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	<title>homofaber.com &#187; Suchmaschine</title>
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	<description>Notizen zur Kultur Technik</description>
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		<title>Das Dilemma</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 02:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt diese Situationen, da möchte man seine frischen Entdeckungen über die neuen Nachrichten sofort weiterverbreiten. Gestern war so eine Situation: In Schwalmtal ereignete sich eine Schießerei, bei der am Ende drei Menschen starben.   Im Internet fanden sich per Twitter Beiträge eines Teilnehmers @JO31DH, der den örtlichen Polizeifunk abhörte und aufschrieb, was er hörte. Christian [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt diese Situationen, da möchte man seine frischen Entdeckungen über die neuen Nachrichten sofort weiterverbreiten. Gestern war so eine Situation: In Schwalmtal ereignete sich eine Schießerei, bei der am Ende drei Menschen starben.  <span id="more-534"></span></p>
<p>Im Internet fanden sich per Twitter Beiträge eines Teilnehmers <a href="http://twitter.com/JO31DH">@JO31DH</a>, der den örtlichen Polizeifunk abhörte und aufschrieb, was er hörte. <a href="http://blog.rhein-zeitung.de/?p=1868" target="_blank">Christian Lindner</a> von der Rhein-Zeitung und <a href="http://www.tim-schlueter.de/moderator_englisch_deutsch_moderation_veranstaltung/blog2.php" target="_blank">Tim Schlüter</a> haben dazu aufgeschrieben, was aufzuschreiben und zu unterschreiben ist.</p>
<p>Mich treibt die Frage: Macht man sich als Medium mitschuldig an etwas? An was? Machen wir uns mitschuldig an Voyeurismus, indem man gewiss zurückhaltend, aber eben nicht schweigend <a href="http://twitter.com/haz">twitternd</a> und <a href="http://haz.de">online</a> solche Vor-Ort-Quellen begleitet? &#8211; sie anstuppst und unter dem Schleier einer Art „n.t.“-Markierung wie „angeblich“, „nicht bestätigt“, „offenbar“ die live am Schirm agierenden Quellen und ihre Twitterkennung weiterverbreitet?</p>
<p>In diesen Augenblicken des Aufkommens einer Nachricht haben wir Journalisten üblicherweise nur rohe Informationen über ein Ereignis an der Hand. Wir wissen, dass nach der ersten Eilmeldung &#8220;Amoklauf&#8221; die Agenturkollegen wirbeln, und wenn wir als Zeitungsredaktion gut sind, nehmen wir schon mal Kontakt zu einem Korrespondenten oder zur Tageszeitungsredaktion vor Ort auf, um nur die „richtigen“ Informationen später ins eigene Blatt zu hieven.</p>
<p>Für den Umgang mit parallel veröffentlichten Informationen von &#8220;Bürgerreportern&#8221; im Netz und der flankierenden laufenden Veröffentlichung in unseren Online-Medien haben wir dagegen keine etablierte Verfahrensweise. Wie sollte das auch etabliert sein: Bei Twitter passiert immer irgendwas mit nochmals neuen Auswirkungen auf die Medien, und jeder Augenzeuge und jede Nachrichtenlage sind anders.</p>
<p><strong>Seit 60 Jahren</strong></p>
<p>Wenn man einmal den Hype ums Twittergewese und sogar das Internet als Medium beiseite lässt, ist dies das grundlegende Problem jedes vor Ort recherchierenden Polizeireporters, und das seit bestimmt 60 Jahren: Ist der Nachbar, der nun gerade ins Mikro ein paar Sätze seiner Beobachtungen erzählt oder in den Block diktiert, vertrauenswürdig, glaubhaft, authentisch? Und gefährdet eine Veröffentlichung seiner Aussagen einen laufenden Polizeieinsatz und damit Menschenleben? Vom Block des aufnehmenden Journalisten zum Blog des Augenzeugen sind es nicht mehr wesentlich mehr als zwei Buchstaben.</p>
<p>Die Zeitung mit ein paar Stunden Abstand hat es da leichter als das Onlinemedium oder der redaktionelle Twitterfeed. Bis zum 21-Uhr-Andruck-Schluss der Printredaktion haben sich die meisten solcher Ereignisse so stark distanziert, dass ein großes Ganzes, ein Gesamtbild ethisch gefahrlos veröffentlicht werden kann. So wird aus dem „Amoklauf“ eine „Schießerei“, aus dem „Alarm“ ein „Polizeieinsatz“, aus der „E i l“-Meldung ein „Dreispalter“.</p>
<p>In den Echtzeitmedien wie Online, Twitter und mit Abstrichen Radio und Fernsehen gibt es diese Distanzierung nicht. Und wenn dann einer wie jener Mark aus Nettetal drauflosschreibt, was er illegal im Polizeifunk abhört, sind wir live dabei und im selben Dilemma jenes Polizeireporters, der schon vor 60 Jahren bei einem Unglück „Stimmen“ einsammelte. Bringen oder nicht? Wenn, dann aber gleich. Die Leser jedenfalls sind schon dabei, auch ohne unser Zutun.</p>
<p><strong>Das Foto</strong></p>
<p>Es zählt der Einzelfall. Wir bei der HAZ haben das zwar verfolgt, was dort über Schwalmtal geschrieben wurde. Und wir sind per Twitter auch schnell auf das Forum gestoßen, in dem ein 18-jähriger Nachbar ein scharfes, hoch aufgelöstes Foto veröffentlichte, das den Polizeieinsatz in dieser Wohnsiedlung in Schwalmtal zeigte, mit zwei SEK-Polizisten an einer Hauswand und einem offenbar getöteten Menschen zu ihren Füßen. Man gewinnt keinen Journalistenpreis, indem man dieses Foto zurückhält.</p>
<p>Man verliert aber auch keinen Preis. Die Aufmerksamkeit, die dieses Foto fast ganz ohne unser Zutun im Netz gewinnt, geht an uns vorbei. Weil der Newsroom-Chef und später der Chefredakteur entschieden: Wir zeigen keine Toten. Diese Klarheit der Reaktion meiner Kollegen musste ich selbst vorhin noch einmal nachschlagen: Da steht&#8217;s ja auch, im Codex der Journalisten.</p>
<p>Das Dilemma, da zwei, drei Nachrichten und ein Bild, DAS Bild zu haben, die direkt vor uns auf dem Schirm auftauchen, aber ethisch nicht einwandfrei weiterzuverbreiten wären (etwa: „der Hubschrauber wird auf dem Pletschweg landen“, oder „Polizei gibt Notvarianten 1 und 2 frei“, jetzt geht das) &#8211; dieses Dilemma wird uns nicht mehr loslassen. Wir haben es nicht getwittert und nicht online und nicht im Print veröffentlicht. Mit nur fünf Klicks wäre das Foto des Augenzeugen von gegenüber in der Bildbox der Zeitungsseite gewesen, messerscharf, honorarfrei (wie sich später herausstellte, da dpa das Bild weiterverbreitete), spektakulär, authentisch. Ebenso mit einem Klick und vorangestelltem RT der &#8220;Retweet&#8221;, die Weiterverbreitung authentisch wirkender Statusmeldungen des Polizeieinsatzes.</p>
<p>All das haben wir nicht gebracht. All das findet man aber im Internet. Und an all dem wirken wir Journalisten in jenem Augenblick mit, da wir „Schwalmtal“ in einem Tweet erwähnen und erste Funde zu weiteren Informationen notgedrungen öffentlich bei einzelnen hinterfragen, die als Augenzeugen sogar vom Schreibtisch aus nur eine Mail entfernt sind.</p>
<p>Mit Ruhm bekleckert man sich nicht in solchen Augenblicken. Aber Nichtstun und auf die Agenturen zu warten wäre unjournalistisch. Es bleibt ein Dilemma.</p>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/0a2eacd32a16486593497751ba1c898c" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Der Stunt</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 20:32:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Beginn einer neuen Epoche ist normalerweise nur Jahre später in der Rückschau von Historikern auszumachen. Doch verdeutlicht den Übergang von der kontrollierten Information, die über Jahrhunderte die Veröffentlichungen von Unternehmen und Unternehmungen ausmachte, hin zu einer informierten Öffentlichkeit, die auch unbequeme Schilderungen aus den eigenen Reihen akzeptiert, nichts besser als eine Richtlinie der britischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_528" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-528 " style="margin: 10px;" title="Das Logo des britischen Verteidigungsministeriums bei Twitter" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/08/modbadge-150x150.jpg" alt="Das Logo des britischen Verteidigungsministeriums bei Twitter" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Das Logo des britischen Verteidigungsministeriums bei Twitter</p></div>
<p>Der Beginn einer neuen Epoche ist normalerweise nur Jahre später in der Rückschau von Historikern auszumachen. Doch verdeutlicht den Übergang von der kontrollierten Information, die über Jahrhunderte die Veröffentlichungen von Unternehmen und Unternehmungen ausmachte, hin zu einer informierten Öffentlichkeit, die auch unbequeme Schilderungen aus den eigenen Reihen akzeptiert, nichts besser als eine Richtlinie der britischen Militärs.</p>
<p><span id="more-527"></span>Das britische Verteidigungsministerium hat seine Soldaten dazu <a href="http://mashable.com/2009/08/08/british-troops-social-media/" target="_blank">ermuntert</a>, in Blogs und sozialen Medien über ihren Alltag zu berichten. Anders als bei den Marines der USA <a href="http://www.mod.uk/DefenceInternet/AboutDefence/CorporatePublications/MediaandPublicCommunicationPublications/OnlineEngagementGuidelines.htm" target="_blank">wird es ausdrücklich erlaubt</a>, bei Facebook, Twitter und Co. darüber zu schreiben, was sie tun – mit dem Hintergedanken, näher bei der Familie und Freunden und bei der Heimat zu sein, wenn sie im Einsatz sind. Nur wenn es um die hohe Militärpolitik geht oder vertrauliche Informationen, sollten sich die Soldaten das Okay ihrer Vorgesetzten holen, heißt es sinngemäß in der Richtlinie. Ansonsten gelte der gleiche „hohe Standard“ von Verhaltensregeln, der auch im realen Leben von britischen Soldaten erwartet werde.</p>
<p><strong>Ein Stück weit entmachtet</strong></p>
<p>Nun ist die Kontrolle von möglicherweise unbequemen Informationen ohnehin bereits verloren, da jedermann anonym im Netz seine Beobachtungen veröffentlichen kann. Doch machen die Briten daraus eine Tugend: Indem sie es ihrem Staatspersonal offiziell erlauben, sich öffentlich zu äußern, wird jeder Pressesprecher und direkter Vorgesetzter bis hin zum Minister selbst ein Stück weit entmachtet. Die Macht über Informationen, die über Jahrhunderte von Staatsmächten mit Mitteln bis hin zur Todesstrafe bei Geheimnisverrat sanktioniert wurde, verschiebt sich weiter: in Richtung der vielen. Und wenn aus der wachsenden Vielzahl der meist in einem höheren Sinne belanglosen, persönlichen Beobachtungen und Einschätzungen einzelner die eine ganz besondere Nachricht heraussticht, so werden die Vorgesetzten davon schneller als bisher erfahren und  damit früher als früher umgehen wollen. In einem herrlichen Stunt erheben sich die Briten über diese Entwicklung, die ohnehin nicht aufzuhalten ist.</p>
<p><strong>Die Schere im Kopf</strong></p>
<p>Nun wird niemand bezweifeln, dass es der Schützenpanzerlenker mit seinen Vorgesetzten unmittelbar zu tun bekommt, wenn er bei Facebook über den jüngsten Einsatz berichtet und einen seiner Kollegen wegen rüden Umgangs in die Pfanne haut. Andererseits wird wie in Unternehmen auch jeder halbwegs denkende Teilnehmer von sozialen Netzwerken sich zweimal überlegen, was er öffentlich schreibt. Die Schere im Kopf werden viele weiterhin haben.</p>
<p>Dennoch geschieht etwas Neues: wenn Vorgesetzte fern vom Einsatzort weniger stark gefiltert und unmittelbar mitlesen können, was im Einsatzgebiet geschieht. Entmachtet wird letztendlich die zweite und dritte Reihe des Führungspersonals: hinsichtlich der Einschätzung einer „Stimmung“ in der Truppe. Darüber können sich die Chefs künftig selbst ein Bild machen oder machen lassen.</p>
<p><strong>Soldaten sind auch Menschen</strong></p>
<p>Das böse Sinnbild vom stumpfen Soldaten als Befehlsempfänger und Kalle-Arsch der Truppe hat damit ausgedient: Soldaten sind auch Menschen, sagt diese Richtlinie; ihre Befindlichkeiten und Einschätzungen haben einen Wert. Zumindest die guten unter den Vorgesetzten haben diese Befindlichkeiten auch schon früher wertgeschätzt.</p>
<p>Die neue Öffentlichkeit von Nebendetails und Stimmungen der Militäroperationen wird  jedenfalls eine neue Qualität der öffentlichen Wahrnehmung erfordern und damit auch des Journalismus: Das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen wird immer wichtiger, und das Lesen vieler Quellen und noch und nöcher immer weiterer Vielen wird für die Journalisten zu einer Aufgabe, die nur noch mit intelligenten Filtern und Systemen zu bewerkstelligen ist.</p>
<p>Interessant wäre, wie die britischen hohen Militärs ihr Informationsgewerk zusammenschustern, vielleicht könnte man als Journalist davon etwas lernen. Aber wahrscheinlich gucken die sich das gerade bei den Bloggern ab und tunen soeben ihre RSS-Reader.</p>
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		<title>Das jüngste Gerücht</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 00:11:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da sitzt der Pressesprecher eines weitgehend unbekannten Startup-Unternehmens, mit dem ich schon mal telefoniert habe und den ich für absolut integer halte, im Zug neben Leuten, die sich angeblich über einen Transfer von Michael Ballack zum Hamburger SV unterhalten. Er schreibt in sein Handy und veröffentlicht die vermeintliche Fußballsensation: „Am Nebentisch im ICE sitzen zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitzt der Pressesprecher eines weitgehend unbekannten Startup-Unternehmens, mit dem ich schon mal telefoniert habe und den ich für absolut integer halte, im Zug neben Leuten, die sich angeblich über einen Transfer von Michael Ballack zum Hamburger SV unterhalten.</p>
<p><span id="more-508"></span>Er schreibt in sein Handy und <a href="http://twitter.com/sachark/status/2389736688" target="_blank">veröffentlicht</a> die vermeintliche Fußballsensation: „Am Nebentisch im ICE sitzen zwei prominente Spielerberater und ein Anwalt. Sie diskutieren seit 15 Minuten einen Ballack-Transfer zum HSV.“</p>
<p>Kurz darauf ist die unbewiesene Nachricht „rum“, landet in Fußballforen wie etwa beim HSV, bei Journalisten, es folgen Telefonate, klare Dementis – und ebenso schnell, wie es in die Welt gesetzt wurde, ist das Gerücht wieder aus der Welt genommen. Nichts dran. Nur <a href="http://www.abendblatt.de/sport/fussball/HSV/article1076890/Kommt-Michael-Ballack-zum-Hamburger-SV.html" target="_blank">wenige</a> <a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/international/2009/06/30/michael-ballack/twitter-geruecht-ueber-wechsel-zum-hsv.html" target="_blank">Medien</a> berichten darüber, vermelden das Dementi dieser Nachricht mit dem Tenor „Internet-Ente“ – schließlich bringt „jeder Ballack“ Klicks. Seriöse Medien verwerfen das Thema einfach.</p>
<p>Schon einmal ist im ICE das Gespräch einer Grünen-Politikerin belauscht worden, die privat plauderte, dass sie entgegen der Politik der Grünen Bundespräsident Horst Köhler gewählt hatte. Am nächsten Tag <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/30/469585/text/" target="_blank">stand</a> das in der „Süddeutschen Zeitung“ – weil ein Journalist im Zug mitgehört hatte.</p>
<p>Und dann gibt es diese Nachricht, die Medien weltweit sieben Monate lang zurückgehalten haben: dass der „New York Times“-Reporter David Rohde in Afghanistan von den Taliban entführt worden war. Die „Times“-Lenker hatten im November 2008 gezielt in 35 „Schlüsselredaktionen“ in aller Welt angerufen und darum gebeten, auf Berichte zunächst zu verzichten, um den eigenen Mann zu schützen. Ein <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,633181,00.html" target="_blank">Schweigepakt.</a> Nun ist der Entführte frei, der Reporter konnte flüchten – und Medien weltweit <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,631611,00.html" target="_blank">berichten</a> darüber.</p>
<p>Es ist eine zweite Öffentlichkeit im Netz, die da vor unseren Augen entsteht. Denn dass auf Dauer unbewiesene oder aus gutem Grund nicht verbreitete Nachrichten zurückgehalten werden können, ist nicht ausgemacht. In Sachen „Times“-Reporter etwa versuchte ein Unbekannter immer wieder bei der Wikipedia, die Entführungsnachricht zu veröffentlichen. Die Wikipedia-Chefs <a href="http://www.nytimes.com/2009/06/29/technology/internet/29wiki.html?_r=1" target="_blank">waren jedoch im Bilde,</a> machten die Veröffentlichung immer wieder rückgängig: &#8220;Wikipedia also <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kidnapping_of_David_Rohde" target="_blank">participated</a> in the media blackout.&#8221;</p>
<p>Das hatten wir auch noch nicht.</p>
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		<title>Der Moment</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 21:37:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wegen Einschränkungen der Pressefreiheit im Iran ist dpa gezwungen, Material von Twitter, Facebook, YouTube zu nutzen&#8221;, schrieb die &#8220;Welt kompakt&#8221; dieser Tage bei Twitter.  &#8220;Gezwungen&#8221;, nicht &#8220;in der glücklichen Lage&#8221;, könnte man anmerken. Denn hätte man Vertrauen in die vielen Internetbeiträge mit der Herkunftsangabe Iran, so wäre es für eine derart eingeschränkte Presseagentur ja eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-489" style="border: 0pt none; margin: 10px;" title="Als Ikone von Twitter-Teilnehmern stilisiert: Neda Agha-Soltan, † 20. Juni 2009" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/06/nedawewillneverforgetgif.png" alt="Als Ikone von Twitter-Teilnehmern stilisiert: Neda Agha-Soltan, † 20. Juni 2009" width="156" height="234" />&#8220;Wegen Einschränkungen der Pressefreiheit im Iran ist dpa gezwungen, Material von Twitter, Facebook, YouTube zu nutzen&#8221;, <a href="http://twitter.com/weltkompakt/statuses/2278671539" target="_blank">schrieb</a> die &#8220;Welt kompakt&#8221; dieser Tage bei Twitter.  &#8220;Gezwungen&#8221;, nicht &#8220;in der glücklichen Lage&#8221;, könnte man anmerken. Denn hätte man Vertrauen in die vielen Internetbeiträge mit der Herkunftsangabe Iran, so wäre es für eine derart eingeschränkte Presseagentur ja eine wunderbare Sache, trotzdem berichten zu können.</p>
<p><span id="more-488"></span>Vertrauen hat man aber nicht ins Internet, vielfach sicher zu Recht, manchmal auch zu Unrecht, und damit müssen nun auch Reuters, afp und andere Agenturen und Medien umgehen. Die britische BBC macht aus der Not eine Tugend: Bei der schwierigen Berichterstattung im Iran verlässt sich der renommierte Sender &#8220;hauptsächlich&#8221; auf Amateuraufnahmen, wie er bekannt gab. Weil Kamerateams auf der Straße das Filmen verboten worden sei, nutze der Sender Bilder und Videos aus den Internetplattformen Facebook und Twitter, sagte der Fernsehdirektor des BBC World Service, Peter Horrocks. Zudem erhalte die Redaktion von &#8220;BBC Persian&#8221; ständig eigene Bilder von Iranern.</p>
<p>Die BBC wolle mit der Nutzung von Bildern und Videos das Problem umgehen, dass viele Informationen nicht auf ihre Richtigkeit überprüft werden könnten. &#8220;Wir machen deutlich, dass unsere Journalisten nicht in der Lage sind, Sachverhalte zu bestätigen&#8221;, sagte Horrocks. Tausende Informationen gingen täglich ein &#8211; für eine Bestätigung erreiche man oft niemanden. So wurde von vielen das schreckliche Video des Todes der Demonstrantin Neda weiterverbreitet, deren Vorname übersetzt &#8220;Stimme&#8221; bedeutet und deren Stilisierung zur Ikone über die &#8220;sozialen&#8221; Netze wie Twitter <a href="http://twitter.com/torntomplelefer/statuses/2316464565" target="_blank">massiv</a> <a href="http://twitter.com/PatriziaMusarra/statuses/2316390147" target="_blank">vorangetrieben</a> <a href="http://twitter.com/tabankhamosh" target="_blank">wurde</a>. Doch mehr als die Tatsache, dass diese Frau getötet wurde, wissen wir nicht, und warum ausgerechnet zwei Kameras in den entscheidenden Sekunden draufhielten, hat auch noch niemand geklärt.</p>
<p>Jedoch haben jene im Netz, die das Gesicht der getöteten Neda gerne zur (zweifellos unterstützenswerten) Öffnung zu mehr Freiheit und Bürgerrechten in Iran nutzen, unter dem Stichwort &#8220;I am Neda&#8221;, schon einen Etappensieg errungen. Per Twitter und über die seriöse Internetzeitung &#8220;Huffington Post&#8221;, so ist beim britischen &#8220;Guardian&#8221; <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2009/jun/24/obama-internet-iran" target="_blank">zu lesen</a>, gelang es den Internetaktivisten aus Iran, indirekt dem US-Präsidenten Barack Obama eine Frage zu stellen.</p>
<p>Ein Reporter dieses Internetmagazins gab die Frage einfach mal in der Pressekonferenz im Weißen Haus an den amerikanischen Präsidenten weiter, und der widmete sich ausführlich einer Antwort. Es war der Moment: ein Moment, in dem nach übereinstimmender Auskunft von Beteiligten einige aus der etablierten Journalistenschar die Stirn runzelten und andere den Scoop des Internetkollegen beneideten.</p>
<p>Der Angesprochene jedenfalls antwortete nicht nur ausführlich, sondern ließ seine Presseleute auch gleich noch <a href="http://www.whitehouse.gov/blog/The-Presidents-Opening-Remarks-on-Iran-with-Persian-Translation/" target="_blank">das Gesagte in Farsi übersetzen</a>, die Sprache des Iran. Damit war der US-Präsident sogar einen Schritt schneller als der wichtigste Protagonist in allen Belangen des Internets, Google: Der Suchmaschinenbetreiber will erst in Kürze einen <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/06/google-translates-persian.html" target="_blank">automatischen Übersetzungsservice </a>auch für Farsi anbieten, was auf einen Schlag einen neuen Blick auf die  Veröffentlichungen iranischer  Twitterteilnehmer werfen dürfte.</p>
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		<title>Wolfram Alpha zum Dritten: Die Suchmaschine im Test von Twitter-Nutzern</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2009/05/wolfram-alpha-zum-dritten-die-suchmaschine-im-test-von-twitter-nutzern/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2009 16:09:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Suchmaschine Wolfram Alpha soll am 18. Mai starten. Per Twitter habe ich nach dem ersten und dem zweiten Test angeboten,  einige weitere Testanfragen an die Maschine zu stellen &#8212; die Macher haben mir einen Testzugang zur Verfügung gestellt. Hier die Ergebnisse. Google-Sprecher Stefan Keuchel hat Folgendes vorgeschlagen: &#8220;Frag wolfi doch mal wer die beste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Suchmaschine Wolfram Alpha soll am 18. Mai starten. Per <a href="http://twitter.com/homofaber" target="_blank">Twitter</a> habe ich nach dem <a href="http://www.homofaber.com/2009/05/06/wolframalpha-angetestet-die-neue-tiefe-des-webs/">ersten</a> und dem <a href="http://www.homofaber.com/2009/05/09/wolfram-alpha-im-zweiten-test-beispiele/">zweiten</a> Test angeboten,  einige weitere Testanfragen an die Maschine zu stellen &#8212; die Macher haben mir einen Testzugang zur Verfügung gestellt. Hier die Ergebnisse.</p>
<p><span id="more-451"></span>Google-Sprecher <a href="http://twitter.com/frischkopp" target="_blank">Stefan Keuchel</a> hat Folgendes vorgeschlagen: &#8220;Frag wolfi doch mal wer <strong>die beste suchmaschine der welt</strong> ist:-)&#8221;</p>
<p>Gesagt, getan. Die Anfrage &#8220;google wolfram alpha&#8221; bringt folgendes Ergebnis:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-454" title="Wolfram Alpha Google" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/wa-google.png" alt="Wolfram Alpha Google" width="588" height="779" /></p>
<p>Mit den Mitteln der Statistik ist damit die Antwort schnell gegeben: Google.com auf Platz 1 beim &#8220;site rank&#8221;, wolframalpha.com auf Platz 2216. Vier Milliarden Pageviews täglich für Google, 1,1 Millionen für Wolfram Alpha. Da liegen also tatsächlich Welten zwischen.</p>
<p>Nur die angezeigte Kurve scheint den Unterschied als nicht so gravierend zu markieren. Der Grund: Sie ist logarithmisch aufgebaut, was auf den ersten Blick ein geschöntes Bild zugunsten Wolfram Alpha ergibt. Auf einer linearen Skala, die sich einstellen lässt, wird der Bedeutungsunterschied klar ersichtlich:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-455" title="Wolfram Alpha und Google im Vergleich" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/wa-google2.png" alt="Wolfram Alpha und Google im Vergleich" width="514" height="249" />Man beachte die gerade noch so eben sichtbare Linie von wolframalpha.com an der Nulllinie. Als Quelle wird hier Alexa angegeben.</p>
<p>Die Quellensituation ist in der Tat nicht befriedigend, wie Christoph Dernbach<a href="http://twitter.com/CDernbach/status/1745034227" target="_blank"> per Twitter anmerkte</a>: &#8220;<span class="status-body"><span class="entry-content">Wie wertvoll sind Suchmaschinen-Ergebnisse, wenn die Quelle der Daten nicht offengelegt wird?&#8221; Zwar finden sich unterhalb der Ergebnisse häufig weiterführende Links zu einer &#8220;Source information&#8221;, jedoch taucht dort häufig der Hinweis </span></span>&#8220;Wolfram|Alpha curated data, 2009&#8243; auf:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-456" title="Wolfram Alpha Quellen" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/wa-quellen.png" alt="Wolfram Alpha Quellen" width="466" height="364" /></p>
<p>Ohnehin sollte man ja keiner Statistik glauben, die man nicht selbst gefälscht hat &#8212; so ist bei dem Vergleich von Zugriffen auf Webseiten Alexa durchaus eine bedenkenswerte Quelle, andererseits bevorzugen manche andere Quellen wie Webhits oder Nielsen.</p>
<p>Leser <a onclick="pageTracker._trackPageview('/exit/to/Ibo75');" href="http://twitter.com/Ibo75" target="_blank">Ibo75</a> hatte den Vorschlag, die <strong>&#8220;beste Wohnlage in Hannover&#8221;</strong> per Wolfram Alpha zu erfragen. Mal abgesehen davon, dass es sich in Deutschland nirgendwo besser als in Hannover leben lässt (vom Braunschweiger Platz abgesehen <img src='http://www.homofaber.com/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , muss Wolfram Alpha hier passen. Da gibt es allenfalls Basisinformationen zu der Stadt:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-457" title="Hannover bei Wolfram Alpha" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/wa-hannover.png" alt="Hannover bei Wolfram Alpha" width="534" height="672" /></p>
<p>Eine vergleichende Suche über US-amerikanische Städte brachte übrigens keine besonderen weiterführenden Informationen &#8212; dafür aber ausführlicheres Quellenmaterial.</p>
<p>Unschlagbar ist weiterhin Google bei der Abfrage, die Marian Semm per Twitter <a href="http://twitter.com/sam2810/statuses/1745927793" target="_blank">vorgeschlagen</a> hat: <strong>&#8220;</strong><span id="msgtxt1745927793" class="msgtxt no"><strong>Tod in Venedig &#8211; wer starb in der Lagunenstadt?&#8221;</strong> Google Deutschland verzweigt zum deutschen Wikipedia-Eintrag über die Novelle von Thomas Mann. Wolfram Alpha nennt zur Abfrage &#8220;death in venice&#8221; den Spielfilm &#8220;Morte a Venezia&#8221;:</span></p>
<p><span class="msgtxt no"><img class="aligncenter size-full wp-image-458" title="Tod in Venedig" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/tot-in-venedig.png" alt="Tod in Venedig" width="547" height="544" /><br />
</span></p>
<p>Auf die Abfrage &#8220;Tod in Venedig&#8221; hat Wolfram Alpha übrigens auf Deutsch geantwortet:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-459" title="Tod in Venedig? Antwort von Wolfram Alpha" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/tod-in-venedig2.png" alt="Tod in Venedig? Antwort von Wolfram Alpha" width="345" height="130" />Man beachte das Wort &#8220;noch&#8221; &#8212; offensichtlich plant Wolfram Alpha durchaus, auch deutsche Abfragen zu ermöglichen. Im Webinar hat Stephen Wolfram allerdings auf eine entsprechende Anfrage von Journalisten, ob andere Sprache als Englisch geplant seien, geantwortet, es sei schwierig genug, englische Abfragen zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Weitere Anfragen gewünscht?</strong> Hinweise bitte über meinen <a href="http://twitter.com/homofaber" target="_blank">Twitter-Account</a>.</p>
<p>P.S.: Wer war noch mal Gustav von Aschenbach?</p>
<p><img src="file:///home/homofabe/Bilder/HAZ/2009/screenshots/WA-google.png" alt="" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homofaber.com/2009/05/wolfram-alpha-zum-dritten-die-suchmaschine-im-test-von-twitter-nutzern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wolfram Alpha im zweiten Test: Beispiele</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2009/05/wolfram-alpha-im-zweiten-test-beispiele/</link>
		<comments>http://www.homofaber.com/2009/05/wolfram-alpha-im-zweiten-test-beispiele/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 May 2009 23:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfram Alpha]]></category>
		<category><![CDATA[WolframAlpha]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Antwortmaschine WolframAlpha hat schon vor ihrem Start für Aufsehen gesorgt. Demovideos und Webinare zeigten das Potenzial der neuen Suchmaschine, die in wenigen Tagen starten soll. Jetzt hatte ich nach dem ersten Einblick bei einem Webinar Gelegenheit zu einem ausführlichen Test. Die Stärke von WolframAlpha liegt im Verknüpfen von unterschiedlichen Quellen. So bringt eine Suche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Antwortmaschine WolframAlpha hat schon vor ihrem Start für Aufsehen gesorgt. Demovideos und Webinare zeigten das Potenzial der neuen Suchmaschine, die in wenigen Tagen starten soll. Jetzt hatte ich nach <a href="http://www.homofaber.com/2009/05/06/wolframalpha-angetestet-die-neue-tiefe-des-webs/">dem ersten Einblick bei einem Webinar</a> Gelegenheit zu einem ausführlichen Test.  <span id="more-399"></span>Die Stärke von WolframAlpha liegt im Verknüpfen von unterschiedlichen Quellen. So bringt eine Suche nach <strong>&#8220;iss hannover&#8221;</strong> folgendes Ergebnis:</p>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615130252150639880_128?MSPStoreType=image/gif&amp;s=31" alt="n44.52deg N, 55.53deg E  (Kazakhstan)" /></div>
</div>
<hr class="bot" />
<div id="pod_0300" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Current orbital information</span></h1>
<div id="subpod_0300_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0300_1" class="output"><img id="i_0300_1" title="altitude | 366.7 km  (kilometers)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992822597221881_1597?MSPStoreType=image/gif&amp;s=31" alt="altitude | 366.7 km  (kilometers)ninstantaneous velocity | 7.691 km/snaverage velocity | 7.696 km/s  (kilometers per second)naverage altitude | 362 km  (kilometers)norbital period | 91.57 minutesninclination | 51.64deg norbit type | LEO (low Earth orbit)" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<div id="pod_0400" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Other information</span></h1>
<div id="subpod_0400_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0400_1" class="output"><img id="i_0400_1" title="launch date | November 20, 1998  (10.5 years ago)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992829174521881_1315?MSPStoreType=image/gif&amp;s=31" alt="launch date | November 20, 1998  (10.5 years ago)" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<div id="pod_0500" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Current sky position from Hanover</span></h1>
<div id="subpod_0500_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0500_1" class="output"><img id="i_0500_1" title="(not currently visible)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615122957954018244_156?MSPStoreType=image/gif&amp;s=31" alt="(not currently visible)naltitude | -9deg  34.34'  (below horizon)nazimuth | 85deg  53.36'  (ENE)nnext rise | 3:16 am CEST  |  Saturday, May 9, 2009nnext set | 3:26 am CEST  |  Saturday, May 9, 2009" /></div>
</div>
</div>
<p>Zu sehen ist der gegenwärtige Standort der Internationalen Raumstation ISS auf einer Weltkarte, gefolgt von weiteren Informationen über die gegenwärtige Höhe der Station, ihrer Geschwindigkeit und weiterer Daten. Ganz unten verknüpft WolframAlpha den Standort mit Hannover: Wieder sichtbar werde die Station von Hannover aus um 3.16 Uhr.</p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p><strong>&#8220;weather hannover when john f. kennedy died&#8221;</strong></p>
<p>Wie war das Wetter in Hannover, als John F. Kennedy starb? Die Maschine erklärt, wie sie die Absprache in Englisch interpretiert:</p>
<h1><span>Input interpretation:</span></h1>
<div id="subpod_0100_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0100_1" class="output"><img id="i_0100_1" title="weather | Hanover,Lower Saxony..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758336236260_1470?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="weather | Hanover,Lower Saxonyn  | John F. Kennedy | date of death" /></div>
</div>
<hr class="bot" />
<div id="pod_0200" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Recorded weather for Hanover, Germany</span></h1>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" title="time range | day of November 22, 1963..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992764915636260_1408?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="time range | day of November 22, 1963ntemperature | average: 8 deg C (5 to 10 deg C)nconditions | rain,overcast,cloudy,few cloudsnrelative humidity | average: 83% (74 to 97%)nwind speed | average: 12 m/s (8 to 14 m/s)" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<div id="pod_0300" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Weather history</span></h1>
<div id="subpod_0300_1" class="sub">
<h1><span>Temperature:</span></h1>
<div id="scannerresult_0300_1" class="output"><img id="i_0300_1" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758328536260_1400?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="n |   |  nminimum: 5 deg CnFri, Nov 22, 12:00 am | average: 8 deg Cn | maximum: 10 deg CnFri, Nov 22, 4:00 amn |   |  " /></div>
</div>
<hr class="div" />
<div id="subpod_0300_2" class="sub">
<h1><span><br />
Cloud cover:</span></h1>
<div id="scannerresult_0300_2" class="output"><img id="i_0300_2" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758328536260_1401?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="n | overcast: 25% (4.5 hours)   |  clear: 0% (0 minutes) " /></div>
</div>
<hr class="div" />
<div id="subpod_0300_3" class="sub">
<h1><span><br />
Conditions:</span></h1>
<div id="scannerresult_0300_3" class="output"><img id="i_0300_3" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758328536260_1402?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="n | rain: 91.7% (16.5 hours) " /></div>
</div>
<hr class="div" />
<div id="subpod_0300_4" class="sub">
<h1><span><br />
Humidity:</span></h1>
<div id="scannerresult_0300_4" class="output"><img id="i_0300_4" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758328536260_1403?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="n |   |  nminimum: 74%nFri, Nov 22, 7:00 pm | average: 83%n | maximum: 97%nFri, Nov 22, 12:00 amn |   |  " /></div>
</div>
<hr class="div" />
<div id="subpod_0300_5" class="sub">
<h1><span><br />
Pressure:</span></h1>
<div id="scannerresult_0300_5" class="output"><img id="i_0300_5" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758328536260_1404?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="n |   |  nminimum: 1005 hPanFri, Nov 22, 4:00 am | average: 1009 hPan | maximum: 1016 hPanSat, Nov 23, 12:00 amn |   |  " /></div>
</div>
<hr class="div" />
<div id="subpod_0300_6" class="sub">
<h1><span><br />
Wind speed:</span></h1>
<div id="scannerresult_0300_6" class="output"><img id="i_0300_6" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758328536260_1405?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="n |   |  nminimum: 8 m/snFri, Nov 22, 10:00 pm | average: 12 m/sn | maximum: 14 m/snFri, Nov 22, 4:00 amn |   |  " /></div>
</div>
<hr class="div" />
<div id="subpod_0300_7" class="sub">
<h1><span><br />
Incident sunlight intensity:</span></h1>
<div id="scannerresult_0300_7" class="output"><img id="i_0300_7" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758328536260_1406?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="Incident sunlight intensity" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<div id="pod_0400" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Historical temperatures for November 22</span></h1>
<div id="subpod_0400_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0400_1" class="output"><img id="i_0400_1" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758346536260_1421?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="nminimum: -16 deg Cn1965 | average: 4 deg Cn | maximum: 15 deg Cn1980, ...n(not corrected for changes in local weather station environment)" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Weather station information</span></h1>
<div id="subpod_0500_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0500_1" class="output"><img id="i_0500_1" title="name | EDDV  (Langenhagen Airport)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615126127898458244_154?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="name | EDDV  (Langenhagen Airport)nrelative position | 7 km  NW  (from center of Hanover)nrelative elevation | 4 meters (below center of Hanover)" /></p>
<div class="annotpod">
<div class="right">.</div>
<div class="right">.</div>
<div class="right">.</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="output">Ziemlich beeindruckend, wie ich finde. Aber auch simple Abfragen wie <strong>&#8220;Hannover Berlin&#8221; </strong>führen zu einem ansprechenden Ergebnis:</div>
<div class="output">
<h1><span><br />
Populations:</span></h1>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" title=" | city population | metro area population..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992456898097899_1482?MSPStoreType=image/gif&amp;s=26" alt=" | city population | metro area populationnHanover,Lower Saxony | 515140 people | 1.112 million peoplenBerlin | 3.384 million people | 4.041 million people" /></div>
</div>
<hr class="bot" />
<div id="pod_0300" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Path:</span></h1>
<div id="subpod_0300_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0300_1" class="output"><img id="i_0300_1" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615133232051450506_113?MSPStoreType=image/gif&amp;s=26" alt="" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Distance</span></h1>
<p><img id="i_0400_1" title=" | distance | flight time..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992456898097899_1485?MSPStoreType=image/gif&amp;s=26" alt=" | distance | flight timenHanover  to  Berlin | 248 km  (kilometers) | 15 minutesn(assuming direct flight path at 890 km/h)" /></div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">Mathe kann die Maschine natürlich auch: <strong>&#8220;expand sin 6x&#8221;</strong></div>
<p><strong></strong>.</p>
<h1><span>Input interpretation:</span></h1>
<div id="subpod_0100_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0100_1" class="output"><img id="i_0100_1" title="expand | sin(6 x)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758336236260_1544?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="expand | sin(6 x)" /></div>
</div>
<hr class="bot" />
<div id="pod_0200" class="pod" style="display: block;">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Results:</span></h1>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" title="6 sin(x) cos^5(x)-20 sin^3(x) cos^3(x)+6 sin^5(x) cos(x)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615126127898458244_219?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="6 sin(x) cos^5(x)-20 sin^3(x) cos^3(x)+6 sin^5(x) cos(x)" /></div>
</div>
<hr class="div" />
<div id="subpod_0200_2" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_2" class="output"><img id="i_0200_2" title="2 sin(x) cos(x) (2 cos(2 x)-1) (2 cos(2 x)+1)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615126127898458244_220?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="2 sin(x) cos(x) (2 cos(2 x)-1) (2 cos(2 x)+1)" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<div id="pod_0300" class="pod">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Series expansion at x=0</span></h1>
<div id="subpod_0300_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0300_1" class="output"><img id="i_0300_1" title="6 x-36 x^3+(324 x^5)/5-(1944 x^7)/35+(972 x^9)/35+O(x^10)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758336236260_1547?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="6 x-36 x^3+(324 x^5)/5-(1944 x^7)/35+(972 x^9)/35+O(x^10)" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Approximations about x = 0 up to order 5</span></h1>
<p><img id="i_0400_1" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614992758313136260_1353?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="\n(order n approximation shown with n dots)" /></p>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output"><strong>Ein kleiner Vergleich von Unternehmen gefällig?</strong> Die Großen der Branche, also öffentlich gelistete Firmen, hat WolframAlpha per Datenbankverknüpfung parat. So bringt die Suche nach &#8220;facebook myspace&#8221; folgendes Ergebnis:</div>
<div class="output">
<h1><span><br />
Registered hosts information</span></h1>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" title=" | facebook.com | myspace.com..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615128314609542963_185?MSPStoreType=image/gif&amp;s=20" alt=" | facebook.com | myspace.comnorganization | Facebook | Myspace.comnlocation | San Jose,California | Los Angeles,California" /></div>
</div>
<hr class="bot" />
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Web statistics</span><a id="substitute_0300_3" href="javascript:asynchronousPod('pod.jsp?id=MSP22614987601769306046_1419&amp;s=20',%20'0300','facebook%2C+myspace','',0)"></a></h1>
<div id="subpod_0300_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0300_1" class="output"><img id="i_0300_1" title=" | facebook.com | myspace.com..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614987601769306046_1420?MSPStoreType=image/gif&amp;s=20" alt=" | facebook.com | myspace.comndaily page views | ~~ 2.6 billion  | ~~ 1.4 billion ndaily visitors | ~~ 250 million  | ~~ 69 million nsite rank | 4th | 11thndomain online | March 29, 1997  (12 years ago) | February 22, 1996  (13 years ago)n(Alexa estimates)" /></div>
</div>
<hr class="div" />
<h1><span><br />
Daily visitors history</span></h1>
<p><img id="i_0300_2" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22614987601769306046_1421?MSPStoreType=image/gif&amp;s=20" alt="n  facebook.com  |    myspace.comn(in millions of visits)" /></div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output"><strong>Wie viele Menschen sterben</strong> in Deutschland an Aids, wie viele in Africa, Südafrika, in den USA?</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">
<h1><span>Input interpretation</span><a id="mathsource" href="javascript:showmathpop('{CountryData[&quot;Germany&quot;,%20&quot;AnnualHIVAIDSDeaths&quot;],%20CountryData[&quot;Africa&quot;,%20&quot;AnnualHIVAIDSDeaths&quot;],%20CountryData[&quot;SouthAfrica&quot;,%20&quot;AnnualHIVAIDSDeaths&quot;],%20CountryData[&quot;UnitedStates&quot;,%20&quot;AnnualHIVAIDSDeaths&quot;]}');"></a></h1>
<div id="subpod_0100_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0100_1" class="output"><img id="i_0100_1" title="Germany | annual HIV/AIDS deaths  |  Africa | annual HIV/AIDS deaths  |  South Africa | annual HIV/AIDS deaths  |  United States | annual HIV/AIDS deaths..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615067633849947596_1011?MSPStoreType=image/gif&amp;s=27" alt="Germany | annual HIV/AIDS deaths  |  Africa | annual HIV/AIDS deaths  |  South Africa | annual HIV/AIDS deaths  |  United States | annual HIV/AIDS deaths" /></div>
</div>
<hr class="bot" />
<div id="pod_0200" class="pod">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Result:</span></h1>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" title="500 people per year  |  1.641 million people per year  |  350 000 people per year  |  22 000 people per year  (2007 estimate)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615067633849947596_1012?MSPStoreType=image/gif&amp;s=27" alt="500 people per year  |  1.641 million people per year  |  350 000 people per year  |  22 000 people per year  (2007 estimate)" /></div>
</div>
</div>
</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output"><strong>Wann gab es das letzte Erdbeben in Deutschland?</strong> &#8220;earthquake Germany&#8221; bringt zunächst kein Ergebnis &#8211; dafür aber eine Auswahlmöglichkeit, die Magnitude zu verändern und den Zeitraum. Mit der Einstellung &#8220;Last 30 years&#8221; gibt es dieses Ergebnis:</div>
<div class="output">.</p>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615126127898458244_225?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="" /></div>
</div>
</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.<img id="i_0200_3" title="magnitude | time | location..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615126127898458244_228?MSPStoreType=image/gif&amp;s=30" alt="magnitude | time | location\n4.2 | Sun, Dec 5, 2004\n02:52 am CET\n(4.4 years ago) | 2 km  (kilometers) E of Simonswald, Baden Wurttemberg, Germany" /></div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output"><strong>Was sind eigentlich 5000 Worte?</strong> WolframAlpha gibt die Antwort:</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</p>
<h1><span><br />
Input interpretation:</span></h1>
<div id="subpod_0100_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0100_1" class="output"><img id="i_0100_1" title="5000 words (in English)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615144078316878905_125?MSPStoreType=image/gif&amp;s=28" alt="5000 words (in English)" /></div>
</div>
<hr class="bot" />
<div id="pod_0200" class="pod">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Character length:</span></h1>
<div id="subpod_0200_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0200_1" class="output"><img id="i_0200_1" title="30 500 characters..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615144078316878905_126?MSPStoreType=image/gif&amp;s=28" alt="30 500 characters\n(assuming 5.1 characters per word)" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<div id="pod_0300" class="pod">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Printed length</span></h1>
<div id="subpod_0300_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0300_1" class="output"><img id="i_0300_1" title="single-spaced document | 10 pages | 450 lines..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615144078316878905_130?MSPStoreType=image/gif&amp;s=28" alt="single-spaced document | 10 pages | 450 lines\ndouble-spaced document | 20 pages | 450 lines" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<div id="pod_0400" class="pod">
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Times</span></h1>
<div id="subpod_0400_1" class="sub">
<div id="scannerresult_0400_1" class="output"><img id="i_0400_1" title="typical typing | 83 minutes..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615144078316878905_132?MSPStoreType=image/gif&amp;s=28" alt="typical typing | 83 minutes\ntypical speaking | 33 minutes\nsilent reading | 18 minutes" /></div>
</div>
<hr class="bot" /></div>
<hr class="top" />
<h1><span><br />
Data size:</span></h1>
<p><img id="i_0500_1" title="30.5 kB  (kilobytes)  |  244 kb  (kilobits)..." src="http://www1.wolframalpha.com/Calculate/MSP/MSP22615129584841873930_166?MSPStoreType=image/gif&amp;s=28" alt="30.5 kB  (kilobytes)  |  244 kb  (kilobits)\n(assuming 8-bit encoding)" /></div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output">.</div>
<div class="output"><strong>Fazit:</strong> Das waren jetzt einige der erfolgreichen Anfragen, die beim Herumspielen mit der Antwortmaschine herauskamen. Die erfolglosen habe ich hier weggelassen. Mein persönliches Fazit: Die Maschine kann großartig weiterhelfen, wenn man genau weiß, wonach man sucht. Das galt zwar auch schon für Google, hier kommt jedoch ein Aspekt hinzu. WolframAlpha benutzt als Datenquellen offizielles Material. Anders als bei Google erleichtert einem WolframAlpha die Aufgabe, die Quelle des Datenmaterials zu bewerten. Das mag künftig noch weitere Schwierigkeiten mit sich bringen, doch erleichtert es die Arbeit bei den ersten Schritten der Recherche. Auf der anderen Seite ist das Datenmaterial nicht so umfangreich, wie anfangs erwartet.</div>
<div class="output">.</div>
<p>Die Verknüpfung von Ort und  Zeit mit der gewünschten Information ist jedoch ein Alleinstellungsmerkmal &#8211; ein beeindruckender Start von WolframAlpha, wohl das, was als semantisches Web, als Web 3.0 bezeichnet wird. Das sind die Anfänge, und sie dürften unseren Umgang mit Informationen weiter gravierend verändern.</p>
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		<item>
		<title>Openzine.com und Tabbloid.com: Das Web macht Druck</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2009/05/das-web-macht-druck/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 08:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
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		<description><![CDATA[Es dauert nicht mehr lange, dann bekommen Drucker im Haushalt eine eigene E-Mail-Adresse – und stehen fortan bereit, zu festgelegten Uhrzeiten empfangene PDF-Dateien zu Papier zu bringen. Außerdem wird es über neue Dienste im Web möglich, Magazine zu gestalten. Das Unternehmen Hewlett Packard hat einen Service im Web gestartet, der aus standardisierten Nachrichten im  RSS-Format [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-394" title="Hilft beim Gestalten eines eigenen Magazins: Openzine" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/openzine.png" alt="Hilft beim Gestalten eines eigenen Magazins: Openzine" width="498" height="311" /></p>
<p>Es dauert nicht mehr lange, dann bekommen Drucker im Haushalt eine eigene E-Mail-Adresse – und stehen fortan bereit, zu festgelegten Uhrzeiten empfangene PDF-Dateien zu Papier zu bringen. Außerdem wird es über neue Dienste im Web möglich, Magazine zu gestalten.</p>
<p><span id="more-392"></span>Das Unternehmen Hewlett Packard hat einen Service im Web gestartet, der aus standardisierten Nachrichten im  RSS-Format vollautomatisch PDF-Seiten herstellt. Zu einer frei einstellbaren Uhrzeit, zum Beispiel rechtzeitig zum Frühstück täglich um 7.30 Uhr, sammelt der Hewlett-Packard-Server (<a href="http://www.tabbloid.com" target="_blank">www.tabbloid.com</a>) die jüngsten Nachrichten von unterschiedlichen Angeboten ein, setzt die Texte zu einer PDF-Seite zusammen und verschickt sie dann an die gewünschte Mail-Adresse.</p>
<p><strong>RSS hat sich etabliert</strong></p>
<p>Das funktioniert mittlerweile mit Zehntausenden Webangeboten aus aller Welt. Hintergrund sind die RSS-Feeds im Web: Zusätzlich zu den normalen Webseiten bieten viele Internet-Firmen ihre Angebote im RSS-Speicherformat an – einem Nachrichtenschema, das beispielsweise die Überschrift, den Vorspann und den Haupptteil eines Textes in standardisierter Form enthält. Besondere Gestaltungselemente enthalten die RSS-Feeds nicht mehr: Sie befreien die Inhalte von jedem Schnickschnack, reduzieren sie auf das absolut Wesentliche.</p>
<p>Zum Lesen von RSS-Feeds braucht man besondere Lesesoftware, einen RSS-Reader. Das kann ein E-Mail-Programm, ein Browser wie der Firefox oder eine Software fürs Handy sein. Auch auf dem Bildschirmschoner können RSS-Feeds angezeigt werden. Vorteil für den Anwender: Er kann sich mehrere RSS-Feeds zusammenmixen – den Lokalteil und die Politiknachrichten der HAZ etwa, dazu die wichtigsten Technikmeldungen von Heise.de und auf Wunsch sogar alle Artikel der „New York Times“, in denen künftig die Wörter „Hannover“ oder „Obama“ vorkommen. Die Amerikaner bieten zusätzlich zu ihren 1500 vorgefertigten RSS-Feeds frei einstellbare Feeds auf Suchwortbasis, die man sich kostenlos abonnieren kann, siehe <a href="http://j2j.de/NYTrssSearch" target="_blank">http://j2j.de/ NYTrssSearch</a>.</p>
<p><strong>Nicht alle RSS-Feeds sind vollständig</strong></p>
<p>Einen gravierenden Haken hat die Sache allerdings: Zahllose RSS-Feeds enthalten nicht die vollständigen Artikel, sondern lediglich die Überschrift und die kurze Zusammenfassung – mit der Folge, dass man zum Lesen des gesamten Textes doch wieder auf die Homepage des Artikels gehen muss. Daran krankt auch das Tabbloid-Angebot von Hewlett-Packard. Eine vollständig vom Web gelöste PDF-Seite ist damit noch nicht zu bekommen.</p>
<p>Allerdings steigt die Zahl der RSS-Anbieter, die vollständige RSS-Feeds bereitstellen. Einige steuern sogar Fotos bei – die dann in den Text eingebaut erscheinen. Aufwendig gestaltete Seiten darf man da nicht erwarten.</p>
<p>Für anspruchsvollere Seiten kann man auf den Dienst <a href="http://www.openzine.com" target="_blank">Openzine.com</a> umsteigen, der ein komplettes Gestaltungsprogramm im Webbrowser bereitstellt – bisher brauchte man für so etwas extra PC-Software.</p>
<p>Fehlt nur noch der Automatismus, die PDFs zu Hause oder bei seinen Lesern zu Papier zu bringen. Druckerhersteller Xerox hat bereits 1999 einen Printserver vorgestellt, der per Mail zugestellte Dokumente automatisch ausdruckt. Heute lassen sich Drucker privat beispielsweise ans DSL-Modem anschließen. Mit entsprechenden Sicherheitseinstellungen versehen, könnte solch ein Drucker auch von außen zugänglich sein: Ricoh hat zwei Drucker angekündigt, die Ausdrucke per Hochladen oder per E-Mail-Zustellung ermöglichen sollen. Zum Schutz vor ausgedrucktem Spam wird dabei eine aufwendige Verschlüsselung der eintreffenden Mails samt Kennwortschutz nötig. Es scheint nicht mehr lange zu dauern, bis die letzten technischen Hürden für solche Modelle überwunden sind.</p>
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		<item>
		<title>WolframAlpha angetestet: Die neue Tiefe des Webs</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2009/05/wolframalpha-angetestet-die-neue-tiefe-des-webs/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 22:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Wolfram]]></category>
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		<category><![CDATA[WolframAlpha]]></category>

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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen startet ein neues Internetangebot, das dem Wissen über unsere Welt eine neue Tiefe gibt. „WolframAlpha“ verknüpft Tonnen von statistischen Daten mit einer einfachen Abfragemöglichkeit im Stile von Google. Ich konnte einen ersten Blick auf die Maschine werfen und eigene Abfragen unterbringen. WolframAlpha ist derzeit unter der Adresse www.wolframalpha.com noch nicht funktionstüchtig. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_379" class="wp-caption aligncenter" style="width: 526px"><img class="size-full wp-image-379" title="WolframAlpha" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/05/wolframalpha.png" alt="Neue Suchmaschine: WolframAlpha" width="516" height="114" /><p class="wp-caption-text">Neue Suchmaschine: WolframAlpha</p></div>
<p>In wenigen Tagen startet ein neues Internetangebot, das dem Wissen über unsere Welt eine neue Tiefe gibt.  „WolframAlpha“ verknüpft Tonnen von statistischen Daten mit einer einfachen Abfragemöglichkeit im Stile von Google. Ich konnte einen ersten Blick auf die Maschine werfen und eigene Abfragen unterbringen.</p>
<p><span id="more-378"></span>WolframAlpha ist derzeit unter der Adresse <a href="http://www.wolframalpha.com" target="_blank">www.wolframalpha.com</a> noch nicht funktionstüchtig. In einem sogenannten Webinar, einer per Internet übertragenen Livedemonstration samt Rückfragemöglichkeit seitens der teilnehmenden Journalisten, konnten wir jedoch schon einen Blick auf die Maschine werfen. In einer schlichten Eingabezeile lassen sich dort allerlei Datenbanken abfragen, Ergebnisse miteinander verknüpfen und in tabellarischer ebenso wie grafischer Ansicht anzeigen lassen. Beispiele:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/hYhLsQPHNas&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hYhLsQPHNas&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<ul>
<li> <strong>„france fish production“</strong> zeigt tabellarisch Daten und mit einer Kurvengrafik den Verlauf der französischen Fischproduktion der vergangenen Jahre</li>
<li> <strong>„MSFT Sun“</strong>, also das Börsenkürzel von Microsoft und der Name des Unternehmens Sun, holt eine Tabelle mit den wichtigsten Daten über Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl und noch einiger Daten mehr über die beiden Unternehmen aus der Datenbank und setzt sie im Vergleich zueinander</li>
<li> <strong>„a_ _a_n“</strong> findet für ein Kreuzworträtsel passend Wörter, die exakt in das Schema passen (allerdings nur auf Englisch)</li>
<li> <strong>„6000 words“</strong> veranschaulicht die Zahl von 6000 Wörtern mit unterschiedlichen Abschätzungen darüber, wie viel das eigentlich ist: ausgedruckt etwa zwölf Seiten oder im Maschineschreiben durchschnittlich 100 Minuten Aufwand</li>
<li> <strong>„weather in princeton NJ when kurt godel died“</strong> holt Details über die Wetterlage in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey für jenen Tag auf den Schirm, als Kurt Godel starb: 30° Fahrenheit, 88 Prozent Luftfeuchtigkeit.</li>
<li> <strong>„5th largest country in Europe“</strong> zeigt das fünftgrößte Land in Europa an, Deutschland</li>
<li> <strong>„gdp vs. Population for europe“</strong> zeigt das Bruttosozialprodukt europäischer Länder in Relation zur jeweiligen Größe des Landes</li>
<li> <strong>„next solar eclipse Chicago“</strong> nennt auf die Stunden genau den Zeitpunkt der nächsten Sonnenfinsternis für Chicago</li>
<li> <strong>„67 x 89“</strong> nennt nicht nur das Ergebnis 5963, sondern veranschaulicht das Berechnen auch durch eine Zifferntabelle, wie man sie beim Berechnen von Hand benutzen würde.</li>
</ul>
<p>Die Beispiele ließen sich endlos fortführen.</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/5TIOH80Qg7Q&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5TIOH80Qg7Q&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Versagt hat die Maschine allerdings auch: etwa bei unserer Abfrage nach den Besucherzahlen zur Weltausstellung 2000 in Deutschland – da konnte Unternehmensgründer Stephen Wolfram nur mit der allgemeineren Zahl der mit dem Flugzeug eingereisten Touristen fürs Jahr 2007 einen Wert liefern (69,6 Millionen Menschen); das war nicht das, wonach wir gesucht hatten. Auch bei manchen anderen Abfragen musste WolframAlpha passen, zum Beispiel bei der Frage nach dem derzeitigen Standort eines US-Atom-U-Boots. Dennoch hat die neue Statistiksuchmaschine das Zeug zum nächsten großen Ding im Web. Die Idee erinnert an die Suchmaschine Wefind, die von Berlin aus auf ähnliche Weise Datenbanken anzapft und auswirft (und an der die Verlagsgruppe Madsack, die mein Arbeitgeber herausgibt, beteiligt ist).</p>
<p><strong>10.000 Rechnereinheiten bedienen</strong></p>
<p>Wie Wolfram erläuterte, soll das Angebot in weniger als zwei Wochen starten, dafür seien „10 000 CPUs“ (Rechnereinheiten) zu installieren – eine Größenordnung, die an die großen Abfragedienste Google und Wikipedia erinnert. Stephen Wolfram ist dabei allerdings keiner der üblichen Startupunternehmer: Sein für PCs erhältliches Programm „Mathematica“ gilt weltweit als Standard für die Auswertung statistischer Daten. Der Brite hat sich als Physiker und Mathematiker einen Namen gemacht – nicht als Geschäftsmann. Nebenbei lassen sich über die geplante Website auch mathematische Fragen lösen.</p>
<p>Ob WolframAlpha so durch seine bestechend erscheinende neue Technik auch kommerziell ein Erfolg wird, steht auf einem anderen Blatt. Er sei „mit den auf der Hand liegenden Partnern“ in aktiven Gesprächen, außerdem mit manchen Partnern, „die nicht so offensichtlich sind“. Der Großteil des Angebots werde kostenlos sein, zur Refinanzierung seien eine kostenpflichtige Profiversion und Werbemöglichkeiten geplant. In der Profiversion lassen sich beispielsweise die ausgespuckten Grafiken als weiterverarbeitbares PDF-Dokument herunterladen – um sie etwa in Unternehmensbroschüren oder Medien zu verwenden.</p>
<p>Zudem will Wolfram eine kostenpflichtige Schnittstelle für Unternehmenskunden anbieten, die auf das Datenbankwissen von WolframAlpha zurückgreift und das Vorgefundene mit eigenen Daten verknüpft. Interessant könnte so etwas beispielsweise für Versicherungen sein, die manche exotischen Erhebungen zusammenstellen, um Versicherungskosten festzulegen – etwa die jährliche Anzahl der Blitzeinschläge an einem bestimmten Standort in Relation zum dortigen Durchschnittseinkommen von Hausbesitzern.</p>
<p><strong>Logisches Denken, Argumente, Schlussfolgerungen</strong></p>
<p>„Ich glaube, dass WolframAlpha sogar Spezialisten neue Entdeckungen bescheren könnte“, sagt Nova Spivack, Chef des Internetportals <a href="http://Twine.com" target="_blank">Twine.com</a>, das etwas Ähnliches versucht hat. Gegenüber dem „Spiegel“ sagte Spivack, WolframAlpha werde die kollektive Intelligenz des Netzes deutlich erhöhen. Als „Google“-„Killer“ will er WolframAlpha nicht verstanden wissen: „Google versorgt die Welt mit Gedächtnis, WolframAlpha wird die Welt mit logischem Denken, Argumenten und Schlussfolgerungen versorgen“.</p>
<p>Google hat just letzte Woche einen Grafikdienst in seine Suchmaschine eingebaut, der öffentlich zugängliche USDaten veranschaulicht (und von Deutschland aus nur versteckt über die erweiterte Google-Suche zugänglich wird). Laut Produktmanager Ola Rosling ist das Angebot „erst der Anfang“. Das zugrundeliegende Wissen hatte Google bereits vor zwei Jahren mit dem Kauf der Firma Trendalyzer erworben.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.wolframalpha.com/" target="_blank">http://www.wolframalpha.com/</a></li>
<li>Konkurrierendes Webangebot: <a href="http://start.csail.mit.edu/" target="_blank">http://start.csail.mit.edu/</a></li>
</ul>
<p><strong>(Update: Mittlerweile konnte ich die Maschine ausführlicher <a href="http://www.homofaber.com/2009/05/09/wolfram-alpha-im-zweiten-test-beispiele/">testen und weitere Beispiele für Suchanfragen zusammenstellen</a>.)</strong></p>
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		<item>
		<title>Das Google-Elixier: Jeff Jarvis über die Linkökonomie</title>
		<link>http://www.homofaber.com/2009/04/das-google-elixier-jeff-jarvis-uber-die-linkokonomie/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 23:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>homofaber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein „Zeitalter der Vergebung“ sehen Internet-Vordenker wie Jeff Jarvis durch die wachsende Abrufbarkeit persönlicher Informationen durch die Internet-Suchmaschine Google kommen. In seinem Buch „Was würde Google tun?“ beschreibt der Amerikaner eine neue Welt der Linkökonomie. Zu Dell-Computern hat Jeff Jarvis ein ganz besonderes Verhältnis. Ein Laptop des US-amerikanischen Herstellers entpuppte sich als fehleranfälliges Montagsgerät, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_335" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><img class="size-full wp-image-335" style="border: 0pt none; margin: 10px;" title="Jeff Jarvis: &quot;Was würde Google tun?&quot;" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/04/wwgd.jpg" alt="Jeff Jarvis: &quot;Was würde Google tun?&quot;" width="180" height="180" /><p class="wp-caption-text">Jeff Jarvis: &quot;Was würde Google tun?&quot;</p></div>
<p>Ein „Zeitalter der Vergebung“ sehen Internet-Vordenker wie Jeff Jarvis durch die wachsende Abrufbarkeit persönlicher Informationen durch die Internet-Suchmaschine Google kommen. In seinem Buch „Was würde Google tun?“ beschreibt der Amerikaner eine neue Welt der Linkökonomie.<br />
<span id="more-323"></span><br />
Zu Dell-Computern hat <a href="http://twitter.com/jeffjarvis" target="_blank">Jeff Jarvis</a> ein ganz besonderes Verhältnis. Ein Laptop des US-amerikanischen Herstellers entpuppte sich als fehleranfälliges Montagsgerät, und trotz vieler Versuche bekam der amerikanische Medienexperte keinen guten Service. Seine schlechten Erfahrungen beschrieb Jarvis in seinem Blog im Internet – und bekam daraufhin so großen Zuspruch von anderen Internetbenutzern, dass daraus eine ungeplante, ungezügelte Kampagne wurde. Die Folge: Am Ende nahm Dell seinen Service von Grund auf in Angriff.</p>
<p>In seinem bereits auf Englisch erschienenen und viel beachteten Buch „Was würde Google tun?“, das in den nächsten Tagen auf Deutsch erscheint, beschreibt Jarvis ausführlich, wie schädlich es anfangs für Dell war, die Blogger zu missachten – denn nicht nur Internetkenner bekamen die Kritik mit, sondern auch zahllose Bekannte dieser Internetexperten, Suchmaschinen, die Medien – und letztlich auch der Dell-Service selbst. „Dell lernte mühsam, wie die Kundschaft über das Unternehmen sprach“, berichtet Jarvis. Darauf einzugehen, wenn auch spät, entpuppte sich als Dreh- und Angelpunkt der in Rage geratenen Internet-Öffentlichkeit – weil sich auch das geänderte Verhalten schnell herumsprach. „Öffentlichkeit ist eine Tugend. Je öffentlicher Sie sind, desto einfacher sind Sie zu finden. Ihre Kunden sind Ihre Werbeagentur.“ Es gilt, auf die Kundschaft einzugehen, aber anders als bisher: öffentlich.</p>
<p><strong>Die Mühe vermeiden, über die Homepage zu gehen</strong></p>
<p>Das „Google-Elixier“ nennt Jarvis diese Methode, die eigene Kundschaft über eigene Webseiten in Foren und interaktiven Medien direkt anzusprechen – durchaus über Unterseiten auf „dell.com“, aber noch viel wichtiger durch die Erreichbarkeit dieser Seiten über die Google-Suchmaschine. Immer mehr Menschen vermeiden die kleine Mühe, sich die Webseite des Herstellers direkt herauszusuchen. Stattdessen googeln sie.</p>
<p>Was für Firmen gilt, greift auch bei Privatpersonen immer mehr um sich. Laut Statistik der Marketingfirma Alloy nutzen in den USA 96 Prozent der jungen Leute soziale Netze aller Art. Die Kehrseite: „Es gibt keine Privatsphäre, finden Sie sich damit ab“, sagt Vinton Cerf, einer der Begründer der Internet-Revolution und seit Kurzem einer der Verantwortlichen bei Google. „Unsere Fehler, jugendliche Irrtümer und Unbesonnenheiten werden öffentlicher und dauerhafter sein und uns bis an unser Lebensende verfolgen, denn dank Google hat die Welt ein besseres Gedächtnis.“ David Weinberger hat das so formuliert: „Ein Zeitalter der Transparenz muss ein Zeitalter des Vergebens sein.“ US-Präsident Barack Obama habe das vorgemacht, als er öffentlich bekannte, früher Marihuana geraucht zu haben. „Das Entscheidende ist nicht Privatsphäre, sondern Kontrolle über unsere persönlichen Informationen“, sagt Jarvis.</p>
<p>So hat auch Jarvis selbst Informationen über sein Herzleiden preisgegeben, wie bereits Google-Chef Sergej Brin über seine genetisch bedingte erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Parkinson zu erkranken – mit der Folge, dass andere Tipps zum Umgang mit der Krankheit gaben. „Öffentlichkeit ist ein gemeinsames Gut. Die Weisheit der Masse gehört der Masse“, sagt Jarvis. Das Teilen und gegenseitige Mitteilen von Informationen ist sein Kerngedanke: Wenn von zwei Leuten jeder für sich eine gute Idee hat, steigt der Erkenntnisgewinn durchs Teilen: Dann haben plötzlich beide, jeder für sich, zwei gute Ideen. Für Jarvis ist das die „Generation G“ wie Google, die von der Öffentlichkeit Besitz ergreift.</p>
<p><strong>Über die Linkökonomie</strong></p>
<p>Über den neuen Star unter den sozialen Netzwerken, Twitter, entsteht zudem eine Linkökonomie, eine bei allen banalen Statusmeldungen beachtliche Ansammlung „wertvoller“ Links, also Querverweise auf lesenswerte Artikel und Beiträge anderer. „Das Internet macht uns nicht kreativer. Doch es bietet die Möglichkeit, dass das, was wir schaffen, gesehen, gehört und genutzt wird. Es gibt jedem Schaffenden die Chance, ein Publikum zu finden, das Publikum, das er oder sie verdient. Dadurch finden wir nicht nur, was uns gefällt, wir finden auch Menschen, denen gefällt, was wir tun.“</p>
<p>Was den großen Netzwerken aus Übersee wie Facebook, Myspace und LinkedIn sowie aus Deutschland Xing bei allen Erfolgsmeldungen über ihre rasant steigenden Nutzerzahlen fehlt, ist freilich der große Erfolg und die Verbreitung im Sublokalen. Doch der Anfang ist gemacht. Jarvis nennt Beispiele aus den USA, aber es gibt sie auch hierzulande: Da existiert etwa nahe Anglerteichen bei Ingeln-Oesselse südlich von Hannover ein abschüssiger Radweg, der beim Geradeausfahren direkt auf die offene Brummispur der Autobahn 7 führt. „Eine vorhandene Schranke wird niemals geschlossen“, <a href="http://www.myheimat.de/hannover-mitte/beitrag/90088/lebensgefaehrlicher-radweg/" target="_blank">beklagt ein Teilnehmer des Netzwerkes MyHeimat.de</a>, Gerd Zimmermann. Solch eine Miniinformation interessiert zunächst kaum jemanden, der nicht in der Gegend unterwegs ist. Gestern früh hatte die Information gerade einmal 18 Klicks. Doch sie wird zu einer einzelnen, gar lebensrettenden Info für jeden, der genau dort in nächster Zeit mit dem Fahrrad auf dem Hügel steht.</p>
<p><strong>Links tauchen in immer mehr relevanten Sammelstellen auf</strong></p>
<p>Ein handlicher Link zu solch einer mit Geodaten versehenen Info, der beim Radwandern auf dem Handy automatisch aufkommt, sobald man in der Nähe ist, wird der nächste Schritt. In der Linkökonomie von Google, Twitter und Co. scheint für solche Informationen fast unbegrenzt Platz. „Let’s clone Twitter“, sagt Robert Scoble, ein bei Twitter berühmter Journalist: Der Link zu einer solchen Info könnte digital kopiert in allen relevanten Sammelstellen auftauchen: im Navigationsgerät der Autofahrer, die dort vorbeirauschen, in digitalen Fahrradwanderkarten, die per Handy gestützt werden, im persönlichen „Feed“ des Ortsbürgermeisters von Ingeln-Oesselse. Ein „Twitterbot“, ein Stück Software, könnte genau dann aktiv auf diese Info hinweisen, sobald man sich in seiner Nähe befindet.</p>
<p>Die Technik ist da, sie ist nur häufig noch unsortiert, chaotisch und die Masse solcher Miniinfos nur vereinzelt zugänglich. Google macht es wie kein anderer vor, solche Daten zugänglich zu machen. Wer etwa nach „lebensgefährlicher Radweg Ingeln-Oesselse“ <a href="http://www.google.de/search?q=lebensgef%C3%A4hrlicher+Radweg+Ingeln-Oesselse" target="_blank">googelt</a>, fand gestern genau diesen einen Treffer. Im nächsten Schritt der Internet-Revolution warnt das Handy davor, sobald man in der Nähe ist, weil vielleicht MyHeimat-Nutzer als besonders zuverlässig eingeschätzt werden, der Beitragende Gerd Zimmermann sowieso und besonders viele andere Netznutzer darauf verlinken. Und es könnte passieren, dass zwischenzeitlich andere Internetnutzer darauf reagieren, die Gefahrenstelle über die sozialen Netze als untragbar weiterverbreiten, Medien darüber berichten und schließlich das Ordnungsamt eine Leitplanke vor der Autobahn veranlasst.</p>
<p><strong>Small is the new big</strong></p>
<p>Das ist, was US-Autor Jeff Jarvis mit seiner Google-Ökonomie meint: Der kleine Link zu einer Info wird zum großen Ganzen – „Small is the new big“. Eine Kleinigkeit nur gilt es zu überwinden: jegliche kleine Info so mit dem großen Ganzen zu vernetzen, dass der „Information Overload“, das Ersticken in Datenmüll, ausbleibt.</p>
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		<title>Wie das Internet das Radio revolutioniert</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 20:38:49 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<dl id="attachment_263" class="wp-caption alignright" style="width: 260px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-263" href="http://www.homofaber.com/2009/04/08/wie-das-internet-das-radio-revolutioniert/radio/"><img class="size-full wp-image-263" style="margin: 20px;" title="radio" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/04/radio.jpg" alt="(c) tomaradze, http://www.flickr.com/photos/no_means_no/2066057933/" width="250" height="333" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Radio aus vergangener Zeit: Bis zu 15.000 Webradios sind übers Internet abrufbar. (Foto: (c) <a href="http://www.flickr.com/photos/no_means_no/2066057933/" target="_blank">tomaradze</a>) </dd>
</dl>
<p>Die Deutschen besitzen rund 300 Millionen Radioempfänger – vom Wecker über die Stereoanlage bis zum Autoradio. Eigentlich reicht das. Dennoch kommen in jüngster Zeit neue Empfangsgeräte hinzu: internetbasierte Radios, die das Hör-Erlebnis verändern. Mehr als eine Millionen Webradios wurden Schätzungen zufolge bereits in Deutschland verkauft.</p>
<p>Die neuen Dienste und Techniken sorgen für eine viel größere mögliche Reichweite der Sender: Radio ffn, N-Joy und Co. senden nicht mehr nur in der Norddeutschen Tiefebene. Sie werden so auch auf Mallorca, in Bayern und in San Francisco empfangbar. Andererseits werden in Pattensen, Peine und Poggenhagen nun auch neue konkurrierende Radiosender ausgestrahlt – etwa das „Familyradio“ aus San Francisco, Radio Guiniguada 105.9 FM aus Las Palmas und Antenne Bayern aus München. Radio aus dem Internet verbreitert die Vielfalt. Schätzungen zufolge sind bis zu 15.000 Sender übers Web abrufbar. Darunter sind neben den klassischen Kanälen wie NDR, Antenne und ffn allerhand Kanäle aus Übersee, Spartenprogramme, <a href="http://www.surfmusik.de/poli.htm" target="_blank">Exoten wie der Polizeifunk aus Canberra in Australien</a> – und prinzipiell sogar die fürs Web freigeschalteten MP3-Sammlungen von Musikliebhabern aus aller Welt.<span id="more-261"></span></p>
<p>Nur hatte das Internetradio imagemäßig bisher ein Problem: Über die Technikszene hinaus fand es wenig Beachtung. Im Jahr 2000, als die ersten Hersteller Internetradios in die Verkaufsregale stellten, gab es in Deutschland nur 200.000 Breitbandanschlüsse. Ohne die ist aber Webradio weder praktisch noch bezahlbar. Das ändert sich gerade. 2006 gab es schon 15 Millionen Anschlüsse, bis 2015 sollen es 30 Millionen werden.</p>
<p>Das hat Folgen. N-Joy etwa nimmt Hörerwünsche nicht mehr nur per Telefon entgegen. Über einen <a href="http://twitter.com/NJOYDE" target="_blank">eigenen Twitter-Kana</a>l stehen die Hamburger mit jenen Hörern in Kontakt, die den Sender im Büro am PC oder unterwegs mit einem internetfähigen Laptop oder Handy hören. Fast in Echtzeit – die Verzögerung eines Twitterbeitrags umfasst meist nur wenige Minuten – stehen die Hörer so nicht nur mit dem Sender in Kontakt, sondern können auch untereinander Bezug nehmen.</p>
<p><strong>Neue Nachhaltigkeit: Zusatznutzen durch extra Beiträge aus dem Archiv</strong></p>
<p>Auch wer den NDR hört, bekommt per Web zusätzliche Möglichkeiten: Er hat alternativ zum Liveprogramm die Möglichkeit, <a href="http://www.ndr2.de/pages_std_lib/0,3325,OID4457120,00.html" target="_blank">per Knopfdruck einzelne Sendungen</a> abzurufen – egal, was gerade wirklich läuft, per Podcast. „Die Bedeutung der Podcasts wächst“, sagt NDR-Programmdirektor Hörfunk, Joachim Knuth. Neue Zielgruppen würden angesprochen. „Und mit Podcasts erhält das vermeintlich flüchtige Medium Radio neue Nachhaltigkeit“, sagt Knuth. Vieles davon ist dann nicht mehr live, sondern aus dem Archiv – und es ist länger abrufbar. „Wired“-Chefredakteur Chris Anderson hat diesen Effekt bereits 2004 als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Long_Tail" target="_blank">„The Long Tail“</a> bezeichnete, als den „langen Schwanz“.</p>
<div id="attachment_265" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a rel="attachment wp-att-265" href="http://www.homofaber.com/2009/04/08/wie-das-internet-das-radio-revolutioniert/terratec-noxon-90elf/"><img class="size-full wp-image-265" title="Internet-Radio: Das Terratec Noxon 90elf" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/04/terratec-noxon-90elf.jpg" alt="Internet-Radio: Das Terratec Noxon 90elf" width="500" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Internet-Radio: Das Terratec Noxon 90elf</p></div>
<p>Die Geräteindustrie setzt viele Hoffnungen in die Attraktivität der neuen Funktionen. „Damit können wir immer mehr Radiohörer vom Internetradio überzeugen“, sagt etwa Christoph Müllers von Terratec. Die Firma stellt seit Jahren Webradios her. 2009 rechnet er mit dem Durchbruch für die Geräte, die bisher eher ein Nischendasein führten.</p>
<p>Der Trick ist einfach: Abgespeckte PC-Technik wird zunehmend in neumodischen Kofferradios verbaut – so dass in Technikmärkten seit einiger Zeit neben den klassischen UKW-Radios diese neuen Empfänger zu bekommen sind, die das Sendesignal über ein WLAN-Funknetz oder per Ethernet-Kabel aus dem DSL-Anschluss empfangen können. Die Geräte kosten bis zu 300 Euro, sind somit also vergleichsweise teuer. Doch es geht auch günstiger, wie etwa beim Gerät „Terratec Noxon 90elf“. Es kostet 149 Euro und ist ein Radiogerät, mit dem man neben 11.000 Radioprogrammen auch alle Liveübertragungen der Spiele der Fußballbundesliga live empfangen kann – ein Novum. Der Internetradiosender <a href="http://www.90elf.de/" target="_blank">90elf</a>, der übrigens auch ohne das Gerät über die Webseite sowie über ein iPhone-Programm kostenlos erhältlich ist, soll mittlerweile schon 500.000 regelmäßige Hörer haben.</p>
<p>Die meisten Webradios bieten zudem eine Funktion, die das klassische Radio nicht kann: auf die eigene digitalisierte Musiksammlung umschalten. Wer seine MP3-Musikdateien ordentlich auf dem PC sortiert hat, kann diese auch per WLAN in der Küche empfangen. Dazu muss der PC nicht einmal mehr eingeschaltet sein: Neue Speicherfestplatten lassen sich als so genanntes NAS ins Hausnetz einbinden. „NAS“, das ist eine „network-attached storage“, ein Netzwerkspeicher. Eine solche Festplatte wird beispielsweise per USB-Kabel an den Internetrouter vorm DSL-Anschluss angeschlossen.</p>
<p><strong>Handys lernen Radioempfang aus dem Internet</strong></p>
<div id="attachment_264" class="wp-caption alignright" style="width: 180px"><a rel="attachment wp-att-264" href="http://www.homofaber.com/2009/04/08/wie-das-internet-das-radio-revolutioniert/new_jersey_600i__tn/"><img class="size-full wp-image-264" title="Blaupunkt-Radio mit Internetanschluss" src="http://www.homofaber.com/wordpress/wp-content/2009/04/new_jersey_600i__tn.jpg" alt="Blaupunkt-Radio mit Internetanschluss" width="170" height="123" /></a><p class="wp-caption-text">Blaupunkt-Radio mit Internetanschluss</p></div>
<p>Künftig lassen sich zudem immer mehr Handys mit mobilem Internetanschluss auf Empfang der Webradios einstellen – vorausgesetzt, man ist per WLAN-Funknetz eingebucht oder verfügt über eine Flatrate (monatliche Pauschale) für die Nutzung großer Datenmengen an einem schnellen mobilen Internetanschluss. Die <a href="http://www.studie-deutschland-online.de/do5/sdo_2007_de.pdf" target="_blank">Studie „Deutschland online“ (PDF)</a> erwartet, dass bis 2015 rund 20 Millionen mobile Internetgeräte im Umlauf sind. Ähnliches gelingt künftig auch im Auto: Blaupunkt hat jüngst auf der CeBIT <a href="http://www.blaupunkt.com/de/press.asp?lang=DE-de&amp;id=2371&amp;year=2009" target="_blank">ein Autoradio vorgestellt</a>, das per UMTS aus dem Internet Radio empfängt.</p>
<p>Manche professionelle Webradios verändern zudem das Hörerlebnis. Sie analysieren die Vorlieben ihrer Hörer und vermitteln Musiktitel Gleichgesinnter. Das heißt: Wer oft Marc Cohn und Jason Mraz hört, tickt wahrscheinlich auf der gleichen musikalischen Wellenlänge wie jemand, der Jason Mraz und Tristan Prettyman hört. Die Folge: Hörern von Marc Cohn wird verstärkt Musik von Tristan Prettyman als „ähnliche Künstlerin“ vorgeschlagen. Im Webbrowser lässt sich die neue gefundene Musik bequem in einem Fenster im Hintergrund abspielen, etwa bei einem Dienst wie<a href="http://last.fm" target="_blank"> last.fm</a>.</p>
<p>Ein weiterer Trend ist dabei, dass sogenannte Streams die alten MP3-Sammlungen ersetzen. Früher besaß man Musik entweder auf Vinyl, auf CD oder zumindest halbwegs physisch als Datei auf der eigenen Festplatte. Im Zeitalter der Musik 2.0 umfasst der private „Besitz“ wertgeschätzter Musik, mit der wir Erinnerungen und Gefühle verbinden, zunehmend lediglich noch die Mitgliedschaft in einem Webdienst samt Abspielmöglichkeit gespeicherter Playlists. Das ist nicht ungefährlich, wie kürzlich bei zum Beispiel <a href="http://cli.gs/jtZRYS" target="_blank">blip.fm</a> erlebt: Da hat man sich über die Monate kostenlose Abspielmöglichkeiten seiner bevorzugten Musik zusammengesammelt, auf Basis der Empfehlungen von Gleichgesinnten neue Musikwelten erschlossen – und dann steht plötzlich ohne Angabe von Gründen der einzelne Song nicht mehr zur Verfügung.</p>
<p><strong>Funkelstücke unter Nischensendern</strong></p>
<p>Wer weniger auf den einzelnen Musiktitel Wert legt, sondern auf eine besondere musikalische Farbe oder vorgelesene Nachrichten als Begleitmedium, dürfte mit Diensten wie <a href="http://radio.de" target="_blank">radio.de</a> den Überblick behalten und in eine Fundgrube eintauchen. Der Dienst sortiert Radiosender aus aller Welt nach Genre, Herkunft, Bewertung anderer und Relevanz. Da finden sich durchaus Funkelstücke: etwa Nischensender wie <a href="http://servicecomputer.radio.de" target="_blank">servicecomputer.radio.de</a> (ein Angebot von WDR 5 mit vorgelesenen Computernachrichten) oder <a href="http://mhh-medizin.radio.de/" target="_blank">„MHH – Medizin-Podcast“</a>, der neue Behandlungsmethoden und medizinische Forschung aus der Medizinischen Hochschule Hannover vorstellt. In Kürze wird radio.de auch auf Handys abrufbar sein: Eine Anwendung fürs iPhone ist kurz vor der Fertigstellung.</p>
<p>Weitere gesonderte Webradios zeigen viel versprechende Konzepte: wie zum Beispiel <a href="http://www.spotify.com/en/" target="_blank">Spotify</a>, der einen Dienst anbietet, der wie das Apple-eigene iTunes aussieht und entsprechend einfach zu bedienen ist – oder das jüngst preisgekrönte <a href="http://www.roccatune.com/de" target="_blank">Roccatune</a>, das ebenfalls neue Modelle entwickelt und feintunet.</p>
<p>Klassisches Radio und private MP3-Dateisammlung werden so zwar nicht ersetzt, verlieren aber an Bedeutung – zugunsten der neuen Streaming-Dienste, für die der Branche nur leider noch kein besseres Wort als „Webradio“ eingefallen ist.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze und Dirk Schmaler</em></p>
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