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	<title>homofaber.com &#187; HAZ</title>
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	<description>Notizen zur Kultur Technik</description>
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		<title>Tweetranking: Eine feine Sache &#8211; für Medienmenschen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 23:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine feine Sache, mit der uns Holger Schmidt von der FAZ überrascht hat. Seine Seite Tweetranking ermöglicht, Twitizen, also Nutzer des sozialen Netzwerkes Twitter, kurz und knapp per Mausklick zu empfehlen &#8212; so dass auf Dauer ein Linkverzeichnis empfehlenswerter und weniger empfehlenswerter Twitter-Protagonisten zu bestimmten Themen entsteht. Vorausgesetzt, die Macher bekommen den erwartungsgemäß umgehend angesprungenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine feine Sache, mit der uns <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">Holger Schmidt</a> von der FAZ überrascht hat. Seine Seite <a href="http://tweetranking.com" target="_blank">Tweetranking</a> ermöglicht, <em>Twitizen</em>, also Nutzer des sozialen Netzwerkes Twitter, kurz und knapp per Mausklick zu empfehlen &#8212; so dass auf Dauer ein Linkverzeichnis empfehlenswerter und weniger empfehlenswerter Twitter-Protagonisten zu bestimmten Themen entsteht. Vorausgesetzt, die Macher bekommen den erwartungsgemäß umgehend angesprungenen Spam in den Griff.</p>
<p><span id="more-474"></span>Tweetranking ist als Beta gestartet und hat vom Start weg die üblichen Verdächtigen der Twitter-Szene in Deutschland erfasst. Die Webseite erweitert das soziale Netzwerk Twitter um eine Empfehlungskomponente: Wer von den aktiven Twitternutzern ist es wert, gelesen und dauerhaft <em>gefollowt</em> zu werden? &#8220;Ich empfehle @XY in den Kategorien YZ&#8221; &#8211; so lautet das auszufüllende Eingabefeld von <a href="http://tweetranking.com" target="_blank">Tweetranking</a>. Wobei man dann kurz einträgt, welchen gerne gelesenen anderen Twitter-Nutzer man in einer selbst bestimmten Kategorie auch anderen Nutzern empfehlen möchte. So entstehen neue Listen, etwa in der Frage der empfehlenswerten <a href="http://tweetranking.com/tags/pr" target="_blank">PR-Leute</a>, <a href="http://tweetranking.com/tags/medien" target="_blank">Medien</a> und &#8220;<a href="http://tweetranking.com/tags/web-2-0" target="_blank">Web 2.0</a>&#8220;-Twitterer.</p>
<p><strong>Grundlegendes Twitternutzer-Verzeichnis</strong></p>
<p>Binnen weniger Stunden ist am Mittwoch ein erstes grundlegendes Verzeichnis der wortführenden Twitterer hier zu Lande entstanden. In Sachen &#8220;Web 2.0&#8243; wurden <a href="http://twitter.com/ibo" target="_blank">Ibo</a>, <a href="http://twitter.com/saschalobo" target="_blank">saschalobo</a> und <a href="http://twitter.com/talkabout" target="_blank">talkabout</a> von der Mehrheit der Tweetranking-Gemeinde empohlen. In Sachen &#8220;Journalismus&#8221; galten die Empfehlungen <a href="http://twitter.com/tknuewer">tknuewer</a>, <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">HolgerSchmidt</a> und <a href="http://twitter.com/sixtus" target="_blank">sixtus</a>. Und beim Hashtag (= der Kategorie) #Medien habe ich auf die Schnelle das <a href="http://tweetranking.com/users/HAZ" target="_blank">Twitter-Konto meines Arbeitgebers</a> per Empfehlung via <a href="http://twitter.com/haz" target="_blank">@HAZ</a> unseren Followern empfohlen, die dann dankenswerterweise uns zumindest vorerst, an diesem ersten Tag, an die Spitze in dieser Kategorie beförderten.</p>
<p>Die Spammer und Selbstbeförderer waren schnell auf den Plan gerufen, um sich selbst in diesen neuen Listen nach oben zu befördern. Mit mehreren Twitterkonten ist es ein Leichtes, sich selbst in diesen Listen nach oben zu pumpen. Frisch eingerichtete, von den Nutzern beigetragene Kategorien wie #rentacar, #leihwagen und #autovermietung wurden dann auch schnell von den passenden Verdächtigen oder deren Gefolgsleuten belegt.</p>
<p>Sicher werden Schmidt und seine Programmierer ein Konzept gegen mögliche Spammer ausbaldowern &#8211; wenn es nicht eh schon in der Schublade steckt. Man darf nicht vergessen, dass dieser Webauftritt eine Betaversion ist, zu der wir eingeladen sind und an der wir bereits teilhaben. Die nun veröffentlichte erste Umsetzung jedenfalls, in Sachen Design, Nutzerführung und Programmierung, lässt augenscheinlich keine großen weiteren Wünsche offen. Beim Einloggen gibt es noch beim ersten Mal Probleme, beim Einloggen unter anderem Konto ebenfalls. Das sind Peanuts, verknusbare und sicher lösbare.</p>
<p><strong>Mit machen Twitter-Medien-Menschen</strong></p>
<p>Was viel eher irritiert: Es scheint einen engen, einen ganz besonders engen Klub von Twitterenthusiasten in Deutschland zu geben, der kaum über die Zahl von 100 Mitgliedern hinausreicht. Mit machen aufs Neue jene Medienmenschen, die auch sonst aktiv sind: in den Zeitung-Online-Auftritten, in den PR-gestützen Webdiensten, in den engagiertesten, semiprofessionellen Blogs und in den von Öffentlich-rechtlich gesponsorten Internet-Diensten. Es ist die Journalisten-Online-Szene. Im Grunde gründen die Wortführer auf diesem Weg gerade ihre eine neue neue Kaste, einen Klub, der sich zunächst einmal mit sich selbst beschäftigt. Dass dort noch ganz andere Kategorien entstehen, sagen wir mal eine Sortierung der besten Bäcker, Fußballer, engagierter Erdgasfahrer oder Schwimmbeckenmaurer, ist nicht ausgemacht. Warum twittert mir mein Handwerker nicht, der gerade einen Auftrag im Garten erledigt, dass ihm die besondere Steinsorte ausgeht?</p>
<p>Twitter ist ein Medienmenschending.</p>
<p>Dort aber ist es ein gutes. Twitter und Google Wave &#8212; und den Ansatz dazu per Tweetranking durchdacht &#8212; könnte uns Medienmenschen ganz dauerhaft dabei helfen, nur die guten ins Kröpfchen und die schlechten ins Töpfen zu befördern &#8211; &#8220;die Nachrichten&#8221;: so, wie wir Medienleute schon heute professionell ganz unterschiedlich bewerten, was man in den Zeitungen auf Papier und in deren Online-Diensten liest; so, wie man eben auch eine Nachricht aus der &#8220;Bild&#8221; anders bewertet als aus der Tagesschau; und so, wie man gelegentlich eine seitenlange grammatikalisch mit Fehlern durchsetzte Zuschrift eines Lesers als wunderbares Thema einschätzt, das man dem Bürgermeister nur mal vorlegen muss: So entsteht hier gerade eine Bewertungsnetzwerk der Leistung von Journalisten. Künftig vergleichen sich dort nicht nur einzelne, sondern auch Medien, Blogger, Leser und Prominente. Und ich als Journalist weiß schon ganz prima einzuschätzen, was von BNO-&#8221;Breaking&#8221; im Vergleich zur dpa-Eilmeldung zu halten ist. Letzere ist langsamer, aber sicherer.</p>
<p><strong>Medienkritik</strong></p>
<p>Erstaunlich daran ist, dass nicht etwa die etablierten Fachzeitschriften wie der &#8220;Journalist&#8221; oder das &#8220;MediumMagazin&#8221; auf diese Idee des Bewertungssystems von Medien und Menschen gekommen sind. Erstaunlich ist, dass ein einzelner Redakteur dieses Ding anschiebt &#8211; und dass er es anschieben kann. Der Aufwand für solch ein Bewertungssystem in Sachen Programmierung ist offenbar gering. Mir selbst ist mit einer Fingerübung des URL-Verkürzungsdienstes <a href="http://j2j.de" target="_blank">http://j2j.de</a> die Idee eines eigenen Geschäfts als Versuch nicht fremd. Auf die Schnelle ist da vieles programmiert. Aber warum die größeren Medienunternehmen, die immer wieder neue &#8220;Labs&#8221; begründen und ausstatten, auf so etwas nicht kommen, das habe ich noch nicht verstanden.</p>
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		<title>Über mich / Disclosure</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 22:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Transparenz ist das A und O in diesen Zeiten der Entwicklung. Darum lege ich Folgendes offen. Beta! Bestimmt habe ich einen wichtigen Hinweis übersehen. Google me, contact me: msc@homofaber.com. Job Ich arbeite als Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) der Verlagsgruppe Madsack. Das Themengebiet umfasst Internet, Computer, die IT-Industrie, neue Medien. In diesem Bereich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Transparenz ist das A und O in diesen Zeiten der Entwicklung. Darum lege ich Folgendes offen. Beta! Bestimmt habe ich einen wichtigen Hinweis übersehen. Google me, contact me: <a href="mailto:msc@homofaber.com">msc@homofaber.com</a>.</p>
<p><span id="more-344"></span><strong>Job</strong></p>
<p>Ich arbeite als Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) der Verlagsgruppe Madsack. Das Themengebiet umfasst Internet, Computer, die IT-Industrie, neue Medien. In diesem Bereich der neuen Medien berichte ich für die HAZ und Partnerzeitungen auch über Unternehmen und deren Dienstleistungen, an denen mein Arbeitgeber <a href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/themedialab.html" target="_blank">beteiligt</a> ist. Dazu zählen</p>
<ul>
<li><a class="internal-link" title="radio.de Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/radiode.html" target="_self">radio.de</a></li>
<li><a class="internal-link" title="myHeimat Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/myheimat.html" target="_self">myHeimat</a></li>
<li><a class="internal-link" title="WeFind Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/wefind.html" target="_self">WeFind</a></li>
<li><a class="internal-link" title="kununu Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/kununu.html" target="_self">kununu</a></li>
<li><a class="internal-link" title="meinSport Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/meinsport.html" target="_self">meinSport</a></li>
<li><a class="internal-link" title="jobdoo Infoseite" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/jobdoo.html" target="_self">jobdoo</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/trade-a-game.html#c444" target="_self">Trade-a-game</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/docpoolorg.html#c599" target="_self">docpool.org</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/flymediccom.html#c605" target="_self">flymedic.com</a></li>
<li><a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.madsack.de/das-medienunternehmen/neue-medien/jobturbode.html#c611" target="_self">jobturbo.de</a></li>
</ul>
<p>Des Weiteren ist mein Arbeitgeber an <a href="http://www.madsack.de/strategie-und-management/beteiligungsuebersicht/tageszeitungen.html" target="_blank">diversen Tageszeitungsverlagen</a> beteiligt. Weitere Beteiligungen des Verlages werden <a href="http://www.madsack.de/strategie-und-management/beteiligungsuebersicht.html" target="_blank">hier</a> ersichtlich.</p>
<p><strong>Veröffentlichungen</strong></p>
<ul>
<li><strong>im Internet:</strong> regelmäßig mit dem Kürzel msc oder unter vollem Namen unter <a href="http://www.haz.de" target="_blank">http://www.haz.de</a> sowie auf diversen Partnerauftritten meines Verlages</li>
<li>Buch <strong>&#8220;Windows ganz leicht&#8221; </strong>(1998 verlegt bei Verlagsgesellschaft Madsack, vergriffen)</li>
<li>Buch <strong>&#8220;Schritt für Schritt ins Internet&#8221;</strong> (2002 gemeinsam mit Stefan Vogt, verlegt bei Verlagsgesellschaft Madsack, vergriffen)</li>
<li>Buch <strong>&#8220;Tipps und Tricks für Windows XP&#8221;</strong> (2005 verlegt bei Madsack Supplement, ISBN 978-3-7860-0523-0)</li>
<li>
<div class="F9"><a href="javascript:GoToDetail('0-2846680',%2058423843,%200);"> </a>Buch <strong>&#8220;Ein Traum &#8211; Die WM in Deutschland&#8221;</strong> (2006 als Mitautor, ISBN 978-3786005261) sowie &#8220;Ein Traum &#8211; Die WM in Deutschland und Leipzig in Bildern und Geschichten&#8221;, ISBN 978-3-9806625-3-6</div>
</li>
<li>Buch <strong>&#8220;So klappt&#8217;s mit Windows Vista&#8221;</strong> (2007 gemeinsam mit Michael Pohl und Sascha Aust, verlegt bei Madsack Supplement, ISBN <span style="white-space: nowrap;">978-3-940308-15-3,</span> auch verlegt bei Leipziger Medien Service, ISBN 978-3-9811948-0-7)</li>
<li>in Vorbereitung:<strong> &#8220;Das Netz nutzen&#8221;</strong> (noch nicht veröffentlicht, wird verlegt bei Madsack Supplement)</li>
</ul>
<p><strong>Beratende Tätigkeit</strong></p>
<ul>
<li>als HAZ-Mitarbeiter für CD-Sicherheitspaket <strong>&#8220;So klappt&#8217;s sicher im Internet&#8221;</strong> (2008 verlegt bei Madsack Supplement, ISBN 978-3940308184, auf technischer Basis von Buhl Data)</li>
</ul>
<p><strong>Nebentätigkeit</strong></p>
<p>Ich betreibe zur eigenen Weiterbildung und als Hobby diverse Websites, darunter diese homofaber.com sowie <a href="http://j2j.de" target="_blank">J2j.de</a>, einen experimentellen Internet-Adress-Verkürzer.</p>
<p><strong>Bio</strong></p>
<p>1969 geboren, verheiratet, zwei Kinder. Lebe bei Hannover.</p>
<p><strong>Links</strong></p>
<p>Hier eingetragene Links führen teilweise zu Webshops, insbesondere zu meinen Büchern. An deren Verkauf verdiene ich mit.</p>
<p><strong>Genutzte Vergünstigungen</strong></p>
<ul>
<li>kostenloses Abonnement &#8220;c&#8217;t&#8221;</li>
<li>Journalistentarif T-Mobile</li>
<li>HAZ und NP ohne Abogebühren</li>
</ul>
<p><strong>homofaber.com</strong></p>
<p>ist ein persönliches Webangebot ohne Zutun meines Arbeitgebers. Es dient vor allem der Erforschung von Webmechaniken und meinem persönlichen Fortschritt. Fragen beantworte ich gerne per Mail an <a href="mailto:msc@homofaber.com">msc@homofaber.com</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf den Schirm: Was Freunde empfehlen</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2009/03/auf-den-schirm-was-freunde-empfehlen/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 00:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soziale Netze befördern eine neue Lesekultur: selektiver, intensiver, fokussierter Texte konsumieren. Die Lesegewohnheiten verändern sich. Was wie eine Binsenweisheit nach dem Start des World Wide Web vor 20 Jahren klingt, erfährt im Jahr 2009 eine weitere Wendung: Unter Intensivnutzern des Internets macht sich seit Monaten ein Trend breit, der aufs Neue die Medienwelt verändert. Neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Soziale Netze befördern eine neue Lesekultur: selektiver, intensiver, fokussierter Texte konsumieren.</strong></p>
<p>Die Lesegewohnheiten verändern sich. Was wie eine Binsenweisheit nach dem Start des World Wide Web vor 20 Jahren klingt, erfährt im Jahr 2009 eine weitere Wendung: Unter Intensivnutzern des Internets macht sich seit Monaten ein Trend breit, der aufs Neue die Medienwelt verändert. Neue Dienste versuchen den Erkenntnisgewinn durch aufwendig zusammengestellte Webportale zu überbieten. <span id="more-177"></span></p>
<p>Sie befördern einen Trieb in der Leserschaft, der sich so zusammenfassen lässt: Wir lesen nicht mehr nur digital im Web, sagt diese Leserschaft. Wir lesen gerne wieder häufiger. Wir lesen selektiver, intensiver, fokussierter – aber nicht mehr nur passiv das, was uns Zeitungen und Magazine auf Papier und im Netz zusammenstellen. Und auch nicht mehr nur das, wonach wir aktiv bei Google suchen; wir lesen wieder etwas zurückgelehnter das, was ein neuer Quell bereitstellt: digital übermittelte Empfehlungen von Freunden, Bekannten, Fachleuten, weil wir ihnen vertrauen und uns darauf eingelassen haben, ihren Empfehlungen zu folgen.</p>
<p><strong>Empfehlung: nicht die Twitter-Homepage nutzen</strong></p>
<p>„<a href="http://www.digg.com" target="_blank">Digg</a>“ hat schon vor Jahren auf diesen Trend gesetzt und eine beachtliche Gemeinde zusammengestellt, jetzt kommen per <a href="http://twitter.com/homofaber" target="_blank">Twitter</a>, <a href="http://www.friendfeed.com" target="_blank">Friendfeed</a> und <a href="http://www.facebook.com" target="_blank">Facebook</a> vereinfachte Dienste hinzu. Twitter verzeichnete in Großbritannien im vergangenen Monat <a href="http://weblogs.hitwise.com/robin-goad/2009/03/twitter_and_uk_newspaper_websites.html" target="_blank">erstmals mehr Zugriffe</a> als jedes Tageszeitungsportal. Bei den weltweiten Zugriffen explodiert Twitter. Und in dessen Fahrwasser schwimmen neue verbesserte Dienste wie <a href="http://www.identi.ca" target="_blank">identi.ca</a>. Der Einstieg gelingt immer einfacher, sofern man einmal verstanden hat, dass der Zugang zu Twitter als Star unter den neuen Diensten am besten nicht auf Dauer über deren Homepage erfolgen sollte. Zusatzsoftware fürs Handy, sei es Blackberry oder das iPhone, ist nötig. Am PC helfen Programme wie <a href="http://www.twhirl.org/" target="_blank">Twhirl</a>, <a href="http://www.tweetdeck.com/beta/" target="_blank">Tweetdeck</a> oder <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/5081" target="_blank">Twitterfox</a>.</p>
<p>Wer sich darauf einlässt, knüpft über die neuen Dienste zunächst Kontakt zu Leuten, die er schon kennt und die mit dem Medium vertraut sind. Man tauscht persönliche Botschaften aus, macht sie auch leicht öffentlich, und liest über Twhirl in einer Nachrichtenstromliste, was die von sich preisgeben – häufig persönlichen Informationsmüll, aber eben auch die heißeste Ware im Netz: Links zu „News“.</p>
<p>Da kommt etwa am Dienstagabend die Nachricht auf, dass Apple eine neue Software fürs Handy iPhone herausgibt. Das macht die Runde unter gleichgesinnt Interessierten – dpa-Kollege <a href="http://twitter.com/cdernbach" target="_blank">Christoph Dernbach</a> verlinkt etwa zu einem ausführlichen Artikel eines Forums, Kumpel <a href="http://twitter.com/kirchberg" target="_blank">Dirk</a> zu einem anderen Informanten. Je nachdem, wen man in seiner „Freunde“-Liste eingetragen hat, bekommt man Lesetipps zu Texten zum Thema von „Spiegel Online“, der „New York Times“, der HAZ, oder einem iPhone-Forum mit vielen Details. Andere verweisen auf die unkommentierte Originalpressemitteilung der PR-Abteilung von Apple, verlinken zu Beiträgen von Bloggern oder zu einer witzigen Bemerkung von US-Schauspielerin Demi Moore. Alle diese „News“ erscheinen gleichberechtigt im riesigen weltweiten Nachrichtenstrom zu diesem Thema. Die zeitlich benötigte Auswahl „bester“ Einschätzungen nimmt man persönlich wahr, indem man sich auf seine fünf, sechs Experten verlässt.</p>
<p><strong>SAP betreut mehr als 1,5 Millionen Leser</strong></p>
<p>Sie twittern, aber das ist womöglich nur ein Übergang. Was die gegenwärtig aktiven „early adopters“ und „nerds“ (Früherkenner und Technikfans) in diesen Tagen erleben und in ihrer eigenen Welt vorm Bildschirm und am Handy-Display erschließen, erscheint manchen als Vorbote auf eine Revolution beim Leseverhalten – mit konkretem Nutzen für die Karriere. <a href="http://finnern.com/" target="_blank">Mark Finnern</a> ist so einer. Er hat zeitweise in Peine rechts von Hannover gewohnt und betreut jetzt von San Francisco aus nicht weniger als 1,5 Millionen Leser weltweit. Als „Chief Community Evangelist“ hat er bei der in Deutschland gereiften Software-Schmiede SAP seit mehreren Jahren <a href="https://www.sdn.sap.com/irj/sdn/sapmentors" target="_blank">eine Webgemeinde</a> aufgebaut, die sich nun in Wikis und Foren von SAP mit persönlichen Beiträgen ganz im Geiste von Twitter &amp; Co. tummelt. SAP, das steht für das digitale Gedächtnis vieler etablierter Unternehmen in aller Welt: die Verwaltungssoftware für Gehaltsabrechnungen, Mitarbeiterdaten, Betriebsabläufe, den Einkauf des Bleistifts für die Mitarbeiterin am Empfang. Die Bedienung entsprechender Programme ist in Handbüchern und in Webhilfen von SAP hinterlegt.</p>
<p>Aber bei konkreten Fragen zu Details der Software vertrauen immer mehr auf das Wissen der vielen. Suchfunktionen in den SAP-Wikis und Foren helfen, die Hotline von SAP zu entlasten. „Da sparen wir viel Geld“, sagt Finnern. In diesem Universum kann man einfach eine Frage stellen, „die erste Antwort gibt’s in der Regel nach 20 Minuten, und nach 24 Stunden sind eine Vielzahl der Probleme gelöst“, berichtet Finnern. Früher suchte man per Google nach einer bestimmten Information – künftig sucht die Information von sich aus ihre Empfänger. Vorausgesetzt, man hat an der passenden Stelle im sozialen Web seine Frage gestellt hat und sich einen E-Mail-Alert hinterlegt. Der wird aktiv, sobald jemand auf die Frage antwortet. Ein intelligentes Bewertungssystem über Beiträge und Beitragende hilft dem Einzelnen dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Besonders hilfreiche Nutzer werden mit Punkten belohnt.</p>
<p>Das hilft Neulingen, selektiv zu lesen und ihr Problem zu lösen. „Ein superaktiver Nutzer zieht neun aktive Nutzer, und die ziehen wiederum 90 Arbeiter. Das ist ein Gewinn für alle.“ 5000 bis 7000 Forumsbeiträge täglich hat Finnern gemeinsam mit nur drei Kollegen im Griff. Besonders beachtet werden die Hinweise von 75 Mentoren: Nicht-SAP-Mitarbeitern, die sich sehr intensiv mit Einzelproblemen von Anwendern beschäftigen, um Auftragsarbeiten fürs Weiterentwickeln zu erledigen.</p>
<p><strong>Dion Hinchcliffe: SAP macht das richtg</strong></p>
<p>„SAP macht das richtig“, urteilte der international renommierte Unternehmensberater Dion Hinchcliffe vor Kurzem am Rande der CeBIT im Gespräch mit der <a href="http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Uebersicht/Soziale-Netze-befoerdern-eine-neue-Lesekultur" target="_blank">HAZ</a>. Viele Medien und Technikunternehmen hätten die Entwicklung „verstanden“ und würden sie vorantreiben. Anders als beispielsweise Ikea oder Harley Davidson: An diesen Unternehmen vorbei hätten sich mittlerweile eigene Communities im Web gebildet. Dort tummeln sich viele Fans, etwa unter <a href="http://www.ikea-fans.de" target="_blank">http://www.ikea-fans.de</a>. „Die helfen sich gegenseitig bei Problemen mit den Möbeln, vollständig am Unternehmen vorbei“, sagt Hinchcliffe.</p>
<p>Die Folge: Anrufer werden von der Hotline schon mal auf die eigentlich unternehmensfremde Website geleitet, berufen sich auf Informationen von dort und sind irritiert. „So was schädigt das Vertrauen.“ Es sei für traditionsreiche Unternehmen schwer, sich auf den neuen Umgang der Kundschaft mit dem inzwischen auch schon alten Medium Internet einzulassen. Doch führe kein Weg daran vorbei: „Die Kostenersparnis beim Telefon-Support ist enorm.“</p>
<p>Solch ein Umgang mit Informationen aus dem Netz hat Folgen. Wenn sich jedermann sein persönliches tägliches Informationspaket zusammenklicken kann, bleibt bei etablierten Medien weniger Platz für ungelesene und dennoch mitfinanzierte Rubriken für andere Leser. In den USA kämpfen viele Zeitungshäuser mit dem sich ändernden Leseverhalten. Am Dienstag erschien eine Tageszeitung von Seattle zum letzten Mal. Beim „San Francisco Chronicle“ scheinen die Lichter auszugehen. Die „Rocky Mountain News“ haben aufgegeben. „The Star Tribune“ in Minneapolis und die Zeitung von Philadelphia haben sich für bankrott erklärt.</p>
<p><strong>Wer behält die gesellschaftlich wichtigen Themen zuverlässig im Blick?</strong></p>
<p>Sind Städte ohne Zeitungen die Folge? Lokalrelevante „News“ gibt es zwar zunehmend im Netz, sei es über Google, Blogger oder die sozialen Netze, die dem einzelnen Informationen von irgendwo her aus dem Netz zusammenstellen. Doch dass jemand den örtlichen Müllskandal oder die heimische Ortsratssitzung zuverlässig im Blick behält und darüber berichtet, ist bei aller Freiheit im Internet nicht mehr sichergestellt. Der Kommunikationsexperte Clay Shirky hat das auf der CeBIT beim Telekom-Trendforum erklärt und in einem <a href="http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/" target="_blank">viel beachteten Essay</a> am vergangenen Wochenende zusammgefasst: „So sieht die Revolution aus. <strong>Das alte Zeugs geht schneller kaputt, als dass die neuen Sachen sich zurechtgeruckelt haben.“</strong> Es gebe noch kein neues funktionstüchtiges Geschäftsmodell in einer digitalen Welt, in der jedwede „News“ kinderleicht kopiert oder generiert werden könnte. Einziger Ausweg: „Experimente“ mit den neuen Medien.</p>
<p>Vielleicht solche, wie sie die „New York Times“ am Wochenende <a href="http://twitter.com/nyt_tech/status/1335100117" target="_blank">erprobte</a>: „If you are serious about internet security, check this out: http://is.gd/nvf0 #ad“ hieß es da vom Twitterkonto der „Times“ aus – eine bezahlte Reklame war das. Im neuen Leseverhalten kamen viele Twitterteilnehmer nicht umhin, draufzuklicken, und sich anschließend von Werbung für ein Softwareprodukt bepixeln zu lassen.</p>
<p>Das große Geschäft ist auch das gewiss nicht. <strong>[Update:</strong> Und wie <a href="http://twitter.com/HolgerSchmidt" target="_blank">Holger Schmidt</a> von der FAZ <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/04/29/daempfer-fuer-twitter-60-prozent-der-nutzer-kehren-nicht-zurueck.aspx" target="_blank">analysiert</a>, kehren sogar 60 Prozent der Neulinge bei Twitter dem Dienst den Rücken.] Aber in der weiter zunehmenden Atomisierung der Ware „News“ zählt am Ende der Entwicklung schon ein einziger Klick auf solch eine Werbung wie ein Tropfen auf den heißen Stein.<br />
<img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/bcd5af336a8249b4a5ffb57342f945d7" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Statistik über twitternde Redaktionen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 22:07:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich habe einmal versucht, eine Statistik über twitternde Zeitungsredaktionen zusammenzustellen. Das bisherige Datenmaterial liegt bei Google in einer Tabellendatei, und ich bin durchaus bereit, Mitbearbeiter für die Weiterentwicklung dieser Datenbank zuzulassen. Eine Mail an mich genügt. Ziele: Eingabemöglichkeiten für Neueinträge zu verbessern, diese Datenbank auszubauen und aktuell zu halten. Die hervorragenden Vorarbeiten von Leander Wattig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe einmal versucht, eine Statistik über <strong>twitternde Zeitungsredaktionen</strong> zusammenzustellen. Das bisherige Datenmaterial liegt bei Google in einer Tabellendatei, und ich bin durchaus bereit, Mitbearbeiter für die Weiterentwicklung dieser Datenbank zuzulassen. Eine Mail an <a href="mailto:msc@haz.de">mich</a> genügt. Ziele: Eingabemöglichkeiten für Neueinträge zu verbessern, diese Datenbank auszubauen und aktuell zu halten. Die hervorragenden <a href="http://leanderwattig.de/index.php/2009/01/26/verlage-twitter-ranking-nach-anzahl-der-follower/">Vorarbeiten von Leander Wattig</a> sind bekannt, und womöglich über diesen Weg ausbaubar.</p>
<p><strong>[Update 13. April 2009:</strong> Mittlerweile hat Mirko Lange bei Talkabout eine <a href="http://j2j.de/J6sQqF">Übersicht twitternder Journalisten</a> erstellt, die ihre Zahlen direkt aus der Twitter-API bezieht - daher stets aktuell ist.]</p>
<p>Wer nur mal eben ohne weitere Zuarbeit mit seiner Zeitung in dieser Liste auftauchen möchte, sollte sich bitte einfach unten mit seinen Daten eintragen.</p>
<p>Stand der letzten Prüfung von Neueinträgen: <strong>9. März 2009.</strong></p>
<p><iframe width='520' height='300' frameborder='0' src='http://spreadsheets.google.com/pub?key=ptnHHGK_JW2yLLqMUzx4KFQ&#038;output=html&#038;gid=0&#038;single=true&#038;range=B1:F40'></iframe></p>
<p><strong>Sie wollen in dieser Liste auftauchen? </strong>Dann füllen Sie bitte folgendes Formular aus. Bitte beachten: Aufgenommen werden twitternde deutschsprachige Zeitungsredaktionen. Der unten eingetragene Name des Bearbeiters und die E-Mail-Adresse lassen sich per Google auslesen. Neueinträge stehen nach ca. 5 Minuten automatisch online, allerdings ganz am Ende der Liste. Erst wenn ich oder einer meiner Mitstreiter die Neueinträge prüfen, entsteht das aktualisierte Ranking.</p>
<p><iframe src="http://spreadsheets.google.com/embeddedform?key=ptnHHGK_JW2yLLqMUzx4KFQ" width="310" height="959" frameborder="0" marginheight="0" marginwidth="0">Laden&#8230;</iframe><br />
Alle Angaben ohne Gewähr. Betatest.</p>
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