten gelte der gleiche „hohe Standard“ von Verhaltensregeln, der auch im realen Leben von britischen Soldaten erwartet werde.</p>
<p><strong>Ein Stück weit entmachtet</strong></p>
<p>Nun ist die Kontrolle von möglicherweise unbequemen Informationen ohnehin bereits verloren, da jedermann anonym im Netz seine Beobachtungen veröffentlichen kann. Doch machen die Briten daraus eine Tugend: Indem sie es ihrem Staatspersonal offiziell erlauben, sich öffentlich zu äußern, wird jeder Pressesprecher und direkter Vorgesetzter bis hin zum Minister selbst ein Stück weit entmachtet. Die Macht über Informationen, die über Jahrhunderte von Staatsmächten mit Mitteln bis hin zur Todesstrafe bei Geheimnisverrat sanktioniert wurde, verschiebt sich weiter: in Richtung der vielen. Und wenn aus der wachsenden Vielzahl der meist in einem höheren Sinne belanglosen, persönlichen Beobachtungen und Einschätzungen einzelner die eine ganz besondere Nachricht heraussticht, so werden die Vorgesetzten davon schneller als bisher erfahren und  damit früher als früher umgehen wollen. In einem herrlichen Stunt erheben sich die Briten über diese Entwicklung, die ohnehin nicht aufzuhalten ist.</p>
<p><strong>Die Schere im Kopf</strong></p>
<p>Nun wird niemand bezweifeln, dass es der Schützenpanzerlenker mit seinen Vorgesetzten unmittelbar zu tun bekommt, wenn er bei Facebook über den jüngsten Einsatz berichtet und einen seiner Kollegen wegen rüden Umgangs in die Pfanne haut. Andererseits wird wie in Unternehmen auch jeder halbwegs denkende Teilnehmer von sozialen Netzwerken sich zweimal überlegen, was er öffentlich schreibt. Die Schere im Kopf werden viele weiterhin haben.</p>
<p>Dennoch geschieht etwas Neues: wenn Vorgesetzte fern vom Einsatzort weniger stark gefiltert und unmittelbar mitlesen können, was im Einsatzgebiet geschieht. Entmachtet wird letztendlich die zweite und dritte Reihe des Führungspersonals: hinsichtlich der Einschätzung einer „Stimmung“ in der Truppe. Darüber können sich die Chefs künftig selbst ein Bild machen oder machen lassen.</p>
<p><strong>Soldaten sind auch Menschen</strong></p>
<p>Das böse Sinnbild vom stumpfen Soldaten als Befehlsempfänger und Kalle-Arsch der Truppe hat damit ausgedient: Soldaten sind auch Menschen, sagt diese Richtlinie; ihre Befindlichkeiten und Einschätzungen haben einen Wert. Zumindest die guten unter den Vorgesetzten haben diese Befindlichkeiten auch schon früher wertgeschätzt.</p>
<p>Die neue Öffentlichkeit von Nebendetails und Stimmungen der Militäroperationen wird  jedenfalls eine neue Qualität der öffentlichen Wahrnehmung erfordern und damit auch des Journalismus: Das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen wird immer wichtiger, und das Lesen vieler Quellen und noch und nöcher immer weiterer Vielen wird für die Journalisten zu einer Aufgabe, die nur noch mit intelligenten Filtern und Systemen zu bewerkstelligen ist.</p>
<p>Interessant wäre, wie die britischen hohen Militärs ihr Informationsgewerk zusammenschustern, vielleicht könnte man als Journalist davon etwas lernen. Aber wahrscheinlich gucken die sich das gerade bei den Bloggern ab und tunen soeben ihre RSS-Reader.</p>
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		<title>Das jüngste Gerücht</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 00:11:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da sitzt der Pressesprecher eines weitgehend unbekannten Startup-Unternehmens, mit dem ich schon mal telefoniert habe und den ich für absolut integer halte, im Zug neben Leuten, die sich angeblich über einen Transfer von Michael Ballack zum Hamburger SV unterhalten. Er schreibt in sein Handy und veröffentlicht die vermeintliche Fußballsensation: „Am Nebentisch im ICE sitzen zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitzt der Pressesprecher eines weitgehend unbekannten Startup-Unternehmens, mit dem ich schon mal telefoniert habe und den ich für absolut integer halte, im Zug neben Leuten, die sich angeblich über einen Transfer von Michael Ballack zum Hamburger SV unterhalten.</p>
<p><span id="more-508"></span>Er schreibt in sein Handy und <a href="http://twitter.com/sachark/status/2389736688" target="_blank">veröffentlicht</a> die vermeintliche Fußballsensation: „Am Nebentisch im ICE sitzen zwei prominente Spielerberater und ein Anwalt. Sie diskutieren seit 15 Minuten einen Ballack-Transfer zum HSV.“</p>
<p>Kurz darauf ist die unbewiesene Nachricht „rum“, landet in Fußballforen wie etwa beim HSV, bei Journalisten, es folgen Telefonate, klare Dementis – und ebenso schnell, wie es in die Welt gesetzt wurde, ist das Gerücht wieder aus der Welt genommen. Nichts dran. Nur <a href="http://www.abendblatt.de/sport/fussball/HSV/article1076890/Kommt-Michael-Ballack-zum-Hamburger-SV.html" target="_blank">wenige</a> <a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/international/2009/06/30/michael-ballack/twitter-geruecht-ueber-wechsel-zum-hsv.html" target="_blank">Medien</a> berichten darüber, vermelden das Dementi dieser Nachricht mit dem Tenor „Internet-Ente“ – schließlich bringt „jeder Ballack“ Klicks. Seriöse Medien verwerfen das Thema einfach.</p>
<p>Schon einmal ist im ICE das Gespräch einer Grünen-Politikerin belauscht worden, die privat plauderte, dass sie entgegen der Politik der Grünen Bundespräsident Horst Köhler gewählt hatte. Am nächsten Tag <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/30/469585/text/" target="_blank">stand</a> das in der „Süddeutschen Zeitung“ – weil ein Journalist im Zug mitgehört hatte.</p>
<p>Und dann gibt es diese Nachricht, die Medien weltweit sieben Monate lang zurückgehalten haben: dass der „New York Times“-Reporter David Rohde in Afghanistan von den Taliban entführt worden war. Die „Times“-Lenker hatten im November 2008 gezielt in 35 „Schlüsselredaktionen“ in aller Welt angerufen und darum gebeten, auf Berichte zunächst zu verzichten, um den eigenen Mann zu schützen. Ein <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,633181,00.html" target="_blank">Schweigepakt.</a> Nun ist der Entführte frei, der Reporter konnte flüchten – und Medien weltweit <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,631611,00.html" target="_blank">berichten</a> darüber.</p>
<p>Es ist eine zweite Öffentlichkeit im Netz, die da vor unseren Augen entsteht. Denn dass auf Dauer unbewiesene oder aus gutem Grund nicht verbreitete Nachrichten zurückgehalten werden können, ist nicht ausgemacht. In Sachen „Times“-Reporter etwa versuchte ein Unbekannter immer wieder bei der Wikipedia, die Entführungsnachricht zu veröffentlichen. Die Wikipedia-Chefs <a href="http://www.nytimes.com/2009/06/29/technology/internet/29wiki.html?_r=1" target="_blank">waren jedoch im Bilde,</a> machten die Veröffentlichung immer wieder rückgängig: &#8220;Wikipedia also <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kidnapping_of_David_Rohde" target="_blank">participated</a> in the media blackout.&#8221;</p>
<p>Das hatten wir auch noch nicht.</p>
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		<title>Tweetranking: Eine feine Sache &#8211; für Medienmenschen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 23:55:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine feine Sache, mit der uns Holger Schmidt von der FAZ überrascht hat. Seine Seite Tweetranking ermöglicht, Twitizen, also Nutzer des sozialen Netzwerkes Twitter, kurz und knapp per Mausklick zu empfehlen &#8212; so dass auf Dauer ein Linkverzeichnis empfehlenswerter und weniger empfehlenswerter Twitter-Protagonisten zu bestimmten Themen entsteht. Vorausgesetzt, die Macher bekommen den erwartungsgemäß umgehend angesprungenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine feine Sache, mit der uns <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">Holger Schmidt</a> von der FAZ überrascht hat. Seine Seite <a href="http://tweetranking.com" target="_blank">Tweetranking</a> ermöglicht, <em>Twitizen</em>, also Nutzer des sozialen Netzwerkes Twitter, kurz und knapp per Mausklick zu empfehlen &#8212; so dass auf Dauer ein Linkverzeichnis empfehlenswerter und weniger empfehlenswerter Twitter-Protagonisten zu bestimmten Themen entsteht. Vorausgesetzt, die Macher bekommen den erwartungsgemäß umgehend angesprungenen Spam in den Griff.</p>
<p><span id="more-474"></span>Tweetranking ist als Beta gestartet und hat vom Start weg die üblichen Verdächtigen der Twitter-Szene in Deutschland erfasst. Die Webseite erweitert das soziale Netzwerk Twitter um eine Empfehlungskomponente: Wer von den aktiven Twitternutzern ist es wert, gelesen und dauerhaft <em>gefollowt</em> zu werden? &#8220;Ich empfehle @XY in den Kategorien YZ&#8221; &#8211; so lautet das auszufüllende Eingabefeld von <a href="http://tweetranking.com" target="_blank">Tweetranking</a>. Wobei man dann kurz einträgt, welchen gerne gelesenen anderen Twitter-Nutzer man in einer selbst bestimmten Kategorie auch anderen Nutzern empfehlen möchte. So entstehen neue Listen, etwa in der Frage der empfehlenswerten <a href="http://tweetranking.com/tags/pr" target="_blank">PR-Leute</a>, <a href="http://tweetranking.com/tags/medien" target="_blank">Medien</a> und &#8220;<a href="http://tweetranking.com/tags/web-2-0" target="_blank">Web 2.0</a>&#8220;-Twitterer.</p>
<p><strong>Grundlegendes Twitternutzer-Verzeichnis</strong></p>
<p>Binnen weniger Stunden ist am Mittwoch ein erstes grundlegendes Verzeichnis der wortführenden Twitterer hier zu Lande entstanden. In Sachen &#8220;Web 2.0&#8243; wurden <a href="http://twitter.com/ibo" target="_blank">Ibo</a>, <a href="http://twitter.com/saschalobo" target="_blank">saschalobo</a> und <a href="http://twitter.com/talkabout" target="_blank">talkabout</a> von der Mehrheit der Tweetranking-Gemeinde empohlen. In Sachen &#8220;Journalismus&#8221; galten die Empfehlungen <a href="http://twitter.com/tknuewer">tknuewer</a>, <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">HolgerSchmidt</a> und <a href="http://twitter.com/sixtus" target="_blank">sixtus</a>. Und beim Hashtag (= der Kategorie) #Medien habe ich auf die Schnelle das <a href="http://tweetranking.com/users/HAZ" target="_blank">Twitter-Konto meines Arbeitgebers</a> per Empfehlung via <a href="http://twitter.com/haz" target="_blank">@HAZ</a> unseren Followern empfohlen, die dann dankenswerterweise uns zumindest vorerst, an diesem ersten Tag, an die Spitze in dieser Kategorie beförderten.</p>
<p>Die Spammer und Selbstbeförderer waren schnell auf den Plan gerufen, um sich selbst in diesen neuen Listen nach oben zu befördern. Mit mehreren Twitterkonten ist es ein Leichtes, sich selbst in diesen Listen nach oben zu pumpen. Frisch eingerichtete, von den Nutzern beigetragene Kategorien wie #rentacar, #leihwagen und #autovermietung wurden dann auch schnell von den passenden Verdächtigen oder deren Gefolgsleuten belegt.</p>
<p>Sicher werden Schmidt und seine Programmierer ein Konzept gegen mögliche Spammer ausbaldowern &#8211; wenn es nicht eh schon in der Schublade steckt. Man darf nicht vergessen, dass dieser Webauftritt eine Betaversion ist, zu der wir eingeladen sind und an der wir bereits teilhaben. Die nun veröffentlichte erste Umsetzung jedenfalls, in Sachen Design, Nutzerführung und Programmierung, lässt augenscheinlich keine großen weiteren Wünsche offen. Beim Einloggen gibt es noch beim ersten Mal Probleme, beim Einloggen unter anderem Konto ebenfalls. Das sind Peanuts, verknusbare und sicher lösbare.</p>
<p><strong>Mit machen Twitter-Medien-Menschen</strong></p>
<p>Was viel eher irritiert: Es scheint einen engen, einen ganz besonders engen Klub von Twitterenthusiasten in Deutschland zu geben, der kaum über die Zahl von 100 Mitgliedern hinausreicht. Mit machen aufs Neue jene Medienmenschen, die auch sonst aktiv sind: in den Zeitung-Online-Auftritten, in den PR-gestützen Webdiensten, in den engagiertesten, semiprofessionellen Blogs und in den von Öffentlich-rechtlich gesponsorten Internet-Diensten. Es ist die Journalisten-Online-Szene. Im Grunde gründen die Wortführer auf diesem Weg gerade ihre eine neue neue Kaste, einen Klub, der sich zunächst einmal mit sich selbst beschäftigt. Dass dort noch ganz andere Kategorien entstehen, sagen wir mal eine Sortierung der besten Bäcker, Fußballer, engagierter Erdgasfahrer oder Schwimmbeckenmaurer, ist nicht ausgemacht. Warum twittert mir mein Handwerker nicht, der gerade einen Auftrag im Garten erledigt, dass ihm die besondere Steinsorte ausgeht?</p>
<p>Twitter ist ein Medienmenschending.</p>
<p>Dort aber ist es ein gutes. Twitter und Google Wave &#8212; und den Ansatz dazu per Tweetranking durchdacht &#8212; könnte uns Medienmenschen ganz dauerhaft dabei helfen, nur die guten ins Kröpfchen und die schlechten ins Töpfen zu befördern &#8211; &#8220;die Nachrichten&#8221;: so, wie wir Medienleute schon heute professionell ganz unterschiedlich bewerten, was man in den Zeitungen auf Papier und in deren Online-Diensten liest; so, wie man eben auch eine Nachricht aus der &#8220;Bild&#8221; anders bewertet als aus der Tagesschau; und so, wie man gelegentlich eine seitenlange grammatikalisch mit Fehlern durchsetzte Zuschrift eines Lesers als wunderbares Thema einschätzt, das man dem Bürgermeister nur mal vorlegen muss: So entsteht hier gerade eine Bewertungsnetzwerk der Leistung von Journalisten. Künftig vergleichen sich dort nicht nur einzelne, sondern auch Medien, Blogger, Leser und Prominente. Und ich als Journalist weiß schon ganz prima einzuschätzen, was von BNO-&#8221;Breaking&#8221; im Vergleich zur dpa-Eilmeldung zu halten ist. Letzere ist langsamer, aber sicherer.</p>
<p><strong>Medienkritik</strong></p>
<p>Erstaunlich daran ist, dass nicht etwa die etablierten Fachzeitschriften wie der &#8220;Journalist&#8221; oder das &#8220;MediumMagazin&#8221; auf diese Idee des Bewertungssystems von Medien und Menschen gekommen sind. Erstaunlich ist, dass ein einzelner Redakteur dieses Ding anschiebt &#8211; und dass er es anschieben kann. Der Aufwand für solch ein Bewertungssystem in Sachen Programmierung ist offenbar gering. Mir selbst ist mit einer Fingerübung des URL-Verkürzungsdienstes <a href="http://j2j.de" target="_blank">http://j2j.de</a> die Idee eines eigenen Geschäfts als Versuch nicht fremd. Auf die Schnelle ist da vieles programmiert. Aber warum die größeren Medienunternehmen, die immer wieder neue &#8220;Labs&#8221; begründen und ausstatten, auf so etwas nicht kommen, das habe ich noch nicht verstanden.</p>
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		<title>Über mich / Disclosure</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 22:32:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[soziale Netze]]></category>
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		<description><![CDATA[Transparenz ist das A und O in diesen Zeiten der Entwicklung. Darum lege ich Folgendes offen. Beta! Bestimmt habe ich einen wichtigen Hinweis übersehen. Google me, contact me: msc@homofaber.com. Job Ich arbeite als Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) der Verlagsgruppe Madsack. Das Themengebiet umfasst Internet, Computer, die IT-Industrie, neue Medien. In diesem Bereich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Transparenz ist das A und O in diesen Zeiten der Entwicklung. Darum lege ich Folgendes offen. Beta! Bestimmt habe ich einen wichtigen Hinweis übersehen. Google me, contact me: <a href="mailto:msc@homofaber.com">msc@homofaber.com</a>.</p>
<p><span id="more-344"></span><strong>Job</strong></p>
<p>Ich arbeite als Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) der Verlagsgruppe Madsack. Das Themengebiet umfasst Internet, Computer, die IT-Industrie, neue Medien. In diesem Bereich der neuen Medien berichte ich für die HAZ und Partnerzeitungen auch über Unternehmen und deren Dienstleistungen, an denen mein Arbeitgeber <a href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/themedialab.html" target="_blank">beteiligt</a> ist. Dazu zählen</p>
<ul>
<li><a class="internal-link" title="radio.de Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/radiode.html" target="_self">radio.de</a></li>
<li><a class="internal-link" title="myHeimat Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/myheimat.html" target="_self">myHeimat</a></li>
<li><a class="internal-link" title="WeFind Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/wefind.html" target="_self">WeFind</a></li>
<li><a class="internal-link" title="kununu Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/kununu.html" target="_self">kununu</a></li>
<li><a class="internal-link" title="meinSport Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/meinsport.html" target="_self">meinSport</a></li>
<li><a class="internal-link" title="jobdoo Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/jobdoo.html" target="_self">jobdoo</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/trade-a-game.html#c444" target="_self">Trade-a-game</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/docpoolorg.html#c599" target="_self">docpool.org</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/flymediccom.html#c605" target="_self">flymedic.com</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/jobturbode.html#c611" target="_self">jobturbo.de</a></li>
</ul>
<p>Des Weiteren ist mein Arbeitgeber an <a href="http://www.madsack.de/strategie-und-management/beteiligungsuebersicht/tageszeitungen.html" target="_blank">diversen Tageszeitungsverlagen</a> beteiligt. Weitere Beteiligungen des Verlages werden <a href="http://www.madsack.de/strategie-und-management/beteiligungsuebersicht.html" target="_blank">hier</a> ersichtlich.</p>
<p><strong>Veröffentlichungen</strong></p>
<ul>
<li><strong>im Internet:</strong> regelmäßig mit dem Kürzel msc oder unter vollem Namen unter <a href="http://www.haz.de" target="_blank">http://www.haz.de</a> sowie auf diversen Partnerauftritten meines Verlages</li>
<li>Buch <strong>&#8220;Windows ganz leicht&#8221; </strong>(1998 verlegt bei Verlagsgesellschaft Madsack, vergriffen)</li>
<li>Buch <strong>&#8220;Schritt für Schritt ins Internet&#8221;</strong> (2002 gemeinsam mit Stefan Vogt, verlegt bei Verlagsgesellschaft Madsack, vergriffen)</li>
<li>Buch <strong>&#8220;Tipps und Tricks für Windows XP&#8221;</strong> (2005 verlegt bei Madsack Supplement, ISBN 978-3-7860-0523-0)</li>
<li>
<div class="F9"><a href="javascript:GoToDetail('0-2846680',%2058423843,%200);"> </a>Buch <strong>&#8220;Ein Traum &#8211; Die WM in Deutschland&#8221;</strong> (2006 als Mitautor, ISBN 978-3786005261) sowie &#8220;Ein Traum &#8211; Die WM in Deutschland und Leipzig in Bildern und Geschichten&#8221;, ISBN 978-3-9806625-3-6</div>
</li>
<li>Buch <strong>&#8220;So klappt&#8217;s mit Windows Vista&#8221;</strong> (2007 gemeinsam mit Michael Pohl und Sascha Aust, verlegt bei Madsack Supplement, ISBN <span style="white-space: nowrap;">978-3-940308-15-3,</span> auch verlegt bei Leipziger Medien Service, ISBN 978-3-9811948-0-7)</li>
<li>in Vorbereitung:<strong> &#8220;Das Netz nutzen&#8221;</strong> (noch nicht veröffentlicht, wird verlegt bei Madsack Supplement)</li>
</ul>
<p><strong>Beratende Tätigkeit</strong></p>
<ul>
<li>als HAZ-Mitarbeiter für CD-Sicherheitspaket <strong>&#8220;So klappt&#8217;s sicher im Internet&#8221;</strong> (2008 verlegt bei Madsack Supplement, ISBN 978-3940308184, auf technischer Basis von Buhl Data)</li>
</ul>
<p><strong>Nebentätigkeit</strong></p>
<p>Ich betreibe zur eigenen Weiterbildung und als Hobby diverse Websites, darunter diese homofaber.com sowie <a href="http://j2j.de" target="_blank">J2j.de</a>, einen experimentellen Internet-Adress-Verkürzer.</p>
<p><strong>Bio</strong></p>
<p>1969 geboren, verheiratet, zwei Kinder. Lebe bei Hannover.</p>
<p><strong>Links</strong></p>
<p>Hier eingetragene Links führen teilweise zu Webshops, insbesondere zu meinen Büchern. An deren Verkauf verdiene ich mit.</p>
<p><strong>Genutzte Vergünstigungen</strong></p>
<ul>
<li>kostenloses Abonnement &#8220;c&#8217;t&#8221;</li>
<li>Journalistentarif T-Mobile</li>
<li>HAZ und NP ohne Abogebühren</li>
</ul>
<p><strong>homofaber.com</strong></p>
<p>ist ein persönliches Webangebot ohne Zutun meines Arbeitgebers. Es dient vor allem der Erforschung von Webmechaniken und meinem persönlichen Fortschritt. Fragen beantworte ich gerne per Mail an <a href="mailto:msc@homofaber.com">msc@homofaber.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homofaber.com/2009/04/uber-mich-disclosure/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zum Lesen am Kaminofen: Twitter für Einsteiger</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2008/12/twitter-fur-einsteiger/</link>
		<comments>http://www.homofaber.com/2008/12/twitter-fur-einsteiger/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 23:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für Einsteiger bedeutet Twitter zunächst eine schwer durchschaubare Mechanik. Klar: Unter twitter.com sich kostenlos mit einem Pseudonym anzumelden dürfte noch jedem Internet-Surfer gelingen. Und dann? Hier ein paar Handreichungen, um die Faszination, Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Twitter zu ergründen. Da ist man also frisch im sozialen Netzwerk Twitter angemeldet und doch erst mal allein. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/01/twitter-logo.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-101" title="twitter-logo" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/01/twitter-logo.gif" alt="" width="174" height="174" /></a></p>
<p>Für Einsteiger bedeutet Twitter zunächst eine schwer durchschaubare Mechanik. Klar: Unter <a href="http://twitter.com" target="_blank">twitter.com</a> sich kostenlos mit einem Pseudonym anzumelden dürfte noch jedem Internet-Surfer gelingen. Und dann?</p>
<p>Hier ein paar Handreichungen, um die<strong> Faszination, Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Twitter </strong>zu ergründen.</p>
<p><span id="more-67"></span></p>
<p><a href="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/01/twitter-logo.gif"> </a></p>
<p>Da ist man also frisch im sozialen Netzwerk Twitter angemeldet und doch erst mal allein. Die eigene Homepage findet sich unter twitter.com/<em>pseudonym</em>, wobei hinter dem Schrägstrich das bei der Anmeldung gewählte Pseudonym wie zum Beispiel homofaber oder hazde einzutragen ist, also <a href="http://twitter.com/homofaber">http://twitter.com/homofaber</a> beziehungsweise <a href="http://twitter.com/hazde" target="_blank">http://twitter.com/hazde</a> <strong>[Update:</strong> mittlerweile <a href="http://twitter.com/haz" target="_blank">http://twitter.com/haz</a>]. Das ist die eigene Twitter-Seite. Wie findet man nun andere Nutzer? Die im Menü angebotene Suchen-Funktion von Twitter ist dafür weitgehend unbrauchbar. Hier kann man nur nach Mail-Adressen suchen. Es gilt, weiter zu forschen.</p>
<p>Statt dessen sollte man auf die versteckte Suche von Twitter wechseln: <a href="http://search.twitter.com" target="_blank">http://search.twitter.com</a>. Hier kann man nach Stichworten im Twitter-Universum suchen – und so recht schnell zum Beispiel die jüngsten Beiträge finden, in denen Wörter wie „Hannover“, „Mumbai“ oder „Britney“ vorkommen.</p>
<p>Neben viel persönlichem Gequatsche von Unbekannten taucht so möglicherweise der eine oder andere interessante Beitrag auf. Nachrichtenmenschen stoßen vielleicht auf diesen Eintrag:</p>
<ul>
<li><strong><a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/to/polizei_update');" href="http://twitter.com/polizei_update" target="_blank">polizei_update</a>:</strong> polizeiupdate.de Bundespolizei <strong>Hannover</strong>: BPOLD-H: Bundespolizei für UEFA-Pokalspie.. <a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/link/1032448917')" href="http://tinyurl.com/54v6l4" target="_blank">http://tinyurl.com/54v6l4</a> (<a onclick="decodeUrl(this); return false;" href="http://search.twitter.com/search?q=hannover#">expand</a><img src="http://search.twitter.com/images/expanding.gif?1227655973" border="0" alt="" width="30" height="7" align="bottom" />)<br />
about 4 hours ago · <a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/reply/polizei_update');" href="http://twitter.com/home?status=@polizei_update" target="_blank">Reply</a> · <a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/status/1032448917');" href="http://twitter.com/polizei_update/statuses/1032448917" target="_blank">View Tweet</a></li>
</ul>
<p>Hier twittert also jemand mit der Bezeichnung <em>polizei_update</em> und hat vor vier Stunden eine Information über ein &#8220;UEFA-Pokalspie&#8230;&#8221; geschrieben. Mehr gibt’s unter der genannten Internet-Adresse. Bei tinyurl handelt es sich um einen Internet-Adressen-Verkürzer-Dienst. Anstatt der ellenlangen Adresse</p>
<blockquote><p><a href="http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/70246/1312370/bundespolizeidirektion_hannover/rss" target="_blank">http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/70246/1312370/bundespolizeidirektion_hannover/rss</a></p></blockquote>
<p>wurde hier die verkürzte Fassung</p>
<blockquote><p><a href="http://tinyurl.com/54v6l4">http://tinyurl.com/54v6l4</a></p></blockquote>
<p>eingetragen. Wer auf die kurze Adresse klickt, wird auf die lange umgeleitet &#8211; und erfährt so Näheres zu Plänen der Polizei zu einem Fußballspiel in Wolfsburg (so der Stand bei Veröffentlichung dieses Textes).</p>
<p><strong>Hintergrund: </strong>Twitter-Beiträge sind auf 140 Zeichen begrenzt. Will man diesen Polizeiinfodienst ständig in seiner persönlichen Sammlung haben, erkundet man seinen „Tweet“: Das ist der Nachrichtenstrom, den <em>polizei_update</em> durch ständig neue Meldungen generiert. Einfach aufs Logo oder auf „View Tweet“ klicken, dann landet man bei <a href="http://twitter.com/polizei_update" target="_blank">http://twitter.com/polizei_update</a> – und kann über das unscheinbare Feld „Follow“ unterhalb des Hubschrauber-Bildes sich als Follower, als Abonnent, eintragen.</p>
<p><strong>Die Folge:</strong> Künftig erhält man auf seiner persönlichen Homepage http://twitter.com/<em>pseudonym</em> sämtliche Beiträge dieses Dienstes angezeigt.</p>
<p>Mühsam? Gewiss. Spannend wird dieses Abonnieren erst dann, wenn man das Geschreibe und Gequatsche mit anderen Dimensionen verknüpft: Zeit, Ort, Verfolgern und Verfolgten, Mininetzwerken ohne wirtschaftlichem Hintergrund irgend eines großen Konzerns. Ganz simpel beispielsweise, wenn man einmal nachschaut, wen andere im Netz abonniert haben.</p>
<p>Schauen wir beispielsweise einmal auf <a href="http://twitter.com/hazde" target="_blank">http://twitter.com/hazde</a> – dort twittern Mitarbeiter der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Oben rechts sind zwei Zahlen genannt: „194 following_me“ und „140 followers_me“. Das heißt: Die HAZ-Leute selbst verfolgen, was 194 andere alltäglich twittern.</p>
<p>Was die HAZ im Twitter-Universum schreibt, erhalten 140 offensichtlich Interessierte bei sich auf dem Schirm, wenn sie sich mit Twitter beschäftigen.</p>
<p>Beide Zahlen sind anklickbar. Und so stellt man etwa fest, dass unter den Interessierten an dem Dienst so Pseudonyme wie zoomer_de, dieterbohlen (ja, der echte), SPDNDS, klingbeil09, weltkompakt, saschalobo und DerWesten eingetragen sind. Mit wenigen Klicks kann man sich wie die HAZ-Leute als Follower dieser Anbieter eintragen: erst aufs Logo, dann auf „Follow“ gehen.</p>
<p><strong>Zusatzdienste am Rechner entfalten den Charme von Twitter</strong></p>
<p>Mühsam ist es allerdings, wenn man sich über die Twitter-Beiträge dieser Nutzer auf dem Laufenden halten möchte. Der Weg über die eigene Homepage http://twitter.com/<em>pseudonym</em> macht auf Dauer keinen Spaß, um alle diese Beiträge nachzulesen. <strong>[Update:</strong> Das hat auch <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">Holger Schmidt</a> von der FAZ in einer <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/04/29/daempfer-fuer-twitter-60-prozent-der-nutzer-kehren-nicht-zurueck.aspx" target="_blank">Analyse</a> vorgestellt. Die Webseite wirkt abschreckend, 60 Prozent der Erstnutzer kehren nicht zurück.]</p>
<p>Seinen ganzen Charme und konkreten Nutzen entfaltet Twitter erst dann, wenn man unmittelbar nach Einstellen neuer Nachrichten aus seinem Netz darüber informiert wird.</p>
<p><strong>Das geht so.</strong> Nutzer des Browsers Firefox können sich ein Addon (also eine Programmerweiterung) namens Twitterfox installieren. Das gibt es hier: <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/5081" target="_blank">https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/5081</a> – einfach „Zu Firefox hinzufügen“ anklicken und „installieren“, schon wird diese Minisoftware einen Firefox-Neustart später als kleines Symbol unten rechts angezeigt. Hier hinterlegt man mit einem Rechtsklick (unter Windows) seine Zugangsdaten zu Twitter, und dass das Miniprogramm beispielsweise „alle 3 Minuten“ nachschauen soll, ob neue Nachrichten aus dem persönlichen Twitter-Universum vorliegen. Fortan poppt aus dem kleinen Twitter-t unten rechts im Browser ein Fenster hoch, sobald andere etwas in ihren Nachrichtenfenster eingetragen haben. Persönlich kann man direkt darunter in einer Eingabezeile antworten.</p>
<p><strong>Aber Vorsicht:</strong> Was man hier hineinschreibt, wird per Google- oder Twitter-Suche auffindbar. Persönliche Botschaften sollte man in diesem Modus besser vermeiden. Die zweite Crux: Direkt zu sehen, also beispielsweise innerhalb eines hochfahrenden Twitterfox-Fensters, bekommen diese Eintragungen nur diejenigen, die sich als Ihr „Follower“ eingetragen haben. Es nützt also nichts, wenn Sie sich erst als „Follower“ von „LarsHinrichs“, dem Chef von Xing, eintragen und ihm dann in Ihrem persönlichen Nachrichtenstrom („Tweed“) auf seine Verärgerung über dpa antworten. „LarsHinrichs“, der Echte, muss Sie selbst für interessant genug befunden haben, Ihnen zu „followen“. Jeder sucht sich eben selbst seine interessantesten Quellen.</p>
<p>Hinrichs hat laut seiner Homepage <a href="http://twitter.com/larshinrichs" target="_blank">http://twitter.com/larshinrichs</a> 133 Quellen, die ihn interessieren. Mehr als zehnmal so viele Twitternutzer verfolgen dagegen die Kurznachrichten des Geschäftsmanns.</p>
<p><strong>Nicht alles Twittern ist öffentlich</strong></p>
<p>Neben diesen stets öffentlichen Beiträgen gibt es außerdem die Möglichkeit, anderen zu antworten oder ihnen eine „direkte“ Antwort zukommen zu lassen. Die normale Antwort bekommt der andere in einem gesonderten Bereich namens „Replies“ von Twitter angezeigt. Dazu schreibt man das Pseudonym des Angeschriebenen mit einem davorgestellten @ in seine Botschaft.</p>
<p>Schreiben Sie also „@homofaber Netter Text“ in Twitter, erhalte ich diese Nachricht gesondert angezeigt, kann sie also unschwer übersehen – aber auch andere bekommen diese Nachricht zu sehen, sofern die anderen zu Ihren Followern gehören.  Die „direkte“ Antwort bekommt der Angeschriebene dagegen nur alleine zu sehen. Dazu setzt man ein „d“ gefolgt von einem Leerzeichen vor seine Botschaft. Dann erhält der Angeschriebene zusätzlich eine Mail mit dem Inhalt.</p>
<p>Schreiben Sie also „d homofaber Habe eine vertrauliche Info für Dich“. Bei Google &amp; Co. werden diese persönlichen Nachrichten nicht gefunden. Wer will, kann seinen persönlichen Nachrichtenstrom auch komplett unöffentlich machen. Mit der entsprechenden Einstellung im Twitter-Menü erhalten andere nur durch personalisierte Freischaltung Zugriff auf die Kurznachrichten.</p>
<p><strong>Viele andere Dienste nutzen Twitter und begründen neue Funktionen</strong></p>
<p>Steigt man tiefer ins Twitter-Universum ein, ergeben sich unzählige auf dem System aufbauende Funktionen. Die Twitter-Leute aus den USA haben ihre Datenbank weitgehend für andere Dienste zugänglich gemacht. Mit dem Erfolg dieses nicht nur browserbasierten Kurznachrichtendienstes springen viele weitere Firmen mit nützlichen Anwendungen auf. Fachleute nennen das <em>Mashups</em>: miteinander vernetzte Netze.</p>
<p>Einer davon ist <a href="http://twittermap.com" target="_blank">twittermap.com</a>: Der Dienst hat eine Weltkarte mit der Twitterdatenbank verknüpft. Dort lässt sich auf die Schnelle herausfinden, wo beispielsweise in Mumbai, dem indischen Bombai, zuletzt Twitterfreunde aktiv waren. Während der Terrorangriffe in der indischen Wirtschaftsstadt nutzten einige Nachrichtensender wie CNN und die britische BBC diese Funktion, um Kontakt zu ortsansässigen Internet-Nutzern herzustellen. Auf die Schnelle abonniert, erhalten Journalisten auf diesem Weg Zugang zu Fremden, können ihnen direkte Fragen zum Geschehen stellen und eine Telefonnummer für weitergehende Informationen erfragen.</p>
<p>Hintergrund ist die so genannte Geoinformation, die man als Twitter-Nutzer zusätzlich hinterlegen kann. Darin legt man fest, wo man sich gerade befindet. Eine Angabe wie „L: Hannover, Germany“ hinterlegt etwa die „Location“ (Ortsangabe) <em>Hannover</em> in dem Dienst – und fortan finden andere über Twitter, Twittermap oder weitere Twitterdienste auch Ihre Beiträge aus diesem Standort.</p>
<p><strong>Diese Geoinformation</strong> eröffnet eine weitere Dimension. Zunehmend können Handys diese Angaben über ihren Standort mitversenden – sei es eine schriftliche Angabe wie der Name der Stadt oder eine mathematische Angabe in Breiten- und Längengraden.</p>
<p>Fürs iPhone von Apple beispielsweise gibt es kostengünstige Software wie den Twittelator Pro, mit dem man unterwegs bequem „mal eben“ twittern kann. Die Software ist in der Lage, Twitter-Feeds aus der näheren Umgebung anzuzeigen, etwa in einem Umkreis von 25 Kilometern. Da liegt es nahe, in einer fremden Stadt mal eben die Twitter-Nutzer aus der Umgebung <em>anzutwittern</em>: „Bin neu in Hannover, suche über Twitter – suche eine Kneipe mit gutem Guinness. Empfehlungen?“ Gegenwärtig nutzen zwar vor allem die „early adopters“, die ständigen Erstnutzer neuer Technik Twitter, so dass man keinen repräsentativen Querschnitt von Antworten erwarten darf. Aber für neue Kontakte taugt der Dienst allemal.</p>
<p><strong>Für den Journalismus</strong> ergeben sich zusätzlich neue Quellen, ein weiterer Nachrichtenkanal: Über den Dienst <a href="http://hashtags.org" target="_blank">http://hashtags.org</a> im Zusammenspiel mit <a href="http://twitterfeed.com">http://twitterfeed.com</a> ist es beispielsweise mit geringem Aufwand möglich, das Twitteruniversum anhand bestimmter Suchbegriffe zu verfolgen. Immer wenn jemand irgendwo in der Welt das Stichwort „<em>Hannover</em>“ eintwittert, erhält man beispielsweise solche Nachrichten. Da ist dann natürlich viel Irrelevantes dabei. Aber als neulich im hannoverschen Hauptbahnhof die Züge still standen und es zu langen Verspätungen kam, war es der Twitterdienst, der auf diesem Weg Eingang in die Berichterstattung der Zeitung fand.</p>
<p>Ein Twitter-Teilnehmer hatte gefragt, warum die Züge still stehen, ein anderer konnte kurz darauf als Auskunft geben, dass es einen Suizid gegeben habe. Ein Polizeireporter bekam diese Information mit, fragte offiziell bei der Pressestelle der Bahn nach. Sie bewahrheitete sich. Kurz darauf erschien die Meldung darüber im Online-Dienst der Zeitung. Pressestellen, Nachrichtenagenturen und etablierte Medien dürften durch Twitter zusätzlich getrieben werden, aktuell und sicher zu berichten.</p>
<p><strong>Retwittering verbreitet Gerüchte</strong></p>
<p>An der klassischen journalistischen Regel, eine zweite Quelle für eine bestimmte Information einzuholen, dürfte allerdings auch in Zukunft kein Weg vorbei führen. Falschmeldungen pflanzen sich über Twitter ebenso schnell fort, weil es vielfach praktiziert wird, Gelesenes als „Retwittering“ oder kurz „RT“ ungeprüft weiterzuverbreiten. Da bekommt man dann beispielsweise  aus seinem persönlichen Twitter-Universum sinngemäß die Mitteilung <em>„RT: @xyz Indische Regierung bittet darum, Twitter-Dienst wegen der Angriffe in Mumbai einzustellen“.</em> Die Quelle <em>xyz</em> ist dabei kaum zuverlässig – und auch wenn man bei <em>xyz</em> nachschlägt, wen derjenige abonniert hat, verläuft die Recherche im Sande.</p>
<p>Weitere Suchen über <a href="http://search.twitter.com" target="_blank">search.twitter.com</a> und Google verlaufen ebenso – und als einzige Botschaft bleibt am Ende: Die indische Regierung hat die Medien lediglich <em>allgemein</em> dazu aufgerufen, zurückhaltend zu berichten, um den Terroristen keine zusätzlichen Informationen über die Vorhaben der Antiterrorkräfte zu geben. Keine Rede davon, dass ausgerechnet Twitter noch schneller als das Fernsehen sei. Im Detail eine Falschmeldung.</p>
<p>Hardcore-Twitter-Nutzer werden über Dienste wie <a href="http://monitter.com" target="_blank">http://monitter.com</a> zusätzlich bedient &#8211; dort laufen auf Basis eingestellter Stichwörter nahezu in Echtzeit die Beiträge von Twitter-Nutzern ein &#8211; von vielen Enthusisasten ebenso wie von Nachrichtenmedien. Mit entsprechender Programmierung lassen sich so auch Kanäle programmieren, die alle seriösen Eilmeldungsdienste dieser Welt vereinen. &#8220;<a href="http://twitter.com/spiegel_eil" target="_blank">Spiegel_Eil</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://twitter.com/BreakingNewsOn">BreakingNewsOn</a>&#8221; sind zwei solche Dienste.</p>
<p>Auch Falschmeldungen und unbestätigte Gerüchte bekommen über Twitter so eine zusätzliche und gefährliche Dynamik. Fraglich ist auch noch, wie das Genre sich handhaben lässt, wenn immer mehr Nutzer mitmachen. Journalisten werden auch künftig ihre Arbeit machen müssen, Nachrichten zu überprüfen. Aber sie bekommen über Twitter einen neuen Weg mit geringerer Hürde zu bestimmten Lesern.</p>
<p>Twitter-Nutzer können auf den zur Verfügung stehenden 140 Zeichen (nicht Zeilen) mal eben schnell hinausposaunen, dass Züge im Bahnhof zwei Stunden Verspätung haben; ob das stimmt und warum das so ist und ob das eine Nachricht ist, müssen weiterhin und künftig noch viel besser als bisher Journalisten bewerten und beschreiben.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze</em></p>
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