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	<title>homofaber.com &#187; homofaber</title>
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	<description>Notizen zur Kultur Technik</description>
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		<title>Tweetranking: Eine feine Sache &#8211; für Medienmenschen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 23:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine feine Sache, mit der uns Holger Schmidt von der FAZ überrascht hat. Seine Seite Tweetranking ermöglicht, Twitizen, also Nutzer des sozialen Netzwerkes Twitter, kurz und knapp per Mausklick zu empfehlen &#8212; so dass auf Dauer ein Linkverzeichnis empfehlenswerter und weniger empfehlenswerter Twitter-Protagonisten zu bestimmten Themen entsteht. Vorausgesetzt, die Macher bekommen den erwartungsgemäß umgehend angesprungenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine feine Sache, mit der uns <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">Holger Schmidt</a> von der FAZ überrascht hat. Seine Seite <a href="http://tweetranking.com" target="_blank">Tweetranking</a> ermöglicht, <em>Twitizen</em>, also Nutzer des sozialen Netzwerkes Twitter, kurz und knapp per Mausklick zu empfehlen &#8212; so dass auf Dauer ein Linkverzeichnis empfehlenswerter und weniger empfehlenswerter Twitter-Protagonisten zu bestimmten Themen entsteht. Vorausgesetzt, die Macher bekommen den erwartungsgemäß umgehend angesprungenen Spam in den Griff.</p>
<p><span id="more-474"></span>Tweetranking ist als Beta gestartet und hat vom Start weg die üblichen Verdächtigen der Twitter-Szene in Deutschland erfasst. Die Webseite erweitert das soziale Netzwerk Twitter um eine Empfehlungskomponente: Wer von den aktiven Twitternutzern ist es wert, gelesen und dauerhaft <em>gefollowt</em> zu werden? &#8220;Ich empfehle @XY in den Kategorien YZ&#8221; &#8211; so lautet das auszufüllende Eingabefeld von <a href="http://tweetranking.com" target="_blank">Tweetranking</a>. Wobei man dann kurz einträgt, welchen gerne gelesenen anderen Twitter-Nutzer man in einer selbst bestimmten Kategorie auch anderen Nutzern empfehlen möchte. So entstehen neue Listen, etwa in der Frage der empfehlenswerten <a href="http://tweetranking.com/tags/pr" target="_blank">PR-Leute</a>, <a href="http://tweetranking.com/tags/medien" target="_blank">Medien</a> und &#8220;<a href="http://tweetranking.com/tags/web-2-0" target="_blank">Web 2.0</a>&#8220;-Twitterer.</p>
<p><strong>Grundlegendes Twitternutzer-Verzeichnis</strong></p>
<p>Binnen weniger Stunden ist am Mittwoch ein erstes grundlegendes Verzeichnis der wortführenden Twitterer hier zu Lande entstanden. In Sachen &#8220;Web 2.0&#8243; wurden <a href="http://twitter.com/ibo" target="_blank">Ibo</a>, <a href="http://twitter.com/saschalobo" target="_blank">saschalobo</a> und <a href="http://twitter.com/talkabout" target="_blank">talkabout</a> von der Mehrheit der Tweetranking-Gemeinde empohlen. In Sachen &#8220;Journalismus&#8221; galten die Empfehlungen <a href="http://twitter.com/tknuewer">tknuewer</a>, <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">HolgerSchmidt</a> und <a href="http://twitter.com/sixtus" target="_blank">sixtus</a>. Und beim Hashtag (= der Kategorie) #Medien habe ich auf die Schnelle das <a href="http://tweetranking.com/users/HAZ" target="_blank">Twitter-Konto meines Arbeitgebers</a> per Empfehlung via <a href="http://twitter.com/haz" target="_blank">@HAZ</a> unseren Followern empfohlen, die dann dankenswerterweise uns zumindest vorerst, an diesem ersten Tag, an die Spitze in dieser Kategorie beförderten.</p>
<p>Die Spammer und Selbstbeförderer waren schnell auf den Plan gerufen, um sich selbst in diesen neuen Listen nach oben zu befördern. Mit mehreren Twitterkonten ist es ein Leichtes, sich selbst in diesen Listen nach oben zu pumpen. Frisch eingerichtete, von den Nutzern beigetragene Kategorien wie #rentacar, #leihwagen und #autovermietung wurden dann auch schnell von den passenden Verdächtigen oder deren Gefolgsleuten belegt.</p>
<p>Sicher werden Schmidt und seine Programmierer ein Konzept gegen mögliche Spammer ausbaldowern &#8211; wenn es nicht eh schon in der Schublade steckt. Man darf nicht vergessen, dass dieser Webauftritt eine Betaversion ist, zu der wir eingeladen sind und an der wir bereits teilhaben. Die nun veröffentlichte erste Umsetzung jedenfalls, in Sachen Design, Nutzerführung und Programmierung, lässt augenscheinlich keine großen weiteren Wünsche offen. Beim Einloggen gibt es noch beim ersten Mal Probleme, beim Einloggen unter anderem Konto ebenfalls. Das sind Peanuts, verknusbare und sicher lösbare.</p>
<p><strong>Mit machen Twitter-Medien-Menschen</strong></p>
<p>Was viel eher irritiert: Es scheint einen engen, einen ganz besonders engen Klub von Twitterenthusiasten in Deutschland zu geben, der kaum über die Zahl von 100 Mitgliedern hinausreicht. Mit machen aufs Neue jene Medienmenschen, die auch sonst aktiv sind: in den Zeitung-Online-Auftritten, in den PR-gestützen Webdiensten, in den engagiertesten, semiprofessionellen Blogs und in den von Öffentlich-rechtlich gesponsorten Internet-Diensten. Es ist die Journalisten-Online-Szene. Im Grunde gründen die Wortführer auf diesem Weg gerade ihre eine neue neue Kaste, einen Klub, der sich zunächst einmal mit sich selbst beschäftigt. Dass dort noch ganz andere Kategorien entstehen, sagen wir mal eine Sortierung der besten Bäcker, Fußballer, engagierter Erdgasfahrer oder Schwimmbeckenmaurer, ist nicht ausgemacht. Warum twittert mir mein Handwerker nicht, der gerade einen Auftrag im Garten erledigt, dass ihm die besondere Steinsorte ausgeht?</p>
<p>Twitter ist ein Medienmenschending.</p>
<p>Dort aber ist es ein gutes. Twitter und Google Wave &#8212; und den Ansatz dazu per Tweetranking durchdacht &#8212; könnte uns Medienmenschen ganz dauerhaft dabei helfen, nur die guten ins Kröpfchen und die schlechten ins Töpfen zu befördern &#8211; &#8220;die Nachrichten&#8221;: so, wie wir Medienleute schon heute professionell ganz unterschiedlich bewerten, was man in den Zeitungen auf Papier und in deren Online-Diensten liest; so, wie man eben auch eine Nachricht aus der &#8220;Bild&#8221; anders bewertet als aus der Tagesschau; und so, wie man gelegentlich eine seitenlange grammatikalisch mit Fehlern durchsetzte Zuschrift eines Lesers als wunderbares Thema einschätzt, das man dem Bürgermeister nur mal vorlegen muss: So entsteht hier gerade eine Bewertungsnetzwerk der Leistung von Journalisten. Künftig vergleichen sich dort nicht nur einzelne, sondern auch Medien, Blogger, Leser und Prominente. Und ich als Journalist weiß schon ganz prima einzuschätzen, was von BNO-&#8221;Breaking&#8221; im Vergleich zur dpa-Eilmeldung zu halten ist. Letzere ist langsamer, aber sicherer.</p>
<p><strong>Medienkritik</strong></p>
<p>Erstaunlich daran ist, dass nicht etwa die etablierten Fachzeitschriften wie der &#8220;Journalist&#8221; oder das &#8220;MediumMagazin&#8221; auf diese Idee des Bewertungssystems von Medien und Menschen gekommen sind. Erstaunlich ist, dass ein einzelner Redakteur dieses Ding anschiebt &#8211; und dass er es anschieben kann. Der Aufwand für solch ein Bewertungssystem in Sachen Programmierung ist offenbar gering. Mir selbst ist mit einer Fingerübung des URL-Verkürzungsdienstes <a href="http://j2j.de" target="_blank">http://j2j.de</a> die Idee eines eigenen Geschäfts als Versuch nicht fremd. Auf die Schnelle ist da vieles programmiert. Aber warum die größeren Medienunternehmen, die immer wieder neue &#8220;Labs&#8221; begründen und ausstatten, auf so etwas nicht kommen, das habe ich noch nicht verstanden.</p>
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		<title>Twitter-Experiment: In drei Tagen Followerzahl verdoppelt</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2009/03/twitter-experiment-in-drei-tagen-followerzahl-verdoppelt/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 01:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für ein Quatsch sind Followerzahlen. Beim Lesern der Tweets von Twitter-Nutzern hat man häufig einen Seitenblick darauf, wie viele andere dem Schreiber folgen. Und wenn man mit den Leuten ins Gespräch kommt, fragt man sich: Findet der auch sonst Beachtung? Folgen dem viele andere? Und bevor man sich jetzt intensiv um einen knackigen 140-Zeichen-Tweet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was für ein Quatsch sind Followerzahlen.</strong></p>
<p>Beim Lesern der Tweets von Twitter-Nutzern hat man häufig einen Seitenblick darauf, wie viele andere dem Schreiber folgen. Und wenn man mit den Leuten ins Gespräch kommt, fragt man sich: Findet der auch sonst Beachtung? Folgen dem viele andere? Und bevor man sich jetzt intensiv um einen knackigen 140-Zeichen-Tweet bemüht: Hat der womöglich nur Spammer als Follower? Und irgendwie bei seiner Twitter-Reputation geschummelt?</p>
<p>Seit dem vergangenen Wochenende weiß ich, wie einfach es ist, die Zahl der Follower auf die Schnelle zu verdoppeln. <span id="more-190"></span></p>
<p>Es ist völlig egal, dass ich seit den Anfängen in Twitter im vergangenen Herbst 2008 noch mit anderen Engagierten ums Followen, Refollowen, Nichtmehrfollowen und Zurückfollowen gestritten habe. Da gab&#8217;s mit zum Beispiel dem Twitter-Nutzer <a href="http://twitter.com/denquer" target="_blank">@denquer</a> eine durchaus beachtenswerte Diskussion drüber, ob man dem andern folgen muss, wenn der einem zurückfolgt. Es ging um die Twitteretiquette, das Ethos: Ich hör Dir zu, wenn Du mir zuhörst. Klartext damals: Hör mir zu!, denn ich hör Dir auch zu!</p>
<p>Im Frühjahr 2009 gilt das nicht mehr. Wenn allein die Zahl der Follower zählt, fällt die Twitteretiquette über Bord, und das Vorankommen gelingt mit wenigen Klicks ohne Rücksicht auf Verluste sehr viel einfacher.</p>
<p>Das notwendige Geklicke ist schnell erzählt.</p>
<p>In meinem Account <a href="http://twitter.com/homofaber" target="_blank">@homofaber</a> habe ich die 08/15-Technik des Followens Etablierter übers vergangene Wochenende angewandt. Ich folgte binnen einer Stunde allen jenen etablierten Twitter-Schreibern, die in der Regel sofort zurückfollowen. Ungefähr 500 Leute oder besser:  500 Twitter-Accounts habe ich bepudert. Seit Freitagabend habe ich alle diese Twitter-Accounts befollowt, die bekanntermaßen umgehend zurückfollowen.</p>
<p>Seitdem ist die Zahl meiner Follower von 420 auf ~810 hochgeschossen. Da kommen irgendwelche SEO-, Twitter-, Social-Community-Experten vor allem aus den USA aus den Startlöchern. Und es geht ohne mein weiteres Zutun weiter. Denn offenbar verfolgen viele weitere Twitternutzer und Twitterbots, wer sich als Neufollower bei den Etablierten eingetragen hat. Diese folgen mir nun ebenfalls. Wahrscheinlich habe ich in Kürze mit dieser einen Stunde &#8220;Arbeit&#8221; mehr als 1000 Follower.</p>
<p>Ehrlich war das nicht. Mich haben nicht die Leute interessiert, die da tweeten, sondern es ging mir darum, die Mechanik von Twitter auszuloten. Und die ist wirklich 08/15. Wer&#8217;s drauf anlegt, kann hier ganz schnell ganz vorne auftauchen.</p>
<p>Wenn ich nun also in irgendwelchen Twitter-Hitparaden weit vorne erscheinen sollte: Es war ein Experiment. Meinen Account @homofaber werde ich wieder bereinigen. Aber das wird schwierig: Ich schätze, dass mir die Unfollower nicht so hold sind wie die Follower. Gezählte Beziehungen sind bei Twitter die Währung. Ich plädiere dafür, künftig auf die Qualität der Beziehung zu achten.</p>
<p>Klingt wie Real Life. Werde jetzt erstmal <a href="http://twitter.com/denquer" target="_blank">@denquer</a> refollowen.</p>
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		<title>Zum Lesen am Kaminofen: Twitter für Einsteiger</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2008/12/twitter-fur-einsteiger/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 23:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für Einsteiger bedeutet Twitter zunächst eine schwer durchschaubare Mechanik. Klar: Unter twitter.com sich kostenlos mit einem Pseudonym anzumelden dürfte noch jedem Internet-Surfer gelingen. Und dann? Hier ein paar Handreichungen, um die Faszination, Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Twitter zu ergründen. Da ist man also frisch im sozialen Netzwerk Twitter angemeldet und doch erst mal allein. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/01/twitter-logo.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-101" title="twitter-logo" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/01/twitter-logo.gif" alt="" width="174" height="174" /></a></p>
<p>Für Einsteiger bedeutet Twitter zunächst eine schwer durchschaubare Mechanik. Klar: Unter <a href="http://twitter.com" target="_blank">twitter.com</a> sich kostenlos mit einem Pseudonym anzumelden dürfte noch jedem Internet-Surfer gelingen. Und dann?</p>
<p>Hier ein paar Handreichungen, um die<strong> Faszination, Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Twitter </strong>zu ergründen.</p>
<p><span id="more-67"></span></p>
<p><a href="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/01/twitter-logo.gif"> </a></p>
<p>Da ist man also frisch im sozialen Netzwerk Twitter angemeldet und doch erst mal allein. Die eigene Homepage findet sich unter twitter.com/<em>pseudonym</em>, wobei hinter dem Schrägstrich das bei der Anmeldung gewählte Pseudonym wie zum Beispiel homofaber oder hazde einzutragen ist, also <a href="http://twitter.com/homofaber">http://twitter.com/homofaber</a> beziehungsweise <a href="http://twitter.com/hazde" target="_blank">http://twitter.com/hazde</a> <strong>[Update:</strong> mittlerweile <a href="http://twitter.com/haz" target="_blank">http://twitter.com/haz</a>]. Das ist die eigene Twitter-Seite. Wie findet man nun andere Nutzer? Die im Menü angebotene Suchen-Funktion von Twitter ist dafür weitgehend unbrauchbar. Hier kann man nur nach Mail-Adressen suchen. Es gilt, weiter zu forschen.</p>
<p>Statt dessen sollte man auf die versteckte Suche von Twitter wechseln: <a href="http://search.twitter.com" target="_blank">http://search.twitter.com</a>. Hier kann man nach Stichworten im Twitter-Universum suchen – und so recht schnell zum Beispiel die jüngsten Beiträge finden, in denen Wörter wie „Hannover“, „Mumbai“ oder „Britney“ vorkommen.</p>
<p>Neben viel persönlichem Gequatsche von Unbekannten taucht so möglicherweise der eine oder andere interessante Beitrag auf. Nachrichtenmenschen stoßen vielleicht auf diesen Eintrag:</p>
<ul>
<li><strong><a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/to/polizei_update');" href="http://twitter.com/polizei_update" target="_blank">polizei_update</a>:</strong> polizeiupdate.de Bundespolizei <strong>Hannover</strong>: BPOLD-H: Bundespolizei für UEFA-Pokalspie.. <a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/link/1032448917')" href="http://tinyurl.com/54v6l4" target="_blank">http://tinyurl.com/54v6l4</a> (<a onclick="decodeUrl(this); return false;" href="http://search.twitter.com/search?q=hannover#">expand</a><img src="http://search.twitter.com/images/expanding.gif?1227655973" border="0" alt="" width="30" height="7" align="bottom" />)<br />
about 4 hours ago · <a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/reply/polizei_update');" href="http://twitter.com/home?status=@polizei_update" target="_blank">Reply</a> · <a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/status/1032448917');" href="http://twitter.com/polizei_update/statuses/1032448917" target="_blank">View Tweet</a></li>
</ul>
<p>Hier twittert also jemand mit der Bezeichnung <em>polizei_update</em> und hat vor vier Stunden eine Information über ein &#8220;UEFA-Pokalspie&#8230;&#8221; geschrieben. Mehr gibt’s unter der genannten Internet-Adresse. Bei tinyurl handelt es sich um einen Internet-Adressen-Verkürzer-Dienst. Anstatt der ellenlangen Adresse</p>
<blockquote><p><a href="http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/70246/1312370/bundespolizeidirektion_hannover/rss" target="_blank">http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/70246/1312370/bundespolizeidirektion_hannover/rss</a></p></blockquote>
<p>wurde hier die verkürzte Fassung</p>
<blockquote><p><a href="http://tinyurl.com/54v6l4">http://tinyurl.com/54v6l4</a></p></blockquote>
<p>eingetragen. Wer auf die kurze Adresse klickt, wird auf die lange umgeleitet &#8211; und erfährt so Näheres zu Plänen der Polizei zu einem Fußballspiel in Wolfsburg (so der Stand bei Veröffentlichung dieses Textes).</p>
<p><strong>Hintergrund: </strong>Twitter-Beiträge sind auf 140 Zeichen begrenzt. Will man diesen Polizeiinfodienst ständig in seiner persönlichen Sammlung haben, erkundet man seinen „Tweet“: Das ist der Nachrichtenstrom, den <em>polizei_update</em> durch ständig neue Meldungen generiert. Einfach aufs Logo oder auf „View Tweet“ klicken, dann landet man bei <a href="http://twitter.com/polizei_update" target="_blank">http://twitter.com/polizei_update</a> – und kann über das unscheinbare Feld „Follow“ unterhalb des Hubschrauber-Bildes sich als Follower, als Abonnent, eintragen.</p>
<p><strong>Die Folge:</strong> Künftig erhält man auf seiner persönlichen Homepage http://twitter.com/<em>pseudonym</em> sämtliche Beiträge dieses Dienstes angezeigt.</p>
<p>Mühsam? Gewiss. Spannend wird dieses Abonnieren erst dann, wenn man das Geschreibe und Gequatsche mit anderen Dimensionen verknüpft: Zeit, Ort, Verfolgern und Verfolgten, Mininetzwerken ohne wirtschaftlichem Hintergrund irgend eines großen Konzerns. Ganz simpel beispielsweise, wenn man einmal nachschaut, wen andere im Netz abonniert haben.</p>
<p>Schauen wir beispielsweise einmal auf <a href="http://twitter.com/hazde" target="_blank">http://twitter.com/hazde</a> – dort twittern Mitarbeiter der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Oben rechts sind zwei Zahlen genannt: „194 following_me“ und „140 followers_me“. Das heißt: Die HAZ-Leute selbst verfolgen, was 194 andere alltäglich twittern.</p>
<p>Was die HAZ im Twitter-Universum schreibt, erhalten 140 offensichtlich Interessierte bei sich auf dem Schirm, wenn sie sich mit Twitter beschäftigen.</p>
<p>Beide Zahlen sind anklickbar. Und so stellt man etwa fest, dass unter den Interessierten an dem Dienst so Pseudonyme wie zoomer_de, dieterbohlen (ja, der echte), SPDNDS, klingbeil09, weltkompakt, saschalobo und DerWesten eingetragen sind. Mit wenigen Klicks kann man sich wie die HAZ-Leute als Follower dieser Anbieter eintragen: erst aufs Logo, dann auf „Follow“ gehen.</p>
<p><strong>Zusatzdienste am Rechner entfalten den Charme von Twitter</strong></p>
<p>Mühsam ist es allerdings, wenn man sich über die Twitter-Beiträge dieser Nutzer auf dem Laufenden halten möchte. Der Weg über die eigene Homepage http://twitter.com/<em>pseudonym</em> macht auf Dauer keinen Spaß, um alle diese Beiträge nachzulesen. <strong>[Update:</strong> Das hat auch <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">Holger Schmidt</a> von der FAZ in einer <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/04/29/daempfer-fuer-twitter-60-prozent-der-nutzer-kehren-nicht-zurueck.aspx" target="_blank">Analyse</a> vorgestellt. Die Webseite wirkt abschreckend, 60 Prozent der Erstnutzer kehren nicht zurück.]</p>
<p>Seinen ganzen Charme und konkreten Nutzen entfaltet Twitter erst dann, wenn man unmittelbar nach Einstellen neuer Nachrichten aus seinem Netz darüber informiert wird.</p>
<p><strong>Das geht so.</strong> Nutzer des Browsers Firefox können sich ein Addon (also eine Programmerweiterung) namens Twitterfox installieren. Das gibt es hier: <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/5081" target="_blank">https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/5081</a> – einfach „Zu Firefox hinzufügen“ anklicken und „installieren“, schon wird diese Minisoftware einen Firefox-Neustart später als kleines Symbol unten rechts angezeigt. Hier hinterlegt man mit einem Rechtsklick (unter Windows) seine Zugangsdaten zu Twitter, und dass das Miniprogramm beispielsweise „alle 3 Minuten“ nachschauen soll, ob neue Nachrichten aus dem persönlichen Twitter-Universum vorliegen. Fortan poppt aus dem kleinen Twitter-t unten rechts im Browser ein Fenster hoch, sobald andere etwas in ihren Nachrichtenfenster eingetragen haben. Persönlich kann man direkt darunter in einer Eingabezeile antworten.</p>
<p><strong>Aber Vorsicht:</strong> Was man hier hineinschreibt, wird per Google- oder Twitter-Suche auffindbar. Persönliche Botschaften sollte man in diesem Modus besser vermeiden. Die zweite Crux: Direkt zu sehen, also beispielsweise innerhalb eines hochfahrenden Twitterfox-Fensters, bekommen diese Eintragungen nur diejenigen, die sich als Ihr „Follower“ eingetragen haben. Es nützt also nichts, wenn Sie sich erst als „Follower“ von „LarsHinrichs“, dem Chef von Xing, eintragen und ihm dann in Ihrem persönlichen Nachrichtenstrom („Tweed“) auf seine Verärgerung über dpa antworten. „LarsHinrichs“, der Echte, muss Sie selbst für interessant genug befunden haben, Ihnen zu „followen“. Jeder sucht sich eben selbst seine interessantesten Quellen.</p>
<p>Hinrichs hat laut seiner Homepage <a href="http://twitter.com/larshinrichs" target="_blank">http://twitter.com/larshinrichs</a> 133 Quellen, die ihn interessieren. Mehr als zehnmal so viele Twitternutzer verfolgen dagegen die Kurznachrichten des Geschäftsmanns.</p>
<p><strong>Nicht alles Twittern ist öffentlich</strong></p>
<p>Neben diesen stets öffentlichen Beiträgen gibt es außerdem die Möglichkeit, anderen zu antworten oder ihnen eine „direkte“ Antwort zukommen zu lassen. Die normale Antwort bekommt der andere in einem gesonderten Bereich namens „Replies“ von Twitter angezeigt. Dazu schreibt man das Pseudonym des Angeschriebenen mit einem davorgestellten @ in seine Botschaft.</p>
<p>Schreiben Sie also „@homofaber Netter Text“ in Twitter, erhalte ich diese Nachricht gesondert angezeigt, kann sie also unschwer übersehen – aber auch andere bekommen diese Nachricht zu sehen, sofern die anderen zu Ihren Followern gehören.  Die „direkte“ Antwort bekommt der Angeschriebene dagegen nur alleine zu sehen. Dazu setzt man ein „d“ gefolgt von einem Leerzeichen vor seine Botschaft. Dann erhält der Angeschriebene zusätzlich eine Mail mit dem Inhalt.</p>
<p>Schreiben Sie also „d homofaber Habe eine vertrauliche Info für Dich“. Bei Google &amp; Co. werden diese persönlichen Nachrichten nicht gefunden. Wer will, kann seinen persönlichen Nachrichtenstrom auch komplett unöffentlich machen. Mit der entsprechenden Einstellung im Twitter-Menü erhalten andere nur durch personalisierte Freischaltung Zugriff auf die Kurznachrichten.</p>
<p><strong>Viele andere Dienste nutzen Twitter und begründen neue Funktionen</strong></p>
<p>Steigt man tiefer ins Twitter-Universum ein, ergeben sich unzählige auf dem System aufbauende Funktionen. Die Twitter-Leute aus den USA haben ihre Datenbank weitgehend für andere Dienste zugänglich gemacht. Mit dem Erfolg dieses nicht nur browserbasierten Kurznachrichtendienstes springen viele weitere Firmen mit nützlichen Anwendungen auf. Fachleute nennen das <em>Mashups</em>: miteinander vernetzte Netze.</p>
<p>Einer davon ist <a href="http://twittermap.com" target="_blank">twittermap.com</a>: Der Dienst hat eine Weltkarte mit der Twitterdatenbank verknüpft. Dort lässt sich auf die Schnelle herausfinden, wo beispielsweise in Mumbai, dem indischen Bombai, zuletzt Twitterfreunde aktiv waren. Während der Terrorangriffe in der indischen Wirtschaftsstadt nutzten einige Nachrichtensender wie CNN und die britische BBC diese Funktion, um Kontakt zu ortsansässigen Internet-Nutzern herzustellen. Auf die Schnelle abonniert, erhalten Journalisten auf diesem Weg Zugang zu Fremden, können ihnen direkte Fragen zum Geschehen stellen und eine Telefonnummer für weitergehende Informationen erfragen.</p>
<p>Hintergrund ist die so genannte Geoinformation, die man als Twitter-Nutzer zusätzlich hinterlegen kann. Darin legt man fest, wo man sich gerade befindet. Eine Angabe wie „L: Hannover, Germany“ hinterlegt etwa die „Location“ (Ortsangabe) <em>Hannover</em> in dem Dienst – und fortan finden andere über Twitter, Twittermap oder weitere Twitterdienste auch Ihre Beiträge aus diesem Standort.</p>
<p><strong>Diese Geoinformation</strong> eröffnet eine weitere Dimension. Zunehmend können Handys diese Angaben über ihren Standort mitversenden – sei es eine schriftliche Angabe wie der Name der Stadt oder eine mathematische Angabe in Breiten- und Längengraden.</p>
<p>Fürs iPhone von Apple beispielsweise gibt es kostengünstige Software wie den Twittelator Pro, mit dem man unterwegs bequem „mal eben“ twittern kann. Die Software ist in der Lage, Twitter-Feeds aus der näheren Umgebung anzuzeigen, etwa in einem Umkreis von 25 Kilometern. Da liegt es nahe, in einer fremden Stadt mal eben die Twitter-Nutzer aus der Umgebung <em>anzutwittern</em>: „Bin neu in Hannover, suche über Twitter – suche eine Kneipe mit gutem Guinness. Empfehlungen?“ Gegenwärtig nutzen zwar vor allem die „early adopters“, die ständigen Erstnutzer neuer Technik Twitter, so dass man keinen repräsentativen Querschnitt von Antworten erwarten darf. Aber für neue Kontakte taugt der Dienst allemal.</p>
<p><strong>Für den Journalismus</strong> ergeben sich zusätzlich neue Quellen, ein weiterer Nachrichtenkanal: Über den Dienst <a href="http://hashtags.org" target="_blank">http://hashtags.org</a> im Zusammenspiel mit <a href="http://twitterfeed.com">http://twitterfeed.com</a> ist es beispielsweise mit geringem Aufwand möglich, das Twitteruniversum anhand bestimmter Suchbegriffe zu verfolgen. Immer wenn jemand irgendwo in der Welt das Stichwort „<em>Hannover</em>“ eintwittert, erhält man beispielsweise solche Nachrichten. Da ist dann natürlich viel Irrelevantes dabei. Aber als neulich im hannoverschen Hauptbahnhof die Züge still standen und es zu langen Verspätungen kam, war es der Twitterdienst, der auf diesem Weg Eingang in die Berichterstattung der Zeitung fand.</p>
<p>Ein Twitter-Teilnehmer hatte gefragt, warum die Züge still stehen, ein anderer konnte kurz darauf als Auskunft geben, dass es einen Suizid gegeben habe. Ein Polizeireporter bekam diese Information mit, fragte offiziell bei der Pressestelle der Bahn nach. Sie bewahrheitete sich. Kurz darauf erschien die Meldung darüber im Online-Dienst der Zeitung. Pressestellen, Nachrichtenagenturen und etablierte Medien dürften durch Twitter zusätzlich getrieben werden, aktuell und sicher zu berichten.</p>
<p><strong>Retwittering verbreitet Gerüchte</strong></p>
<p>An der klassischen journalistischen Regel, eine zweite Quelle für eine bestimmte Information einzuholen, dürfte allerdings auch in Zukunft kein Weg vorbei führen. Falschmeldungen pflanzen sich über Twitter ebenso schnell fort, weil es vielfach praktiziert wird, Gelesenes als „Retwittering“ oder kurz „RT“ ungeprüft weiterzuverbreiten. Da bekommt man dann beispielsweise  aus seinem persönlichen Twitter-Universum sinngemäß die Mitteilung <em>„RT: @xyz Indische Regierung bittet darum, Twitter-Dienst wegen der Angriffe in Mumbai einzustellen“.</em> Die Quelle <em>xyz</em> ist dabei kaum zuverlässig – und auch wenn man bei <em>xyz</em> nachschlägt, wen derjenige abonniert hat, verläuft die Recherche im Sande.</p>
<p>Weitere Suchen über <a href="http://search.twitter.com" target="_blank">search.twitter.com</a> und Google verlaufen ebenso – und als einzige Botschaft bleibt am Ende: Die indische Regierung hat die Medien lediglich <em>allgemein</em> dazu aufgerufen, zurückhaltend zu berichten, um den Terroristen keine zusätzlichen Informationen über die Vorhaben der Antiterrorkräfte zu geben. Keine Rede davon, dass ausgerechnet Twitter noch schneller als das Fernsehen sei. Im Detail eine Falschmeldung.</p>
<p>Hardcore-Twitter-Nutzer werden über Dienste wie <a href="http://monitter.com" target="_blank">http://monitter.com</a> zusätzlich bedient &#8211; dort laufen auf Basis eingestellter Stichwörter nahezu in Echtzeit die Beiträge von Twitter-Nutzern ein &#8211; von vielen Enthusisasten ebenso wie von Nachrichtenmedien. Mit entsprechender Programmierung lassen sich so auch Kanäle programmieren, die alle seriösen Eilmeldungsdienste dieser Welt vereinen. &#8220;<a href="http://twitter.com/spiegel_eil" target="_blank">Spiegel_Eil</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://twitter.com/BreakingNewsOn">BreakingNewsOn</a>&#8221; sind zwei solche Dienste.</p>
<p>Auch Falschmeldungen und unbestätigte Gerüchte bekommen über Twitter so eine zusätzliche und gefährliche Dynamik. Fraglich ist auch noch, wie das Genre sich handhaben lässt, wenn immer mehr Nutzer mitmachen. Journalisten werden auch künftig ihre Arbeit machen müssen, Nachrichten zu überprüfen. Aber sie bekommen über Twitter einen neuen Weg mit geringerer Hürde zu bestimmten Lesern.</p>
<p>Twitter-Nutzer können auf den zur Verfügung stehenden 140 Zeichen (nicht Zeilen) mal eben schnell hinausposaunen, dass Züge im Bahnhof zwei Stunden Verspätung haben; ob das stimmt und warum das so ist und ob das eine Nachricht ist, müssen weiterhin und künftig noch viel besser als bisher Journalisten bewerten und beschreiben.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze</em></p>
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