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	<title>homofaber.com &#187; BBC</title>
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	<description>Notizen zur Kultur Technik</description>
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		<title>Der Moment</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 21:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wegen Einschränkungen der Pressefreiheit im Iran ist dpa gezwungen, Material von Twitter, Facebook, YouTube zu nutzen&#8221;, schrieb die &#8220;Welt kompakt&#8221; dieser Tage bei Twitter.  &#8220;Gezwungen&#8221;, nicht &#8220;in der glücklichen Lage&#8221;, könnte man anmerken. Denn hätte man Vertrauen in die vielen Internetbeiträge mit der Herkunftsangabe Iran, so wäre es für eine derart eingeschränkte Presseagentur ja eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-489" style="border: 0pt none; margin: 10px;" title="Als Ikone von Twitter-Teilnehmern stilisiert: Neda Agha-Soltan, † 20. Juni 2009" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/06/nedawewillneverforgetgif.png" alt="Als Ikone von Twitter-Teilnehmern stilisiert: Neda Agha-Soltan, † 20. Juni 2009" width="156" height="234" />&#8220;Wegen Einschränkungen der Pressefreiheit im Iran ist dpa gezwungen, Material von Twitter, Facebook, YouTube zu nutzen&#8221;, <a href="http://twitter.com/weltkompakt/statuses/2278671539" target="_blank">schrieb</a> die &#8220;Welt kompakt&#8221; dieser Tage bei Twitter.  &#8220;Gezwungen&#8221;, nicht &#8220;in der glücklichen Lage&#8221;, könnte man anmerken. Denn hätte man Vertrauen in die vielen Internetbeiträge mit der Herkunftsangabe Iran, so wäre es für eine derart eingeschränkte Presseagentur ja eine wunderbare Sache, trotzdem berichten zu können.</p>
<p><span id="more-488"></span>Vertrauen hat man aber nicht ins Internet, vielfach sicher zu Recht, manchmal auch zu Unrecht, und damit müssen nun auch Reuters, afp und andere Agenturen und Medien umgehen. Die britische BBC macht aus der Not eine Tugend: Bei der schwierigen Berichterstattung im Iran verlässt sich der renommierte Sender &#8220;hauptsächlich&#8221; auf Amateuraufnahmen, wie er bekannt gab. Weil Kamerateams auf der Straße das Filmen verboten worden sei, nutze der Sender Bilder und Videos aus den Internetplattformen Facebook und Twitter, sagte der Fernsehdirektor des BBC World Service, Peter Horrocks. Zudem erhalte die Redaktion von &#8220;BBC Persian&#8221; ständig eigene Bilder von Iranern.</p>
<p>Die BBC wolle mit der Nutzung von Bildern und Videos das Problem umgehen, dass viele Informationen nicht auf ihre Richtigkeit überprüft werden könnten. &#8220;Wir machen deutlich, dass unsere Journalisten nicht in der Lage sind, Sachverhalte zu bestätigen&#8221;, sagte Horrocks. Tausende Informationen gingen täglich ein &#8211; für eine Bestätigung erreiche man oft niemanden. So wurde von vielen das schreckliche Video des Todes der Demonstrantin Neda weiterverbreitet, deren Vorname übersetzt &#8220;Stimme&#8221; bedeutet und deren Stilisierung zur Ikone über die &#8220;sozialen&#8221; Netze wie Twitter <a href="http://twitter.com/torntomplelefer/statuses/2316464565" target="_blank">massiv</a> <a href="http://twitter.com/PatriziaMusarra/statuses/2316390147" target="_blank">vorangetrieben</a> <a href="http://twitter.com/tabankhamosh" target="_blank">wurde</a>. Doch mehr als die Tatsache, dass diese Frau getötet wurde, wissen wir nicht, und warum ausgerechnet zwei Kameras in den entscheidenden Sekunden draufhielten, hat auch noch niemand geklärt.</p>
<p>Jedoch haben jene im Netz, die das Gesicht der getöteten Neda gerne zur (zweifellos unterstützenswerten) Öffnung zu mehr Freiheit und Bürgerrechten in Iran nutzen, unter dem Stichwort &#8220;I am Neda&#8221;, schon einen Etappensieg errungen. Per Twitter und über die seriöse Internetzeitung &#8220;Huffington Post&#8221;, so ist beim britischen &#8220;Guardian&#8221; <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2009/jun/24/obama-internet-iran" target="_blank">zu lesen</a>, gelang es den Internetaktivisten aus Iran, indirekt dem US-Präsidenten Barack Obama eine Frage zu stellen.</p>
<p>Ein Reporter dieses Internetmagazins gab die Frage einfach mal in der Pressekonferenz im Weißen Haus an den amerikanischen Präsidenten weiter, und der widmete sich ausführlich einer Antwort. Es war der Moment: ein Moment, in dem nach übereinstimmender Auskunft von Beteiligten einige aus der etablierten Journalistenschar die Stirn runzelten und andere den Scoop des Internetkollegen beneideten.</p>
<p>Der Angesprochene jedenfalls antwortete nicht nur ausführlich, sondern ließ seine Presseleute auch gleich noch <a href="http://www.whitehouse.gov/blog/The-Presidents-Opening-Remarks-on-Iran-with-Persian-Translation/" target="_blank">das Gesagte in Farsi übersetzen</a>, die Sprache des Iran. Damit war der US-Präsident sogar einen Schritt schneller als der wichtigste Protagonist in allen Belangen des Internets, Google: Der Suchmaschinenbetreiber will erst in Kürze einen <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/06/google-translates-persian.html" target="_blank">automatischen Übersetzungsservice </a>auch für Farsi anbieten, was auf einen Schlag einen neuen Blick auf die  Veröffentlichungen iranischer  Twitterteilnehmer werfen dürfte.</p>
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		<title>Die BBC renoviert ihren Auftritt</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 16:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Müssen die Öffentlich-Rechtlichen eigentlich alles vormachen? Nun gut, irgendwo müssen die TV-Gebühren schließlich hin investiert werden &#8230; Die BBC in Großbritannien zeigt schon mal, welche Technik künftig verstärkt im Internet eingesetzt wird, wenn man genügend Zeit und Geld in einen aufwendigen Beta-Test investieren kann. “Totally widgetized and Ajax-ized, so to speak!“ heißt es dort, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2007/12/bildschirmfoto-bbc-homepage-mozilla-firefox.png" title="BBC"><img src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2007/12/bildschirmfoto-bbc-homepage-mozilla-firefox.thumbnail.png" alt="BBC" align="left" /></a>Müssen die Öffentlich-Rechtlichen eigentlich alles vormachen? Nun gut, irgendwo müssen die TV-Gebühren schließlich hin investiert werden &#8230; Die  <a href="http://www.bbc.co.uk/home/beta" title="BBC" target="_blank">BBC in Großbritannien</a> zeigt schon mal, welche Technik künftig verstärkt im Internet eingesetzt wird, wenn man genügend Zeit und Geld in einen aufwendigen Beta-Test investieren kann. “Totally widgetized and Ajax-ized, so to speak!“ heißt es dort, das bedeutet: Es wimmelt auf der neuen Testseite von so genannten Widgets, also bequem an die eigenen Wünsche anpassbaren Einzelelementen auf der Seite; ermöglicht wird das durch eine mittlerweile etablierte Programmierlogik namens Ajax, die für Leser denkbar einfach unter anderem das Hinzuschalten und Ausblenden von Inhalten ermöglicht. Das alles ist dabei nicht kompliziert verschachtelt dargestellt, sondern schlicht und so einfach wie möglich. Die Tiefe der Information kommt erst später.</p>
<p>Die Folge: Sämtliche Elemente der künftigen Homepage der BBC lassen sich an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Die Anzahl der angezeigten Meldungen pro Rubrik lässt sich mit „+“ oder „–“ vergrößern oder verringern, Rubriken lassen sich generell ein- oder ausblenden, und jegliche Schrift und ihre Darstellung ist auf Wunsch veränderbar.<br />
Das BBC-Angebot zeigt bereits in der Beta-Version, dass Webseiten künftig wie Programme funktionieren: so simpel wie möglich zugänglich, intuitiv bedienbar, personalisierbar. Bei späteren Besuchen der Seite merkt sie sich das bevorzugte Profil des Lesers.</p>
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